SV Ankenreute ist in Lauerstellung

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 Nicolas Fischer (links) steht mit Ankenreuter auf Platz zwei.
Nicolas Fischer (links) steht mit Ankenreuter auf Platz zwei. (Foto: Archvi: Rolf Schultes)
Andreas Ruf

Bereits elf Spieltage haben die Teams der Fußball-Kreisliga B2 in dieser Saison absolviert – nach der Winterpause stehen nur noch neun Spieltage an. Weiter geht’s deshalb erst am 7. April.

An der Tabellenspitze deutet alles auf einen Zweikampf zwischen den Teams FV Molpertshaus und SV Ankenreute hin. Zwar rangiert der FVM aktuell noch zwei Zähler vor Ankenreute, hat jedoch bereits ein Spiel mehr absolviert. In einem äußerst engen Spiel setzte sich der SVA am letzten Spieltag vor der Winterpause knapp gegen den Widersacher aus Molperthaus durch. Dieses Spiel zeigte eindringlich, dass sich beide Mannschaften auf absoluter Augenhöhe begegnen. Auch die Tatsache, dass beide Mannschaften das nahezu identische Torverhältnis aufweisen, unterstreicht diese These. Sowohl der FVM als auch der SVA gingen in nur zwei Saisonspielen nicht als Sieger vom Feld. Möglicherweise kommt es am drittletzten Spieltag der Saison zum Showdown um den Aufstieg – Ankenreute gastiert dann beim FVM.

Nach aktuellem Stand der Dinge scheint es sehr unwahrscheinlich, dass noch ein drittes Team in den Aufstiegskampf mit eingreifen kann. Zu inkonstant zeigten sich die Verfolger über den gesamten bisherigen Saisonverlauf. Mit Simon Schmid und Benjamin Ritter stellt der SV Horgenzell zwar die treffsichersten Spieler der Liga – sie erzielten alleine 24 der 33 Tore des SVH – auf Platz zwei fehlen aber schon sieben Punkte. Die Punkte fuhr Horgenzell meist gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel ein. Im Spiel gegen die aktuell besten fünf Mannschaften gab es keinen Sieg zu verzeichnen.

Punktgleich mit Horgenzell steht der FV Bad Waldsee auf Tabellenrang vier. Nach dem unglücklichen Abstieg in der letzten Saison kam der FVW nur sehr schwer in die Gänge. Im Verlauf der Saison stabilisierte sich das Team aber und rückte so Platz für Platz nach vorne.

Die Überraschungsmannschaft der bisherigen Runde ist zweifelsohne der SV Alttann. In den vergangenen Jahren fand sich der SVA regelmäßig im Tabellenkeller wieder. Durch eine grundsolide Verteidigung – Alttann ließ erst 16 Gegentore zu – gelang es dem Team von Trainer Markus Dietenberger, wichtige Punkte zu sammeln. Kann der SVA dieses Niveau weiterhin halten, ist sogar Tabellenplatz drei drin.

Nicht zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf können die Teams TSV Blitzenreute, SV Weißenau und TSV Bodnegg sein. Allesamt spielten sie in den vergangenen Jahren um die Plätze ganz vorne mit. Diese Tabellenregionen sind aber bereits jetzt nur noch sehr schwer erreichbar. Einen kapitalen Absturz erlebte Bodnegg. Im Sommer noch scheiterte der TSV nur denkbar knapp in der Aufstiegsrelegation zur Kreisliga A. Nur wenige Monate später rangiert das Team von Trainer Lukas Waggershauser auf dem vorletzten Tabellenrang.

Eine Saison im Rahmen ihrer Möglichkeiten spielen der SV Schmalegg (Tabellenplatz sieben) und der SV Oberzell II (Rang neun). Mit konstanten Punktgewinnen nach der Winterpause können beide Mannschaften noch um Plätze in der ersten Tabellenhälfte mitspielen. Dieses Ziel ist für den SC Michelwinnaden außer Reichweite. Mit indiskutablen 45 Gegentreffern in elf Spielen stellt der SCM die Schießbude der Liga. Nur wenn die Defensive in der Rückrunde gestärkt werden kann, wird Michelwinnaden die rote Laterne noch abgeben können.

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