Starke zweite Halbzeit bringt den Sieg

Lesedauer: 5 Min
 Der FV Ravensburg (rechts Moritz Strauß) belohnte sich gegen den TSV Ilshofen (Dominik Rummler) für die Leistungssteigerung in
Der FV Ravensburg (rechts Moritz Strauß) belohnte sich gegen den TSV Ilshofen (Dominik Rummler) für die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. (Foto: Elke Obser)
Sportredakteur

FV Ravensburg – TSV Ilshofen 3:0 (0:0) – Tore: 1:0 Jona Boneberger (55.), 2:0 Daniel Schachtschneider (76.), 3:0 Maschkour Gbadamassi (82.) – Schiedsrichter: Manuel Digeser (Starzach) – Zuschauer: 300 – FV: Mesic – S. Boneberger, Altmann, Mähr, Strauß – Jeggle, Reiner (60. Hörtkorn) – Schäch, J. Boneberger (80. Gbadamassi), Chrobok (73. B. Soyudogru) – R. Soyudogru (73. Schachtschneider).

Dass diese Partie mit 3:0 für den FV Ravensburg enden würde, hatten zur Pause allerhöchstens die totalen Optimisten für möglich gehalten. Der TSV Ilshofen machte dem FV in der Fußball-Oberliga das Leben extrem schwer. Doch eine Leistungssteigerung nach der Pause und Tore durch zwei Einwechselspieler sorgten für den wichtigen Sieg für Ravensburg.

„Wie Ilshofen in der ersten Halbzeit aufgetreten ist, war das beste, was ich bislang in dieser Saison gesehen habe“, lobte FV-Trainer Steffen Wohlfarth. Dieses Lob lag nicht nur daran, dass Wohlfarth und Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann befreundet sind. Dieses Lob meinte Wohlfarth genau so, wie er es gesagt hatte. Mit seiner Fünferkette und der extrem guten Platzaufteilung ließ Ilshofen dem FV in der ersten Halbzeit nicht den Ansatz einer gefährlichen Chance. Die Ravensburger kamen kaum über die Mittellinie, viele Pässe blieben an den TSV-Spielern hängen. „Das war sensationell“, meinte Wohlfarth anerkennend.

Änderungen zeigen Wirkung

Es spricht für den FV-Trainer und seinen Co-Trainer Andreas Raaf, dass sie in der Pause das Geschehene sofort analysiert und daraus die – letztlich komplett richtigen – Schlüsse daraus gezogen haben. Denn nach Wiederanpfiff waren die Ravensburger aggressiver, plötzlich war der Zug zum Tor da. „Wir sind früher angelaufen, das hat funktioniert“, freute sich Raaf. In der 55. Minute zog Felix Schäch von der rechten Seite in die Mitte, passte flach zu Jona Boneberger, der Ilshofens Torwart Jonas Wieszt zum 1:0 überwand. „Die Art und Weise unseres Spiels bis zum 0:1 war völlig in Ordnung“, meinte Kettemann. „Schade, dass das 0:1 durch einen Fehler von uns entsteht.“ Denn ein missglückter Kopfball landete genau bei Schäch.

Gbadamassi staubt ab

Nach etwas mehr als einer Stunde reagierte Kettemann mit einem Dreifachwechsel. Der TSV wurde nun offensiver, der FV ließ sich für einen Moment etwas zu tief in die eigene Hälfte fallen. Nach 73 Minuten wechselte Wohlfarth die zuletzt verletzten Burhan Soyudogru und Daniel Schachtschneider ein. Später kam noch Maschkour Gbadamassi in die Partie. Und diese Wechsel zahlten sich sofort aus. Samuel Boneberger setzte sich wieder auf der nun starken rechten FV-Seite durch, seine Flanke in die Mitte verwertete Schachtschneider zum 2:0. Kurz darauf schoss Burhan Soyudogru einen freistoß aus knapp 30 Metern aufs Tor, den Flatterball ließ Wieszt abprallen, Gbadamassi war zur Stelle und staubte zum 3:0 ab. „Für das Spiel nach der Halbzeit muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen“, lobte Wohlfarth.

Der Auftritt in der zweiten Halbzeit war spielerisch mit das beste, was der FV in dieser Saison zu Hause gezeigt hat. Hinten ließen Philipp Altmann und Sebastian Mähr bis auf die Chancen von Lukas Lienert (69.) sowie Benjamin Kurz (90.) nichts zu. Im defensiven Mittelfeld verdiente sich am Samstag Moritz Jeggle durch starkes Stellungsspiel und überragende Tacklings Bestnoten. „Vielleicht haben wir ein oder zwei Tore zu hoch gewonnen“, sagte Jeggle. „Aber ich finde, der Sieg geht völlig in Ordnung.“ Es gab am Samstag in der Cteam-Arena in Ravensburg niemanden, der dem Mittelfeldspieler da widersprechen wollte.

FV Ravensburg – TSV Ilshofen 3:0 (0:0) – Tore: 1:0 Jona Boneberger (55.), 2:0 Daniel Schachtschneider (76.), 3:0 Maschkour Gbadamassi (82.) – Schiedsrichter: Manuel Digeser (Starzach) – Zuschauer: 300 – FV: Mesic – S. Boneberger, Altmann, Mähr, Strauß – Jeggle, Reiner (60. Hörtkorn) – Schäch, J. Boneberger (80. Gbadamassi), Chrobok (73. B. Soyudogru) – R. Soyudogru (73. Schachtschneider).

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen