St. Jodok wird an Palmsonntag wieder eröffnet

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 St. Jodok hat keine Bänke mehr – so soll Platz für neue Formen des Gottesdienstes sowie Kunst und Kultur in der Kirche sein.
St. Jodok hat keine Bänke mehr – so soll Platz für neue Formen des Gottesdienstes sowie Kunst und Kultur in der Kirche sein. (Foto: Katholische Seelsorgeeinheit Ravensburg Mitte)
Schwäbische Zeitung

Der 10. März 2018 ist vielen Ravensburgern noch in Erinnerung: An diesem Tag brannte die Kirche St. Jodok in Ravensburg. Mehr als 200 Feuerwehrleute und Rettungskräfte verhindern Schlimmeres. Rund 13 Monate lang ist die Kirche saniert worden. Die Kosten für die Behebung der Brandschäden stehen noch nicht abschließend fest und werden durch die Versicherung gedeckt, heißt es in einer Pressemitteilung der katholischen Seelsorgeeinheit Ravensburg Mitte. Doch am Palmsonntag, 14. April, wird die Kirche in der Ravensburger Unterstadt wieder eröffnet.

Den ersten Gottesdienst nach einem Jahr Schließungspause feiert die kroatisch-katholische Gemeinde um 11.30 Uhr. Die offizielle Wiedereröffnung findet dann mit dem regulären Abendgottesdienst um 19 Uhr statt. Hierzu laden neben der Kirchengemeinde St. Jodok auch die Jugendkirche Joel, der Arbeitskreis „Offene Mitte“ und die Initiative „Kirche in der Stadt“ ein. Mit dabei sind laut Pressetext auch Vertreter von Feuerwehr und Rettungsdiensten, die vor einem Jahr im Einsatz waren. Musikalisch gestaltet wird die Feier vom Chor Zwischentöne und der Band Nettwork aus Friedrichshafen.

Zu den Abendgottesdiensten an den Sonntagen versammeln sich die Gläubigen nun regelmäßig im Chorraum. Dieser bietet nach der Sanierung Platz für bis zu 150 Besucher. Zusätzlich kann das Kirchenschiff mit 200 Sitzplätzen bestuhlt werden. Denn der Kirchenraum der im Jahr 1385 geweihten Jodokskirche hat nach Abstimmung mit dem kirchlichen Bauamt in Rottenburg und dem Landesamt für Denkmalschutz ein neues Gesicht bekommen, so der Pressebericht: Die Kirchenbänke wurden entfernt. Dieses Projekt „Freiraum“ wird durch die Kirchengemeinde finanziert und von der Diözese im Zuge des Konzepts „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ unterstützt. Diese Maßnahmen sind nahezu komplett abgeschlossen.

Der äußerliche „Freiraum“, soll auch symbolisch freie Räume bieten für neue liturgische Formen, für Kooperationen mit all denen, die an dieser Kirche interessiert sind, sowie für Kunst und Kultur im Kirchenraum. Gemeindereferentin Christine Mauch beschreibt das Konzept in dem Schreiben: „Ein Raum, der öffnet, der berührt und einlädt zu Erfahrungen mit Gott und den Menschen.“ Ab Herbst wird dann auch wieder die Rieger-Orgel erklingen, die in der Sommerpause von den Brandfolgen gereinigt und wieder instandgesetzt wird.

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