Sozialausschuss: Rahlentreff erntet Lob

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Peter Engelhardt

Seit 2009 fördert die Stadt Ravensburg die Quartiersarbeit in der Galgenhalde. Träger dieser Gemeinwesenarbeit ist die Stiftung Liebenau. Die Stadt, die Stiftung Liebenau und der Bau- und Sparverein Ravensburg unterstützen die Aktivität des Rahlentreffs derzeit mit jährlich 20 000 Euro beziehungsweise je 15 000 Euro.

Im Zuge der Baumaßnahmen des Bau- und Sparvereins in der Galgenhalde und entlang der Meersburger Straße bietet sich nun die Möglichkeit, der Gemeinwesenarbeit neue, größere Räume zur Verfügung zu stellen. Dies würde allerdings zu „deutlich höheren“ Mietkosten für den Rahlentreff führen, wie Stefan Goller-Martin vom Amt für Soziales und Familie im Sozialausschuss darlegte: von derzeit 9360 Euro im Jahr auf zwischen 21 000 und 23 000 Euro. Für die Sozialstation der Stiftung Liebenau steigen die Mietkosten um etwa 400 bis 1200 Euro.

Umzug soll in zwei Bauabschnitten erfolgen

Nach langem Hin und Her hat der Sozialausschuss „Ja“ gesagt zum Umzug des Rahlentreffs in neue und größere Räume. Der Umzug soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Zunächst werden neue Büroräume gebaut, im zweiten Abschnitt ein großer Veranstaltungsraum. Der endgültige Umzug des Rahlentreffs wird voraussichtlich im Jahr 2025 vollzogen sein.

Bürgermeister Simon Blümcke hatte zu Beginn der Debatte dem Rahlentreff ein „äußerst erfolgreiches Miteinander im Quartier“ bescheinigt, um das man beneidet werde. Sämtliche Diskussionsredner würdigten die Arbeit im Rahlentreff und sprachen sich für die Unterstützung durch die Stadt auch in Zukunft aus. Widerstand gab es indessen gegen eine über das bisherige Maß hinausgehende Unterstützung sowie gegen eine Personalaufstockung. An eine solche werde derzeit jedoch nicht gedacht, versicherte Stefan Goller-Martin.

„Kommunalpolitik ist Liebe zum Leben vor Ort“

Rolf Engler (CDU) wollte die Stärkung des Rahlentreffs in einem Konzept für die gesamte Weststadt verankert wissen. Wie Blümcke entgegnete, arbeitet die Verwaltung derzeit an einem entsprechendem Konzept für die Weststadt. Michael Lopez-Diaz (BfR) meldete mit Blick auf die anstehende Haushaltskonsolidierung finanzielle Bedenken an. Franz Hanßler (Grüne) nannte es bedenklich, würde man „Nein zu dem sagen, was wir bekommen können“ und sprach von überschaubaren Kosten. Hans-Dieter Schäfer (SPD) schließlich formulierte sein „Ja“ zur Unterstützung des Rahlentreffs so: „Kommunalpolitik ist Liebe zum Leben vor Ort.“Foto: Stadt Ravensburg

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