So will die CDU Ravensburg sicherer machen

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 Auf dem Podium standen (v.l.) Florian Nägele, Thomas Blenke und Christoph Sitta.
Auf dem Podium standen (v.l.) Florian Nägele, Thomas Blenke und Christoph Sitta. (Foto: Wolfgang Steinhübel)
Wolfgang Steinhübel

Der CDU-Ortsverband Ravensburg hatte am Donnerstagabend zum „Bürgerforum – Mit Sicherheit in Ravensburg“ eingeladen. Nach dem Bürgerworkshop im Januar sollte nun der Dialog mit Bürgern und Experten fortgesetzt werden. Auf dem Podium standen Florian Nägele, Bereichsleiter des Vereins Arkade, und der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Thomas Blenke. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Christoph Sitta.

Sehr zufrieden äußerte sich Florian Nägele über die Arbeit des Streetworkers Bernhard Pesch, der seit August 2018 im Auftrag der Stadt Ravensburg unterwegs ist. Ihm sei es in kurzer Zeit gelungen, einen Zugang zu den problematischen Gruppen zu bekommen. Die Herangehensweise beschrieb er wie folgt: „Wir arbeiten nicht an den Problemen, die sie machen, sondern an den Problemen, die sie haben.“ Als „Riesenthema“ sieht er die momentane Wohnungsnot. Die Auswirkungen würde man direkt auf der Straße sehen. Er forderte mehr sozialen Wohnungsbau. Nägele lobte die gute Zusammenarbeit mit allen betreffenden Institutionen und bezeichnete die Grundvoraussetzungen in Ravensburg als gut. Wichtig sei die Wahrnehmung der Bürger. Wenn sie sagen: „Wir fühlen uns sicher in unserer Stadt“, sei das Ziel erreicht.

Dem stimmte Thomas Blenke zu: „Der Bürger hat die Erwartung, dass der Staat Schutz und ein sicheres Leben bietet. Dazu muss man das eine tun und das andere nicht lassen. Wichtig ist, das subjektive Sicherheitsempfinden zu gewährleisten.“ Blenke möchte eine bürgernahe Polizei. Am effektivsten seien die Polizisten, die sich vor Ort auskennen und mit den Gegebenheiten vertraut sind. Sehr viel verspricht er sich vom neuen Polizeipräsidium, das am 1. Januar 2020 nach Ravensburg kommt.

An die Landespolitik gerichtet hatte Sozialarbeiter Nägele noch die Bitte, das Thema „Neue synthetische Drogen“ aufzugreifen. Gehandelt als Kräuter oder Legal Highs sind sie einfach zu bekommen, haben aber katastrophale Auswirkungen.

Christoph Sitta informierte über relevante Anträge beim Landesparteitag in Weingarten. Darunter der Antrag, ein landesweites Präventionsprogramm zu den Tatbeständen „Enkeltrick“ und „Anruf falscher Polizeibeamten“ aufzulegen. Zur Kommunalpolitik in Ravensburg forderte er, das Ordnungsamt bewusster aufzustellen. Die dortigen Mitarbeiter sollten nicht nur Strafzettel verteilen, sondern auch zu Streifendiensten zu gewissen Zeiten eingeteilt werden. Außerdem befürwortet die CDU die Einstellung eines weiteren Streetworkers. „Es braucht einen ausgewogenen Mix aus präventiven und restriktiven Maßnahmen. In beiden Bereichen ist auf kommunaler Ebene mehr möglich“, so Sitta.

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