So könnte der TWS-Neubau in Ravensburg einmal aussehen

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Schwäbische Zeitung

Interessante Ideen und spannende Ansichten hat ein Architektenwettbewerb für den künftigen Neubau der Technischen Werke Schussental (TWS) in der Ravensburger Bahnstadt gebracht. Die Jury hatte die Qual der Wahl: Aus 24 eingereichten Entwürfen wählte sie vier Preisträger aus und vergab zwei Anerkennungen.

„Der Architektenwettbewerb war uns wichtig, denn wir wollen einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Areals zwischen Bahnhof und Innenstadt leisten – dabei legen wir einen hohen Maßstab in Sachen Nachhaltigkeit“, hält Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz GmbH, fest. Die Jury war mit Fachleuten besetzt: Neun Experten für Architektur und nachhaltiges Bauen sowie Verantwortlichen von Bauherr und der TWS-Anteilseignerkommunen, die den lokalen Blickwinkel einnehmen.

Ausgelobt hatte das Unternehmen den Wettbewerb europaweit im Juni dieses Jahres. Neben ansprechender Architektur waren auch eine ganze Reihe weiterer Vorgaben zu erfüllen. „Denn Zukunftsorientierung und Ressourcenschonung stehen für die TWS im Zentrum“, so der kommunale Energieversorger in einer Pressemitteilung. Das neue Gebäude in der Georgstraße soll von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert werden und mindestens deren Standard „Gold“ entsprechen.

Der Neubau, für den die TWS rund zehn Millionen Euro einplanen, wird auf dem Grundstück Georgstraße 25 in Ravensburg entstehen. Notwendig wird der Bau, weil es im benachbarten Verwaltungsgebäude der TWS inzwischen zu eng geworden ist. Gemeinsam mit dem denkmalgeschützten Gebäude Georgstraße 27 soll die künftige Bebauung auf dem Areal ein Ensemble bilden. Im Neubau planen die TWS neben Arbeitsplätzen für rund 85 Mitarbeiter ein eigenständiges Kundenzentrum mit separatem Zugang von der Ecke Georgstraße-Schussenstraße her. „Damit sind wir nahe an der Innenstadt und bei unseren Kunden. Auch an Bahn und Bus sind wir hervorragend angebunden“, so Helmut Hertle.

Das neue Rechenzentrum und eine eigenständige Leitstelle werden in einem besonders gesicherten Teil des Neubaus eingerichtet. Von dort aus wird die TWS Netz dann künftig die Strom-, Gas- und Trinkwasserversorgung überwachen und steuern, dazu zentrale Wärmeversorgungen, die Straßenbeleuchtung und Teile der Ravensburger Parkhäuser.

Die Jury hat empfohlen, mit dem Siegerentwurf des Architekturbüros Josef Prinz aus Ravensburg in die Detailplanung zu gehen. Die endgültige Entscheidung darüber treffen die Verantwortlichen des Unternehmens bis Anfang 2020. Der weitere Zeitplan sieht den Bauantrag im Herbst 2020 vor, den Baubeginn dann Anfang 2021. Der Einzug ist für Ende 2022 geplant. Dem Bauvorhaben vorgeschaltet wird der Abriss des bisherigen Gebäudes Georgstraße 25 und die Sanierung der darunterliegenden Altlasten aus dem vorigen Jahrhundert.

Doch zuvor laden die TWS die Öffentlichkeit nochmals in die Georgstraße 25 ein: Sie stellen die insgesamt 24 eingereichten Architektenentwürfe aus dem Wettbewerb bis einschließlich 27. November aus.

Diese Entwürfe wurden prämiert:

1. Preisträger: Josef Prinz Architekturbüro aus Ravensburg;

2. Preisträger: Hermann Kaufmann/Querformat aus Schwarzach/Dornbirn;

3. Preisträger: Harris & Kurrle Architekten aus Stuttgart;

4. Preisträger: LRO Lederer + Ragnarsdòttir + Oei Architekten aus Stuttgart.

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