Sieg gegen Kaufbeuren - Die Ravensburg Towerstars stehen im Play-off-Finale

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 Riesenjubel bei den Ravensburg Towerstars (Robin Just) über den Finaleinzug in der DEL2.
Riesenjubel bei den Ravensburg Towerstars (Robin Just) über den Finaleinzug in der DEL2. (Foto: Felix Kästle)
Sportredakteur

Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren 2:1 n.V. (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)

Tore: 1:0 (34:44 ÜZ) Olivier Hinse (Svoboda, Just), 1:1 (44:28) Florian Thomas (Oppolzer, Latta), 2:1 (62:47) Olivier Hinse

Strafen: Ravensburg 6 Minuten, Kaufbeuren 4 Minuten

Zuschauer: 3418 (ausverkauft)

Serienendstand: 4:1

Die Finalserie der DEL2 zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburg Towerstars beginnt am Donnerstag, 18. April, um 19.30 Uhr in Frankfurt.

Die Ravensburg Towerstars stehen zum zweiten Mal im Play-off-Finale der Deutschen Eishockey-Liga 2. Am Freitag bezwang Ravensburg den ESV Kaufbeuren mit 2:1 nach Verlängerung und setzte sich in der Halbfinalserie mit 4:1 durch. Im Finale ab Donnerstag, 18. April, geht es nun gegen die Löwen Frankfurt.

Die Fans in der ausverkauften CHG-Arena waren heiß. Schon 30 Minuten vor Beginn des fünften Halbfinals sangen die Treuesten im Fanblock: „Auf geht’s Oberschwaben, schießt uns ins Finale.“

Im ersten Drittel waren es allerdings vor allem die Kaufbeurer, die im gegnerischen Drittel gute Aktionen hatten. In der vierten Minute schaffte Joseph Lewis an der linken Bande noch den Pass zu Sami Blomqvist. Der ESV-Topscorer war frei vor Jonas Langmann, der Towerstars-Goalie brachte aber rechtzeitig seine Beine zusammen. In Überzahl schoss Lewis zwei Minuten später etwas zu hoch.

Besserer Beginn der Gäste

Kaufbeuren wollte die Führung, die Gäste schafften es oft, sich im Drittel der Towerstars festzusetzen. Doch die Ravensburger verteidigten gut. Vorne fanden sie allerdings kaum Lücken in einer starken Abwehr des ESVK. Als sich Jakub Svoboda an der Bande geschickt an Phillip Messing vorbeigespielt hatte, war die Chance für Ravensburg da, doch sein Querpass zu Mathieu Pompei war zu schwach. Kurz vor dem Drittelende versuchte erst Lewis – hinter dem Tor stehend –, Langmann anzuschießen. Dann setzte sich Fabian Koziol gegen Andreas Driendl durch, scheiterte aber ebenfalls am Towerstars-Goalie.

Mit dem 0:0 nach dem ersten Drittel konnten die Towerstars zufriedener sein als die Kaufbeurer. Sie hatten viel Aufwand betrieben – erfolglos. Im zweiten Drittel wurden dann die Gäste immer mehr hinten reingedrängt. Towerstars-Kapitän Vincenz Mayer hatte die erste Chance, Mathieu Pompei kurz darauf eine dicke, die bislang beste der Ravensburger, aber Goalie Stefan Vajs hielt. In Überzahl schoss der sehr auffällige Robin Just ans Außennetz.

Kaufbeuren kam kaum zu Entlastung, nicht einmal in Überzahl. Da eroberte sich Kilian Keller ganz stark die Scheibe und konterte, doch wieder wehrte ESV-Goalie Vajs stark ab. Ravensburg war jetzt klar die bessere Mannschaft, die Führung deutete sich mehr und mehr an. In Überzahl klappte es in der 35. Minute. Svoboda spielte einen klasse Pass quer zu Just, der zog ab, am linken Pfosten stand Olivier Hinse richtig – der Puck trudelte über die Linie zum 1:0. In der CHG-Arena gab es den ersten ultralauten Jubel.

Wieder Sieg in der Verlängerung

Kaufbeuren taumelte der zweiten Drittelpause entgegen, die Towerstars hätten das zweite Tor nachlegen können. Mit dem 0:1 waren die Allgäuer noch sehr gut bedient. Die Towerstars wirkten frischer, spritziger – Kaufbeuren dagegen verlor viel zu häufig die Scheibe und war im Grunde ständig unter Druck.

Fand der ESVK noch einmal einen Weg zurück in die Serie? Louis Latta hatte die Möglichkeit dazu. Er nahm Thomas Supis die Scheibe ab und lief alleine Richtung Towerstars-Tor, doch an Langmann fand der Kaufbeurer keinen Weg vorbei. In der 44. Minute hatte Just auf der anderen Seite die Konterchance, doch auch hier siegte der Goalie. Svoboda hatte die nächste gute Möglichkeit für Ravensburg, dann patzten die Towerstars hinten einmal. Daniel Oppolzer war viel zu frei, seinen Pass vors Tor verwertete Florian Thomas zum 1:1.

Kaufbeuren hatte den Weg zurück tatsächlich gefunden. Die Towerstars versuchten gleich wieder aufs Tempo zu drücken, hatten in der 50. Minute aber eine brenzlige Situation vor dem eigenen Tor zu überstehen sowie in der 51. Minute eine Unterzahl. Da ließ Ravensburg aber überhaupt nichts zu. Das packende Duell ging somit wieder in die Verlängerung. Zum dritten Mal im fünften Duell. Und zum dritten Mal mit dem besseren Ende für Ravensburg. Den schwachen Pass von Daniel Haase nahm Hinse in der dritten Minute der Verlängerung auf, umkurvte Vajs und traf zum 2:1. Es war im Wortsinn der finale Treffer.

Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren 2:1 n.V. (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)

Tore: 1:0 (34:44 ÜZ) Olivier Hinse (Svoboda, Just), 1:1 (44:28) Florian Thomas (Oppolzer, Latta), 2:1 (62:47) Olivier Hinse

Strafen: Ravensburg 6 Minuten, Kaufbeuren 4 Minuten

Zuschauer: 3418 (ausverkauft)

Serienendstand: 4:1

Die Finalserie der DEL2 zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburg Towerstars beginnt am Donnerstag, 18. April, um 19.30 Uhr in Frankfurt.

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