Seniorenbegegnungsstätte in einem verlassenen Dorf

 Die Bewohner von Huchla feiern die Fertigstellung der Begegnungsstätte mit Yanitsa Kaplan von der Bulgarienhilfe Oberschwaben (
Die Bewohner von Huchla feiern die Fertigstellung der Begegnungsstätte mit Yanitsa Kaplan von der Bulgarienhilfe Oberschwaben (4. v. rechts). (Foto: Y. Kaplan)
Externer Leser-Inhalt

Die hier veröffentlichten Artikel wurden von Vereinen und Veranstaltern, Kirchengemeinden und Initiativen, Schulen und Kindergärten verfasst. Die Artikel wurden von unserer Redaktion geprüft und freigegeben. Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt schwäbische.de keine Gewähr.

Manchmal kommt in der Not alles Glück zusammen. Dies konnte die Bulgarienhilfe Oberschwaben, die seit fast 30 Jahren in Bulgarien soziale Projekte unterstützt, in ihrer Mitgliederversammlung feststellen. Denn da gibt es ein kleines Dorf Huchla im Rodopengebirge, in dem nur noch 30 meist alte Menschen leben. Die Jungen sind weggezogen, die bisherige Infrastruktur ist fast vollständig weggebrochen. Aber eine Frau aus Wolpertswende hat dort familiäre Wurzeln. Die Großeltern waren von dort. Und sie erkennt, es muss geholfen werden. Anfänglich organisiert sie Lebensmitteleinkäufe und bezieht die Bulgarienhilfe mit ein. Zufällig stößt die Georg Kraus Stiftung, mit Sitz in Hagen, im Internet auf die Homepage der Bulgarienhilfe und möchte ein Projekt in Bulgarien fördern. Und in Huchla entsteht die Idee, das runtergekommene Gemeinschaftshaus zu einem Begegnungsort für die Senioren herzurichten. Beim Besuch vor Ort handelt Vereinsvorsitzender Bernd Bergemann mit der Verwaltung der dazugehörigen Stadt Ivaylovgrad aus, dass in Huchla eine Seniorenbegegnungsstätte entsteht, bei der sich auch die Bulgaren finanziell beteiligen. Der Verein verpflichtete sich, die Betreuung der Senioren für drei Jahre zu finanzieren. Die Georg Kraus Stiftung gibt für die Renovierung sogar 13.550 Euro. Nach nun zwei Jahren sind die Umbauarbeiten abgeschlossen. Und das Gemeinschaftshaus wurde sehr schön, nicht zuletzt, weil sich die Einwohner und Angehörigen selbst mit Tatkraft und Ideen beteiligt haben. Ein Elektriker, der selbst Angehörige im Dorf hat, koordiniert die Arbeiten ehrenamtlich. Davon konnte sich Yanitsa Kaplan, die Initiatorin aus Wolpertswende, kürzlich vor Ort überzeugen. Fast wöchentlich gibt es Treffen für die Dorfbewohner in den liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten. Neue Tische, Stühle, Sitzecke, eine kleine Küche gibt es, eine Bühne sogar, eine kleine Bücherei, Bilder wurden aufgehängt, darunter auch historisches aus Huchla und eine Dankestafel für die Förderer aus Deutschland. So ist die Freude der Dorfbewohner groß und die Dankbarkeit auch, dass ein so verlassenes Dorf wieder einen Lebensmittelpunkt bekommen hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen