Schwäbische Persönlichkeiten am Podcast-Mikrofon: Emotionen, Extreme und Erinnerungen

Lesedauer: 22 Min
Digitalredakteurin
Der Podcast "Sag's Pauly" ist ein Interviewformat zum Hören. Er ist auf Schwäbische.de/sagspauly sowie auf Spotify, Deezer und allen gängigen Podcast-Apps zu hören, alle zwei Wochen im Wechsel mit dem Politik-Format "Steile These".

Es ist genau ein Jahr her, dass Schwäbische.de mit Podcasts an den Start ging. Im Interview-Format "Sag's Pauly" haben seither ganz verschiedene Persönlichkeiten aus der Region ihre Geschichten erzählt, haben Einblick in ihr Leben erlaubt, Geheimnisse verraten, Erinnerungen wieder hervorgeholt, gelacht, überlegt, geschimpft, über Sorgen, Nöte, Ängste, Hoffnungen und Wünsche gesprochen.

Die Themen waren dabei so vielfältig wie die Menschen, die im Podcast-Studio von Schwäbische.de zu Besuch waren. Es ging um Religion und Transsexualität, um Extremschwimmen und Extrembergsteigen, um Musik und Metzger, um die Trauer um Tote und gerettete Leben.  

Begonnen hat das neue Format mit einem Gespräch über das Schwäbischste aller Themen:

Die Folge mit dem Dialekt

Poetry-Slammer und Dialekt-Fan Wolfgang Heyer. (Foto: pr)

In der Premieren-Folge reden Poetry-Slammer Wolfgang Heyer und Sprachwissenschaftlerin Mirja Bohnert-Kraus über die Auswirkung von Dialekt auf Kinder, über Vor- und Nachteile, die dreifache schwäbische Verneinung und über eigene Erlebnisse mit den Tücken der Sprache - und haben auch einiges zu lachen.

  +++Die ganze Folge ist hier zu hören. +++

 

Die Folge mit dem Restaurantkritiker

Marinierter Thunfisch: Ob es auch so gut schmeckt, wie es aussieht, testet der Restaurantkritiker.
Marinierter Thunfisch: Ob es auch so gut schmeckt, wie es aussieht, testet der Restaurantkritiker. (Foto: Nyffenegger)

In einer der bis heute beliebtesten und meistgehörten Episoden hat Restaurantkritiker Erich Nyffenegger verraten, wie seine Arbeit funktioniert. Woher nimmt er sich das Recht heraus, Gerichte zu bewerten? Wer zahlt für das Essen? Woher weiß er, was gut ist und was nicht? Wie geht er mit Kritik um? Und was schmeckt ihm überhaupt nicht? Was um alles in der Welt ist eine entfesselte Soße? Kritisiert er auch das Essen seiner Frau?

 +++ All das und noch viel mehr erzählt er in der Folge, die hier zu hören ist. +++

 

Die Folge über Plastikverpackungen

Plastikverpackungen nehmen einen großen Teil des Hausmülls ein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Plastikverpackungen nehmen einen großen Teil des Hausmülls ein. (Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn / DPA)

Plastikfreies Einkaufen: Ist das moralisch einwandfrei oder auch hygienisch? Und warum ist Biokäse nicht mehr bio, sobald man ihn angeschnitten hat? Im Podcast erzählen Alicia Dannenberger, die Inhaberin des Unverpackt-Ladens "Wohlgefühl", und Robert Lippmann, der zwei ganz normale Supermärkte in der Region betreibt, wie ihre Geschäftsmodelle funktionieren - und wo sie selbst auf Plastik nicht verzichten können.

 +++ Die Episode ist hier zu finden. +++

 

Die Folge über digitale Gefahren

Facebook, Instagram und Whatsapp
Ein Blick auf ein Smartphone mit Social Media Apps, wie Facebook, Instagram, YouTube und WhatsApp. (Foto: Yui Mok/PA Wire/Archiv / DPA)

Welche Spuren hinterlassen wir im Netz? Wer verdient an unseren Social-Media-Profilen? Was verraten wir mit Likes, Bestellungen und Geodaten über uns? Und wie können wir ein bisschen mehr Privatsphäre behalten? Social Cooling, Geotracking, Filterblasen - im Gespräch mit Thomas Zell gibt es einen Überblick auf die digitalen Gefahren, die ganz real sind.

  +++ Hier geht's zur Episode. +++

 

Die Folge mit dem Extremschwimmer

Martin Tschepe schwimmt, wo es fast allen anderen zu kalt ist - unter anderem von Radolfzell nach Lindau. (Foto: Michael Schmidt)

Wenn für die meisten Leute die Outdoor-Badezeit vorbei ist, fängt sie für Martin Tschepe erst an. Je extremer, desto lieber ist es ihm. Nicht nur, dass er den ganzen Neckar und die zehn größten deutschen Seen durchschwommen hat - er krault auch durch Gletscherflüsse, die knapp unter null Grad kalt sind. Im Podcast erzählt er, wie es ist, in saukaltes Wasser zu steigen und warum er das überhaupt macht.

+++ Hier geht's zur Podcastfolge. +++

 

Die Folge mit dem verwaisten Vater

 Oft hilft die Natur, Trauer zu verarbeiten: Vor über 30 Jahren ist Norbert Nitsches Tochter am plötzlichen Kindstod gestorben.
Vor über 30 Jahren ist Norbert Nitsches Tochter am plötzlichen Kindstod gestorben. Heute steht er Menschen bei, die mit dem gleichen Schicksal konfrontiert sind. (Foto: Christoph Dierking)

Berührend und offen spricht Norbert Nitsche über seine Tochter Hannah, die mit nur sechs Monaten am plötzlichen Kindstod starb. Erst viele Jahre danach schaffte es ihr Vater, sich damit auseinander zu setzen. Nun begleitet er ehrenamtlich Eltern, die ebenfalls ein Kind verloren haben. Im Gespräch erzählt er von seinen Gefühlen und gibt Ratschläge, wie Freunde und Angehörige von Betroffenen helfen können, wenn die Worte fehlen. 

+++ Wer seine Geschichte hören möchte, kann das hier tun. +++

 

Die Folge über China: Überwachung, Technik und 5G

Diesmal ist ein Kollege zu Gast im Studio: Benjamin Wagener, der Leiter der Wirtschaftsredaktion der Schwäbischen Zeitung, war mit einer Delegation für eine Woche in China unterwegs und hat Einblicke in eine völlig andere Welt bekommen. Ein abgeschottetes und streng kontrolliertes Internet, kein Zugriff auf soziale Netzwerke, keine Kritik an der Regierung - China hat eine digitale Mauer um sich gebaut. Wagener erzählt von seinen Eindrücken und Recherchen.

 +++ Zur Episode geht es hier entlang.+++ 

 

Die Folge mit der Läuferin von der Schwäbischen Alb

 Alina Reh ist nicht nur als Läuferin unterwegs, sondern nun auch mit dem Fahrrad.
Die schnellste Frau auf der schwäbischen Alb: Alina Reh. (Foto: Michael Kappeler)

Alina Reh ist die schnellste Frau aus der Region: Sie rennt und rennt und rennt - nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa ganz weit vorne. Im Podcast erzählt sie, über ihr Training, Ernährung und Magersucht, über ihre Heimat - und über die erschreckenden Auswirkungen ihrer steigenden Prominenz. 

+++ Das ganze Gespräch hören Sie hier. +++

 

Die Folgen mit dem Anwalt der bösen Jungs

Rechtsanwalt Süleyman Yildirim aus Ravensburg.
Rechtsanwalt Süleyman Yildirim aus Ravensburg. (Foto: Archiv: Felix Kästle)

In dieser Doppelfolge ist Strafverteidiger Süleyman Yildirim zu Gast. Er übernimmt oft Fälle für Mandanten, die in einem Verfahren „die Bösen“ sind: ob ein junger Mann, der mit einem Messer drei Kontrahenten niederstach oder das Opfer eines Autobomben-Anschlags, das selbst kein unbeschriebenes Blatt ist. Er spricht über Moral, über Gut und Böse und warum er Mörder verteidigt, aber keine Vergewaltiger.

+++Zum ersten Teil des Gesprächs geht es hier.+++ 

+++ Den zweiten Teil kann man hier anhören.+++ 

 

Die Folge mit dem schwulen Kirchenexperten

Jürgen Hohl geht heute zwar offen mit seiner Homosexualität um, aber er erinnert sich auch noch deutlich an die Koversionstherap
Jürgen Hohl geht heute zwar offen mit seiner Homosexualität um, aber er erinnert sich auch noch deutlich an die Koversionstherapie: „Ich habe mich gefühlt wie Dreck.“ (Foto: Michael Scheyer)

Blutritt, Krippen, Fasnet und Trachten: Kaum jemand kennt sich mit der Historie Oberschwabens so gut aus wie Jürgen Hohl. Jahrzehntelang hat er sich mit Bräuchen und Traditionen in Weingarten beschäftigt und ist zum Experten geworden. Dabei hätte er allen Grund gehabt, seine Heimat zu hassen. Denn es gab Menschen, die ihn hassten - weil er homosexuell ist. Im Podcast erzählt er von seiner schweren Jugend, davon wie er beschimpft und gedemütigt wurde, warum er seine Heimat verließ und - warum er zurückkehrte.

+++ Hier ist seine Geschichte zum Nachhören. +++

 

Die Folge über den bösen Wolf

Wolf
Ein Wolf in einem Gehege. (Foto: Swen Pförtner / DPA)

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Claudia Hospach, Schäferin aus Inneringen im Landkreis Sigmaringen, hat gehörigen Respekt vor der Rückkehr des Raubtiers. Denn sie weiß, wie es ihren Kollegen im Osten der Republik bereits geht, die ganze Rudel in der nahen Umgebung haben. Doch nicht der Wolf, der in Baden-Württemberg noch vereinzelt auftritt, ist ihr eigentliches Problem, sondern die Politik. Sie erzählt im Podcast von ihren Sorgen und ihrem Ärger, über das Abschießen von Wölfen und warum sie bei allem Frust trotzdem nicht ans Aufgeben ihres Berufs denkt. 

+++ Hier ist die Folge mit der Schäferin zu hören. +++

 

Die Folge mit dem tierlieben Metzger

Metzger und Fleischsommelier Philipp Sontag aus Kißlegg. (Foto: Erich Nyffenegger)

Philipp Sontag ist Metzger und Fleischsommelier. Über den schlechten Ruf, den sein Handwerk hat, ärgert er sich nicht einfach - er widerspricht. Er nimmt Kritiker ernst. Er beschäftigt sich mit den Tieren, die er tötet: Sontag erklärt, warum sie manchmal stundenlang zucken, nachdem sie geschlachtet wurden. Er weiß, dass Schweine im Stall keine Empathie für ihren toten Artgenossen empfinden, sondern ihn anknabbern. Und: Er sagt Dinge, die untypisch für einen Metzger sind, über Ethik und Klimaschutz, Vegetarismus und Veganismus. 

+++ Zum Podcast mit dem Metzger bitte hier klicken. +++

 

Die Folge über die Gefahren durch 5G

Institut für Technikfolgenabschätzung - ITAS
Armin Grunwald leitet das Institut für Technikfolgenabschätzung. (Foto: Anne Behrendt/ITAS)

Wenn es um schnelleres Internet durch den 5G-Ausbau geht, sind viele Fragen offen - vor allem die nach der Gefahr, die das neue Netz bedeuten könnte. Doch was sagen diese Tests über Wirkungen auf den Menschen aus? Armin Grunwald aus Karlsruhe berät den Bundestag in Technikfragen, ist Physiker und Professor für Philosophie - und er übt massive Kritik daran, wie das Thema bisher in Deutschland angegangen wurde.

+++ Was er zu sagen hat, ist hier zu hören. +++ 

 

Die Folge über die erste Mondlandung

Albert Zaglauer von Airbus Defence & Space. (Foto: privat)

Zum 50. Jahrestag der ersten Mondlandung war ein Mann im Studio zu Gast, der sich noch daran erinnert, wie er diesen Moment im Fernsehen sah - und der sich seit Jahrzehnten damit beschäftigt, wie der Mensch im All unterwegs ist. Albert Zaglauer von Airbus Defence and Space reagiert auf die Argumente von Verschwörungstheoretikern, spricht über außerirdisches Leben und die Frage, wann der Mensch zum Mars reist.

+++Hier geht's zur Folge mit seinen Antworten. +++

 

Die Folge über die unglückliche Kindheit der Rechten

Renz-Polster in seinem Bücherzimmer
Herbert Renz-Polster aus Vogt sagt: Wer eine schlechte Kindheit hatte, fühlt sich dem Autoritarismus hingezogen und wählt eher rechtspopulistisch. (Foto: Philipp Richter)

Eine der Folgen, die im Jahr 2019 besonders großes Interesse geweckt hat, war die These des Kinderarzts Herbert Renz-Polster. Er ist sich sicher, dass Kinder in autoritären Elternhäusern unbewusst abspeichern, dass es nur eine Chance auf Stärke gibt: indem sie sich einem anderen unterordnen. Im Gespräch geht es um die "Bannerträger" der rechtspopulistischen Parteien, um die Frage, warum gerade Männer mittleren Alters und Menschen in den ostdeutschen Bundesländern eher für Rechtspopulismus offen sind und um die Frage, ob alle Rechtspopulisten und Nazis eine unglückliche Kindheit hatten.

+++ Zur Episode mit Renz-Polster geht es hier +++

 

Die Folge mit dem Gespräch unter Kollegen

Politikredakteur Sebastian Heinrich erzählt im Podcast, wie er zum Politiknerd wurde und wie es ist, als rothaariger Deutscher seine Jugend in Italien zu verbringen. (Foto: Daniel Drescher)

Wer sind eigentlich die Menschen am Mikrofon von Schwäbische.de? In einer Spezialfolge lernen die Hörer den Politikredakteur und "Steile These"-Gastgeber Sebastian Heinrich besser kennen. Er  erzählt unter anderem von seiner Jugend als rothaariger Deutscher in Süditalien und von den besten und schlechtesten Interviews seines Lebens. Und er erinnert sich an das Ereignis, das in ihm das Interesse an Politik weckte, als er gerade mal acht Jahre alt war.  

+++ Wer ihn besser kennenlernen möchte, kann das durch einen Klick auf diesen Link tun. +++

 

Die Folge mit dem Weltkriegszeitzeugen

Weltkriegs-Zeitzeuge Heinz Zimmermann aus Friedrichshafen. (Foto: David Weinert)

Heinz Zimmermann aus Friedrichshafen war 15 Jahre alt, als er im Zweiten Weltkrieg dabei helfen musste, feindliche Flugzeuge abzuwehren. In der Bombennacht vom 27. auf den 28. April 1944, als fast 300 Flugzeuge Friedrichshafen mit 1200 Tonnen Bomben buchstäblich in Schutt und Asche legten, musste er zusehen, wie seine Heimatstadt in Flammen aufging. In dieser Folge von "Sag's Pauly" erzählt er, wie er als Kind und Jugendlicher den Krieg erlebte und berichtet, was ihm durch den Kopf geht, wenn er die rechten Strömungen in Deutschland wahrnimmt.

+++ Hier geht es zu den Erzählungen von Heinz Zimmermann im Originalton +++

 

Die Folge über die Zeppeline

Zeppeline am Himmel: Für die Menschen am See ein alltägliches Bild, für andere eine kleine Sensation. (Foto: Archiv)

Am Bodensee gehören sie zu jedem Sonnentag, für die meisten Menschen in Deutschland ist es aber eine Sensation, sie in der Luft zu sehen: Zeppeline. Die Flugschiffe waren die Geburtshelfer für noch heute bedeutsame Konzerne, darunter ZF und Rolls Royce Power Systems. Doch wie kam es überhaupt dazu? Was trieb Graf Zeppelin an, dieses Fluggerät zu entwickeln - trotz jeder Menge Probleme ? Barbara Waibel leitet das Archiv im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen und spricht im Podcast darüber, wie luxuriös die Menschen bei der Weltumfahrung im Luftschiff untergebracht waren und welche Rolle die Zeppeline in den Weltkriegen spielten. Und sie berichtet, was über den Brand des wohl berühmtesten aller Zeppeline, die "Hindenburg", bekannt ist.

+++ Zur Episode über die Zeppeline geht es hier entlang. +++

 

Die Folge mit der Ärztin ohne Grenzen

Nicht verzweifeln, sondern anpacken: Das ist die Devise der Medizinerin Amy Neumann-Volmer, die den Vorstandsvorsitz der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen übernommen hat. (Foto: Archiv: Roland Rasemann)

Amy Neumann-Volmer, Allgemeinärztin aus Amtzell im Allgäu, arbeitet seit Jahren für Ärzte ohne Grenzen. Seit Juli 2019 ist sie Vorstandsvorsitzende der deutschen Sektion. Die 62-Jährige spricht im Podcast über ihre Einsätze, über Angst, Gefahren und Kriminalisierung, über Spenden und darüber, warum sie zwar mit sehr kleinem Gepäck in die Projekte reist, aber dennoch Käse einpackt.

+++ Das Gespräch mit Amy Neumann-Volmer ist hier zu hören. +++ 

 

Die Folge mit dem Extrembergsteiger

Thomas Lämmle drei Tage nach der Besteigung des Mount Everest ohne Zusatzsauerstoff (Everest im Hintergrund).
Thomas Lämmle drei Tage nach der Besteigung des Mount Everest ohne Zusatzsauerstoff (Everest im Hintergrund). (Foto: privat)

Thomas Lämmle ist Höhenbergsteiger aus der Region, der ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne Sherpa auf den Mount Everest und andere 8000er gestiegen ist. Im Podcast erklärt er, warum er das Klettern allein weniger gefährlich findet als im Team, warum Sauerstoff nicht für die Lunge, sondern für die Füße entscheidend ist und wie es sich anfühlt, mit dem Gleitschirm vom Kilimanjaro  zu fliegen. Er spricht über Massentourismus am Mount Everest, über schlechtes Wetter und darüber, was es mit ihm gemacht hat, buchstäblich über Leichen zu gehen.

+++ Die Episode mit Thomas Lämmle gibt es hier. +++

 

Die Folge mit der Landwirtin des Jahres

Frau steht auf einem weitläufigen Feld
Die erste Landwirtin des Jahres: Linda Kelly in einem ihrer Lupinenfelder. (Foto: Timo Jaworr / Timo Jaworr/dlv)

Sie ist die erste Landwirtin des Jahres: Linda Kelly aus Herdwangen im Landkreis Sigmaringen hat den Sieg in der Kategorie "Unternehmerinnen" und anschließend den Gesamtsieg errungen. Im Podcast erzählt die 36-Jährige von ihrer Entscheidung, mit Süßlupinen-Produkten ein weiteres Standbein zur Biolandwirtschaft aufzubauen, wie sie mit ihren Eltern und ihrem Mann gemeinsam den Hof betreibt und wie sich die Landwirtschaft wandelt.

+++ Wer wissen möchte, wie Linda Kelly die Rolle der Frau in der Landwirtschaft heute sieht, klickt hier. +++

 

Die Folge mit Ost und West

Ina Schultz aus Hohentengen, gebürtige Thüringerin, spricht im Podcast über ihre Kindheit im Osten und ihr Leben nach der Wende. (Foto: Andrea Pauly)

Als die Mauer fiel und ihr Land plötzlich nicht mehr existierte, war Ina Schultz - damals noch Odersky - ein Kind. Sie lebte in Ilmenau in Thüringen, ging in die fünfte Klasse, hatte gerade das rote Tuch der Pioniere bekommen und begonnen, Russisch zu lernen. Plötzlich hatte das alles keine Bedeutung mehr. Die gebürtige Thüringerin kam mit ihrem ersten Mann in den Westen, der bei der Bundeswehr in Sigmaringen stationiert war. Damals war sie gerade 20 Jahre alt. Im Podcast spricht die Hohentengenerin über ihre Vergangenheit, von ihrer Kindheit in Thüringen und von der gefühlten Bedeutungslosigkeit, die vor allem die Generation ihrer Eltern nach der Wende beschäftigte. Sie liest aus ihren Zeugnissen vor, erzählt vom Rennschlittensport und überlegt, welche Aspekte ihrer ostdeutschen Vergangenheit sie ihren Kindern mit auf den Weg gibt. Außerdem kommt Bertram Henn zu Wort: Er ging 1993 von Trossingen in den Osten.

+++ Zur Episode über Ost und West bitte hier entlang. +++

 

Die Folge mit den Blasmusikern und Hip-Hoppern

Die Hutter-Brüder Martin (links) und Julian. (Foto: pr)

"Blasmusik: Das ist was für Bierzelte, Festumzüge und Seniorennachmittage" - Julian und Martin Hutter verdrehen die Augen, wenn sie das hören. Denn sie sind mit einer ganz anderen Einstellung groß geworden: Blasmusik, das ist auch Jazz, Funk und Big-Band-Sound. Ihr Vater Ernst Hutter leitet die berühmten Egerländer Musikanten. Julian und Martin spielen selbst auch Instrumente, genau wie ihr Bruder Stephan. Sie erzählen im Podcast von ihrem berühmten Vater, vom Erwartungsdruck auf der Bühne, warum sich Hip-Hop und Blasmusik nicht ausschließen, welche peinlichen Momente sie mit schon erlebt haben und wie sie es finden, wenn ihre Musik als verstaubt bezeichnet wird.  

+++ Zur Folge mit den Söhnen des berühmten Musikers geht es hier. +++

 

Die Folge mit dem Bodyguard von Muhammad Ali

Michael Stahl aus Bopfingen ist Personenschützer und Buchautor mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. (Foto: Andrea Pauly)

Eine Kindheit, geprägt von der Arbeitslosigkeit, Armut und Alkoholsucht des Vaters, von Schmähungen und Scham vor Klassenkameraden und Nachbarn. Obdachlosigkeit. Eine zerstörte Ehe. Das Versagen als junger Vater. Ein Autounfall, der das Leben seiner Familie für immer veränderte. Ein Herzinfarkt. Aber auch: beruflicher Erfolg. Rampenlicht. Die Erfüllung eines Kindheitstraums. Die Arbeit als Bodyguard für den Weltklasse-Boxer Muhammad Ali. Die Liebe seines Lebens. Versöhnungen und Vergeben nach Jahrzehnten. Und gleich mehrere göttliche Zeichen, die ihm das Leben retteten. Michael Stahl erzählt seine Geschichte, schonungslos und offen. 

+++ Für die Episode über diese bewegende Lebensgeschichte bitte hier klicken. +++

 

Die Folge mit Gabriel, der früher Eva hieß

Gabriel Hofmann aus Bad Waldsee spricht über seine Erfahrungen als Transsexueller.
Gabriel Hofmann aus Bad Waldsee spricht über seine Erfahrungen als Transsexueller. (Foto: Oliver Hofmann)

Gabriel Hofmann hatte in seiner gesamten Jugend ein Problem mit seinem Körper. Sein Körper entsprach nicht seiner Identität - doch damals wusste er das noch nicht. "In der Pubertät wurde es ein Leidensweg", sagt er heute rückblickend. "Mein Körper war der größte Feind für mich." Depressionen und Magersucht waren die Folge. Das ganze Leben war Chaos für ihn. Auch als Gabriel Hofmann - damals noch als Eva - beruflich und persönlich ein stabiles Umfeld fand, besserte sich sein Verhältnis zu sich selbst nicht vollständig.  Wie er herausfand, dass er transsexuell ist, über seine Gefühle und die Angleichung seines Körpers an seine Identität als Mann, über Hormone, Reaktionen, Freundschaften und was seine Transsexualität für seine Ehe bedeutete, erzählt er offen und sehr persönlich im Podcast.  

Wer hören möchte, wie Gabriel von seinem Leben und seinen Erfahrungen erzählt, klickt hier. 

Der Podcast "Sag's Pauly" ist ein Interviewformat zum Hören. Er ist auf Schwäbische.de/sagspauly sowie auf Spotify, Deezer und allen gängigen Podcast-Apps zu hören, alle zwei Wochen im Wechsel mit dem Politik-Format "Steile These".

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