Schmalegg wird in absehbarer Zeit keine Ganztagsschule bekommen

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Schule macht mit Betreuung noch mehr Spaß. Das Foto entstand bei der Einschulungsfeier 2012 in der Grundschule Schmalegg. (Foto: Wynrich Zlomke/SZ-Archiv)

Auch an der Grundschule Schmalegg wünschen sich Eltern eine Ausweitung der Betreuungszeiten. Bislang ist im Rahmen der verlässlichen Grundschule nur eine Betreuung von 7 Uhr bis zum Beginn der zweiten Unterrichtsstunde und bis maximal 14 Uhr im Rahmen der verlässlichen Grundschule möglich. Der Bildungs- und Sozialausschuss des Ravensburger Gemeinderats stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, vom kommenden Schuljahr an an zwei Tagen eine flexible Nachmittagsbetreuung bis 16.30 Uhr anzubieten. Allerdings gibt es dort nur Platz für maximal elf Kinder. Berufstätige Eltern sollten also entsprechenden Bedarf bald anmelden.

Bereits jetzt haben drei bis zwölf Familien bei einer vom städtischen Amt für Schule, Jugend und Sport gestarteten Umfrage Bedarf für weitergehend Betreuung bis 16.30 Uhr bekundet. Dies ist aus Sicht der Schulleitung und von Ortsvorsteherin Manuela Hugger auch deshalb nötig, weil der Schmalegger Kindergarten ebenfalls an zwei Nachmittagen (Montag und Mittwoch) diese Zeiten abdeckt und die Eltern ihre Berufstätigkeit danach ausgerichtet hätten.

Eile ist aus Sicht der Stadt geboten, weil sich mit den geplanten Ausbau von Grundschulen zu Ganztagsschulen die Vorgaben des Landes und vor allem die Finanzierung ändert. Bislang wird das von der Stadt als Schulträger ermöglichte Angebot an Grundschulen wie Hort und flexible Nachmittagsbetreuung vom Land bezuschusst. Dabei soll es beim bestehenden Angebot bleiben, doch eine Ausweitung der Hortbetreuung wird nicht mitfinanziert. Statt dessen setzt das Land im noch zu verabschiedenden Schulgesetz auf den Ausbau der Ganztagsschulen.

Allerdings rechnet das städtische Schulamt nicht damit, dass die Grundschule Schmalegg in absehbarer Zeit zur Ganztagsschule wird. Aktuell gibt es 63 Schüler in Klasse 1 bis 4. Davon müssten sich 25 Schülerinnen und Schüler für einen Ganztagsbetrieb an mindestens drei Tagen anmelden, um den vom Land vorgegebenen Rahmenbedingungen zu entsprechen. Das wird nach Einschätzung der Schulleitung nicht der Fall sein. Deshalb soll schon zum nächsten Schuljahr wenigstens das flexible Betreuungsangebot am Montag und Mittwoch auf 16.30 Uhr ausgeweitet werden. Das kostet die Stadt rund 14000 Euro zusätzlich im Jahr. Und damit kann noch der Landeszuschuss gesichert werden. Elternbeiträge decken nur rund 20 Prozent der Kosten.

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