Schadstoffe: Ravensburg muss sauberer werden

Lesedauer: 3 Min

Ravensburg hat ein großes Problem mit der Schadstoffbelastung. Der Ausschuss für Umwelt und Technik befasst sich am Mittwoch da
Ravensburg hat ein großes Problem mit der Schadstoffbelastung. Der Ausschuss für Umwelt und Technik befasst sich am Mittwoch damit, was die Stadt dagegen tun kann. (Foto: Ulrich Perrey/dpa)
Jasmin Bühler
Crossmediale Redakteurin

Seit Monaten ist die Schadstoffbelastung in Ravensburg erhöht – vor allem entlang der viel befahrenen Schussenstraße. Der Anteil von Stickstoffdioxid in der Luft liegt beständig über dem zulässigen Grenzwert. Daher muss die Stadt nun innerhalb von zwei Jahren einen Luftreinhalteplan erarbeiten und dem Regierungspräsidium (RP) Tübingen Maßnahmen vorschlagen, mithilfe derer sie die Schadstoffbelastung reduzieren will. Wie solch ein Maßnahmenpaket aussehen könnte, wird der städtische Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) heute, Mittwoch, beraten.

Verschiedene Vorschläge hat die Stadt bereits ausgearbeitet. Dazu gehören unter anderem: den öffentlichen Personennahverkehr auszubauen, den Radverkehr zu fördern, Elektromobilität auszubauen sowie Verkehrsbeschränkungen und -verbote zu verhängen. Im Jahr 2018 wird das RP den Luftreinhalteplan voraussichtlich verabschieden.

Zum Hintergrund: Die amtlichen Luftmessungen, die das ganze Jahr 2016 über in Ravensburg vorgenommen wurden, ergaben eine erhebliche Schadstoffbelastung an allen Messpunkten. Beim Stickstoffdioxid sind die Grenzwerte im Jahresmittel um rund 20 Prozent überschritten. Europaweit gilt bei diesem Gas ein Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Daher kommt die Stadt Ravensburg um einen Luftreinhalteplan nicht herum. Dieser Plan basiert auf EU-Recht. Er soll gewährleisten, dass von der Europäischen Union festgelegte Grenzwerte für Luftschadstoffe auch eingehalten werden.

Abgesehen vom Luftreinhalteplan stehen auf der Tagesordnung des AUT noch folgende Punkte: Bebauungsplan „Kammerbrühl“, Baugesuch für Bürogebäude mit Kantine, Ausstellungs- und Sitzungsräume sowie Parkplatz, vorhabenbezogener Bebauungsplan „Goetheplatz 8-10“ und städtebaulicher Wettbewerb „Rinker-Areal“. Die öffentliche Sitzung beginnt gegen 17 Uhr im Sitzungssaal des Technischen Rathauses, Salamanderweg 22.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen