Schön spielen? Maierhöfen will lieber gewinnen

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 Der TSV Meckenbeuren (rechts Markus Wörner) erwartet den SV Maierhöfen-Grünenbach. Der SV Fronhofen (links Florian Haßler) muss
Der TSV Meckenbeuren (rechts Markus Wörner) erwartet den SV Maierhöfen-Grünenbach. Der SV Fronhofen (links Florian Haßler) muss zur SG Kißlegg. (Foto: Klaus Eichler)
Klaus Eichler

Im Fupa-Spiel der Woche erwartet der TSV Meckenbeuren am elften Spieltag der Fußball-Bezirksliga den SV Maierhöfen-Grünenbach. Der SV Mochenwangen muss zum Tabellenführer SV Beuren. Der Tabellenletzte SG Kißlegg empfängt den SV Fronhofen. Alle Spiele finde am Sonntag (15 Uhr) statt.

„Wir sind in einer schwierigen Situation. Wir hinken der Saison wieder hinterher“, sagt Florian Meffert vom SV Maierhöfen-Grünenbach vor der Begegnung beim TSV Meckenbeuren. „Trainer und Spieler merkt man den Druck an“, sagt Meffert nach einem Punkt aus vier Spielen. Meffert fordert ein Ende der Schönspielerei: „Man muss nicht immer die bessere Mannschaft sein.“ Zu viele Gegentore und zu wenig getroffen, „gegen Meckenbeuren müssen wir den Ball schneller vors Tor bringen“. Der TSV steht zwar im Mittelfeld der Tabelle, „aber die hinter uns punkten kontinuierlich“, sagt Trainer Kevin Blaser. „Wir haben gute Spiele abgeliefert, aber zu viele einfache Tore kassiert und unnötig Punkte liegen lassen.“ Die Mannschaft habe sich nach den personellen Veränderungen zu Beginn der Saison gefunden. Blaser erwartet gegen Maierhöfen ein schweres Spiel. „Für mich ist der TSV schwierig einzuschätzen“, meint Meffert. Besonders aufpassen müsse seine Mannschaft auf Nikolas Bochno, der schon sieben Mal getroffen hat. Bei Standards gelte es, Manuel Müller in Schach zu halten.

Der SV Beuren stürzte am vergangenen Spieltag Tabellenführer Heimenkirch und holte sich die Tabellenspitze. „Ob es eine Momentaufnahme ist, wird man sehen“, sagt Trainer Patrick Mayer, „wir nehmen aber die Position des Führenden gerne mit.“ Acht Siege aus zehn Spielen kann keiner derzeit vorweisen. „Wir haben einen Lauf, können aber die Situation sehr wohl einschätzen.“ Gegen den SV Mochenwangen wolle man die Tabellenführung behaupten, „aber es wird eine schwere Kiste“, weiß Mayer, „Mochenwangen gehört zu den unangenehmsten Gegnern der Liga“, wo Coach Patrick Hehn wieder auf Torjäger Andi Spieß bauen kann. „So langsam kehrt der ein oder andere Spieler wieder zurück.“ Mochenwangen steht hinten drin, „aber wir kennen die Gründe“, sagt Hehn.

„Mund abwischen und weiter geht’s“, sagt Daniel Feistle vom TSV Heimenkirch nach der Niederlage gegen den SV Beuren und dem Absturz von Tabellenplatz eins auf fünf, die schlechteste Platzierung seit dem Abstieg aus der Landesliga. Der TSV muss zum SV Kressbronn.

Der SV Seibranz, der weiter mit wechselnden Ergebnissen aufwartet, bekommt es mit Tabellennachbar SV Achberg zu tun, der seit fünf Spieltagen auf einen Dreier wartet.

Vor der Begegnung gegen Aufsteiger TSV Ratzenried will Trainer Rolf Weiland vom VfL Brochenzell nichts von Trendwende wissen. „aber seit der knappen Niederlage in Eschach sind wir auf einem guten Weg“. Neun Punkte aus vier Spielen, „ausschlaggebend war immer eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagt Weiland, „aber die Kurve haben wir noch lange nicht genommen“. Ratzenried hat sich ein Polster erarbeitet. „Wir haben aber gegen Achberg nicht die beste Leistung abgerufen“, sagt Trainer Markus Steidle. Mit einem Sonntagsschuss habe man sich noch spät belohnt. Das sei eben der Unterschied, wenn man oben steht. Der VfL ist für Steidle ein unbeschriebenes Blatt: „Aber wir haben das nötige Selbstvertrauen und fahren nicht chancenlos da hin.“

Kann der FC Leutkirch nochmals vorne angreifen? „Damit will ich mich gar nicht beschäftigen“, sagt Trainer Bruno Müller, „es sind viele Mannschaften vor uns, die Qualität aber haben wir.“ Für Müller ist wichtig, dass sich sein Team stabilisiert. Gegen Aufsteiger TSG Bad Wurzach müsse die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt. „Mir fehlt manchmal der absolute Siegeswille“, beklagt TSG-Trainer Roman Hofgärtner, und: „Woche für Woche spielt eine andere Formation. Wir können nicht unendlich nachladen. “Außerdem habe sein Team Probleme mit dem Tempo der Liga.

Wohin steuert die SG Kißlegg, die nach fünf Heimpleiten einen sechsten Anlauf nimmt, um endlich den ersten Heimsieg einzufahren. Keine leichte Aufgabe gegen den Tabellenvierten SV Fronhofen, der von fünf Auswärtsspielen nur eines verloren hat. „Wir sind endgültig in der Liga angekommen“, sagt Fronhofens Coach Gerhard Schmitz, „die Truppe hat sich weiterentwickelt.“

Aufsteiger SV Bergatreute liefert konstant gute Spiele ab, musste sich zuletzt aber dem SV Fronhofen knapp geschlagen geben, trotzdem war Trainer Norbert Badstuber zufrieden. Jetzt geht es gegen den Tabellenzweiten TSV Eschach.

Zum Kreis der im eigenen Stadion noch punktlosen Mannschaften zählt auch die SG Argental. Die sieben Punkte wurden alle in der Fremde geholt. Allerdings hängen beim Tabellendritten SV Oberzell die Trauben hoch.

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