Sanierung der Gymnasien wird 4,7 Millionen teurer

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Das AEG-/Spohngymnasium in Ravensburg. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Generalsanierung des AEG-/Spohngymnasiums rückt näher. Am Mittwoch stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik sowie des Bildungs- und Sozialausschusses der Stadt Ravensburg bei einer gemeinsamen Sitzung in der Schulmensa einstimmig der Vorentwurfsplanung zur Generalsanierung des ältesten und größten Gebäudes des Schulcampus im Grundsatz zu. Sie billigten damit auch die Erhöhung des Gesamtkostenvolumens um 4,7 Millionen auf 16,7 Millionen Euro, die durch eine Erweiterung des Sanierungsumfangs „um zwingende zusätzliche Maßnahmen“ begründet sei, sagt Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp. Bereits am 19. März 2012 hatte der Gemeinderat die Verwaltung in einem Grundsatzbeschluss mit der Generalsanierung des AEG-/Spohngymnasiums beauftragt. Damals wurde für die Schulsanierungsmaßnahme ein Gesamtkostenrahmen in Höhe von zwölf Millionen Euro festgelegt.

Die Kompletterneuerung des in den Jahren 1912 bis 1914 erbauten Schulgebäudes sei für die Stadt eine der größten Baumaßnahmen und ein klares Bekenntnis zum Schulstandort Ravensburg, betonte Rapp. Der Zustand des Gebäudes mit seinen 42 Klassenzimmern lasse einen Sanierungsaufschub nicht zu. Diese Einschätzung teilten auch die Ausschussmitglieder über alle Fraktionen hinweg. Bei einer Vorortbesichtigungstour konnten sie sich von der Notwendigkeit einer Generalsanierung überzeugen. „Da hat sich ja gar nichts verändert, seit ich vor Jahrzehnten hier zur Schule gegangenen bin“, wurden einige Stimmen laut.

Fenster werden ausgetauscht

Zu den erheblichen Sanierungsmehrkosten sei es durch eine erneute Begutachtung in den Bereichen Statik, Baukonstruktion, Unfall- und Brandschutz sowie Schadstoffe gekommen, berichtete Karlheinz Beck, Leiter des Amtes für Schule, Jugend, Sport. Ein Abgleich mit den Schulraumrichtlinien sei erfolgt. Demnach wird es entgegen der früheren Planung unter anderem zusätzliche Toiletten für Schüler, Lehrer und Behinderte geben. Der Vorentwurf sieht durch die Nachrüstung zweier Aufzüge Barrierefreiheit vor. Fachraumklassen werden neu geordnet und zusammengeführt, die Haustechnik wird ergänzt und erneuert.

Darüber hinaus sind ein Komplettaustausch der Fenster sowie Nachrüstungen im Bereich Sonnenschutz vorgesehen und die Außenfassade des Gebäudes soll saniert werden. Auch der Austausch der alten Kreidetafeln gegen weiße Tafeln ist vorgesehen.

Die Sanierungsmaßnahme soll in vier Bauabschnitten erfolgen und bis spätestens 2020 abgeschlossen sein. Erste Baumaßnahmen sind nach Planung, Baugenehmigung und Vergabe in den Sommerferien 2014 vorgesehen. Die Bauzeitplanung, so Beck, berücksichtige die Belange des schulischen Betriebs. Temporäre Auslagerungen von Räumen und Klassen würden detailliert mit der Schule abgestimmt. Eine Projektgruppe mit Vertretern aus Fachämtern und Planungsbeteiligten, den Schulleitungen sowie Eltern- und Schülervertreter beider Schulen wirkte bereits bei dem Vorplanungsentwurf mit. Eine solche Projektgruppe soll den Sanierungsprozess weiterhin begleiten.

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