Rekordergebnis bei „Helfen bringt Freude“: mehr als eine halbe Million Euro Spenden

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Kurt Sabathil, Geschäftsführer von Schwäbisch Media, bei seiner Rede auf dem Neujahrsempfang im Ravensburger Medienhaus.
Kurt Sabathil, Geschäftsführer von Schwäbisch Media, bei seiner Rede auf dem Neujahrsempfang im Ravensburger Medienhaus. (Foto: Felix Kaestle)
Chefreporter Ulm und Alb-Donau

Mit einem eindringlichen Appell, die europäische Idee zu stärken, hat sich der Geschäftsführer von Schwäbisch Media, Kurt Sabathil, am Donnerstagabend rund 250 Gäste des Neujahrsempfangs im Ravensburger Medienhaus gewandt. Sabathil erinnerte daran, dass das „Projekt Europa“ dem Kontinent über 70 Jahre Frieden gebracht habe. 2019, im Jahr der Europa-Wahlen, „müssen wir für Europa kämpfen“, sagte er.

Während des Empfangs gab der Chefredakteur der „Schwäbischen Zeitung“, Hendrik Groth, auch das Ergebnis der diesjährigen Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ bekannt: Mit 526 733,31 Euro haben die Leser der Zeitung einen neuen Spendenrekord aufgestellt.

Der Neujahrsempfang bei Schwäbisch Media hat sich in den vergangenen Jahren zum gesellschaftlichen Jahresauftakt in Oberschwaben entwickelt. Am Donnerstagabend war mit dem aus Zollernalbkreis stammenden Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU) ein Mitglied der Bundesregierung nach Ravensburg gekommen, viele Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und Abgeordnete gaben sich ebenso ein Stelldichein wie Repräsentanten aus Wirtschaft, Gesellschaft, Kirchen und Sport.

Ihnen rief Geschäftsführer Saba-thil auch seine Forderung nach einem „fairen Ausgleich zwischen den Besitzenden und Besitzlosen, zwischen digital und nicht-digital Ausgebildeten“ zu. Seine Forderung: „Ein bedingungsloses Grundeinkommen darf bei den Überlegungen zu den neuen Rahmenbedingungen kein Tabu mehr sein.“ Im Blick auf die Region sieht Sabathil erheblichen Nachholbedarf beim Ausbau der digitalen Infrastruktur: „Wir müssen alles daransetzen, dass der neue Standard 5G zügig und flächendeckend bei uns umgesetzt wird.“ Aber die Bevölkerung müsse mitziehen, eine positive Einstellung zu mehr Sendeanlagen in unserer Region entwickeln. Denn: „Ohne Sendemasten keine digitalen Autobahnen.“

Freude über Spendenbereitschaft

Der Tag des Neujahrsempfang bei Schwäbisch Media bietet auch stets den Anlass um das Ergebnis der Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ bekannt zu geben. Seit fünf Jahren bittet die „Schwäbische Zeitung“ ihre Leser um Spenden. Bisher sind 1,94 Millionen Euro eingegangen. Mit dem starken Ergebnis von 526 733,31 Euro, über das Chefredakteur Hendrik Groth berichtete, wurde das Vorjahresergebnis von gut 427 000 Euro deutlich übertroffen: „Wir danken allen Leserinnen und Lesern, die sich beteiligt haben, für ihr Engagement“, sagte Groth, „5585 Spenderinnen und Spender haben wahre Solidarität bewiesen.“

Rekordergebnis bei Weihnachtsspendenaktion
250 geladene Gäste sind Donnerstag Abend der Einladung zum Neujahrsempfang von Schwäbisch.Media gefolgt. Traditionell wird dort auch immer das Ergebnis der Weihnachtsspendenaktion der Schwäbischen Zeitung verkündet. Und das kann sich wirklich sehen lassen.

Aus den Spendengeldern fließen jeweils 3000 Euro an 81 lokale Initiativen im Verbreitungsgebiet der „Schwäbischen Zeitung“, die Projekte in aller Welt unterstützen. Beispielsweise engagieren sich Biberacher Ehrenamtliche und Schüler für indische Kinder, die noch in Steinbrüchen schuften: Sie können bald zur Schule gehen.

Die Gelder für das zentrale Projekt kommen jesidischen Flüchtlingen in zwei Flüchtlingscamps im Nordirak zugute: Hier sollen bald Schulbusse rollen und Gewächshäuser aufgestellt werden.

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