Ravensburger Schüler sammeln Praxiserfahrung auf der Grünen Insel

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Nora Kneer

Ohne Eltern beinahe 2000 Kilometer entfernt von zu Hause leben, eine fremde Sprache sprechen und in einem Praktikum ganz neue Aufgaben übernehmen - für Lea Göser und 80 weitere Schüler der Humpis-Schule in Ravensburg war das drei Wochen lang die Realität. Mit der Unterstützung des „Erasmus+“-Förderprogramms der Europäischen Union sind die Schüler für ein Auslandspraktikum nach Irland gereist und haben Berufserfahrung gesammelt, ihr Englisch verbessert und eine neue Kultur kennengelernt. Göser erzählt von ihrer Zeit in der Hauptstadt Irlands.

Vielschichtige Stadt

Erlebt habe sie viel, von Museen und Guinness-Verkostungen über Schiffsbesichtigungen und Schlossführungen bis hin zum Nachtleben in den Pubs von Dublin. Anfangs sei ihr die Orientierung in der Großstadt mit beinahe 600 000 Einwohnern noch schwergefallen. Die Stadt sei schwer zu beschreiben, dafür seien die verschiedenen Stadtteile zu unterschiedlich und das Gesamtbild zu vielschichtig.

Die Schüler hatten alle verschiedene Praktikumsstellen: „Von Blumenläden, über Second-Hand-Shops und verschiedenen Cafés und Restaurants, bis hin zu neu gegründete Start-Ups“. Göser war in einer Model- und Schauspielagentur. Dort durfte sie verschiedene Aufgaben übernehmen, zum Beispiel Daten der Klienten verwalten, mit Kunden telefonieren und bei den Fotoshootings dabei sein. Dabei habe sie gelernt, mit Zeitdruck umzugehen und flexibel zu arbeiten. Das sei besonders bei spontanen Aufträgen wichtig.

Tagesausflüge über die Insel

Untergebracht waren die Schüler mindestens zu zweit in Gastfamilien. Gösers Familie habe zwar etwas außerhalb gelebt, aber das habe sie nicht gestört. „Ich habe während der Busfahrt in die Stadt viele verschiedene Viertel zu Gesicht bekommen“, erzählt sie. An den Wochenenden haben die Schüler auf Ausflügen einen Einblick in die vielseitige Landschaft bekommen. „Ein Fischerdorf, die weltbekannten Klippen auf der Westseite der Insel, ein altes Schloss mit botanischem Garten, eine Fahrt durch die Felder Irlands und vieles mehr“.

Auch von der Kultur der Iren habe sie einen Eindruck bekommen. Da die Schüler über den Oktober in Irland waren, habe sie zum Beispiel miterlebt, wie in Dublin Halloween gefeiert wird. Ein buntes Treiben aus Kostümen, selbst auf der Arbeit und im Restaurant, habe da geherrscht. „Die Leute dort wissen wirklich was es heißt, richtig zu feiern.“

Besseres Englisch trotz irischem Akzent

Einen starken Kulturschock habe sie nicht erlebt, Probleme seien nur wegen dem irischen Akzent aufgetreten. In ihrer Gastfamilie habe sie einige Male Verständigungsschwierigkeiten gehabt. Dennoch haben sich alle kleinen Probleme schnell klären lassen und sie habe im Alltag auf Englisch viel gelernt. Für Göser waren die Erfahrungen im Ausland beeindruckend: „Die gesamte Insel Irland hat mich mit ihrem Charme und dem Flair dort verzaubert“, sagt sie.

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