Ravensburger Projekte werden ausgezeichnet

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Schwäbische Zeitung

Zwei Ravensburger Projekte haben am Montag die Auszeichnung „Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ erhalten. Ausgezeichnet wurden die „Biodiversitätsstrategie des Landkreises Ravensburg“ sowie die „Bürgerkampagne Blühende Gärten“, das hat die Pressestelle UN-Dekade Biologische Vielfalt mitgeteilt. Mit dem Siegel werden Projekte ausgezeichnet, die sich in beispielhafter Weise für die biologische Vielfalt einsetzen.

Umweltminister Franz Untersteller würdigte die Projekte in einer Videobotschaft. UN-Dekade-Botschafterin Sarah Wiener sprach zum Thema „Was wäre, wenn Bienen nicht wären“. Landrat Harald Sievers und Peter Aulmann von der Elobau-Stiftung haben die Auszeichnungen entgegengenommen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Videokonferenz.

Seit 2019 hat der Landkreis Ravensburg eine eigene Biodiversitätsstrategie, die gemeinsam mit Unternehmen, Landwirten, Naturschützern, Schulen und Vereinen umgesetzt wird. Sie trägt dazu bei, die biologische Vielfalt im zweitgrößten Landkreis Baden-Württembergs zu erhalten und zu fördern. Ziel der Strategie ist, wichtige Flächen ökologisch aufzuwerten, ein Netzwerk aus blühenden Flächen und naturnahen Landschaftsstrukturen zu entwickeln sowie die Bürger zu beteiligen. Dafür arbeitet der Landkreis mit zahlreichen Akteuren zusammen. Finanzielle Unterstützung kommt von der Kreissparkasse Ravensburg und der Elobau-Stiftung.

Ein Projekt ist die „Bürgerkampagne Blühende Gärten“, die zusammen mit der Elobau-Stiftung umgesetzt wird. Sie mobilisiert Bürger durch Informationsveranstaltungen und mit kostenlosen Saatgut-Tütchen, ihre Gärten naturnaher zu gestalten. Im Frühjahr 2019 wurden innerhalb von zwei Monaten 3700 Saatgut-Tütchen verteilt. In vielen Gärten des Kreises entstanden neue insektenfreundliche, blühende Biotope. Zu den weiteren Aktivitäten der Biodiversitätsstrategie gehören die Förderung von naturnahen Firmengeländen und ein Ackerblühstreifen-Projekt. An letzterem haben sich bereits 130 landwirtschaftliche Betriebe beteiligt und rund 70 Hektar Blühflächen geschaffen.

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Zusätzlich zum regulären Wettbewerb zeichnet die UN-Dekade im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ auch vorbildliche Projekte aus, die das soziale Miteinander fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

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