Ravensburger Molldietunnel kann geplant werden

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Der Molldietetunnel soll bis 2030 angefangen werden.
Der Molldietetunnel soll bis 2030 angefangen werden. (Foto: Archiv)

Der Ravensburger Molldietetunnel kann geplant werden: Im Bundesverkehrswegeplan, den das Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedet hat, steht das Großprojekt bei den neuen Vorhaben im „vordringlichen Bedarf“.

Der Molldietetunnel ist damit eines von insgesamt 137 Straßenbauvorhaben in Baden-Württemberg, die es in diese Kategorie geschafft haben. Die Finanzierung zumindest bis 2030 ist dadurch gesichert. Die Kosten werden auf 108 Millionen Euro (Stand heute) geschätzt.

Der etwa 3,6 Kilometer lange Tunnel würde zwischen Knollengraben und Ravensburg beginnen, durch den Veitsberg stoßen und in Weißenau wieder herauskommen: am Gartenbaucenter Wiggenhauser in Höhe des jetzigen Walls zwischen Kaufland und Möbelhaus Rundel. Etwa in Höhe des Park-and- Ride-Parkplatzes läge der Zubringer zur B30 Süd.

Die große Frage ist nun, wie schnell das Großprojekt realisiert werden kann. Das hängt maßgeblich von der Planung ab. Regionalverbands-Direktor Wilfried Franke und die Ravensburger Stadtverwaltung rechnen mit acht bis zehn Jahren Planungsdauer. Danach könnte mit dem Bau begonnen werden, der weitere vier bis fünf Jahre dauern dürfte. Gibt es Klagen gegen das Vorhaben, könnte es weitere Verzögerungen geben.

Für die Planung sind die Länder verantwortlich. Der Molldietetunnel ist Aufgabe des Regierungspräsidiums Tübingen. Derzeit herrscht dort Personalmangel.

Im „vordringlichen Bedarf“ stehen auch die Ortsumfahrungen Gaibeuren und Enzisreute sowie die Bundesstraße Eschach bis Friedrichshafen.

Der Bundesverkehrswegeplan muss jetzt noch vom Bundestag verabschiedet werden.

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