Ravensburger Händlerin wird mit Buchhandlungspreis geehrt

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 Gehört ab sofort zu den Gewinnern des Deutschen Buchhandlungspreises: Anna Rahm mit Büchern unterwegs aus Ravensburg.
Gehört ab sofort zu den Gewinnern des Deutschen Buchhandlungspreises: Anna Rahm mit Büchern unterwegs aus Ravensburg. (Foto: oh)
Deutsche Presse-Agentur
Schwäbische Zeitung

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat 118 unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am Mittwochabend in Kassel gingen die drei ersten Preise, die jeweils mit 25 000 Euro dotiert sind, an die Buchhandlungen Lessing und Kompanie aus Chemnitz, Klaus Bittner aus Köln sowie Krumulus aus Berlin.

Buchhandlungen aus Essen, Detmold, Stuttgart, Hamburg und Regensburg wurden zudem mit einer Prämie von 15 000 Euro ausgezeichnet. Preise in Höhe von 7000 Euro gingen an 100 Buchläden in ganz Deutschland, darunter sind auch die Buchhandlung Mahr in Langenau (Alb-Donau-Kreis), Anna Rahm mit Büchern unterwegs in Ravensburg und die Kulturbuchhandlung Jastram in Ulm. Alle Preisträger dürfen ein Gütesiegel tragen.


Die Kressbronnerin Anna Rahm kennt jedes Werk in ihrem Fachgeschäft in Ravensburg – nun freut sie sich über die Nominierung für
Die Kressbronnerin Anna Rahm kennt jedes Werk in ihrem Fachgeschäft in Ravensburg – nun freut sie sich über die Nominierung für den Deutschen Buchhandlungspreis. (Foto: Angelika Banzhaf)

„Mit ihrer großartigen Arbeit und ihrer Begeisterung für die Welt der Bücher sorgen die Buchhändlerinnen und Buchhändler dafür, dass es auch abseits der Bestsellerlisten Aufmerksamkeit gibt für außergewöhnliche Geschichten, für ungehörte und unerhörte Stimmen, für neue Perspektiven“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Kassel. Die prämierten Buchläden seien wichtige Wegmarken der deutschen Kulturlandschaft, betonte die Staatsministerin.

Mit dem Preis werden kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen geehrt, die ein anspruchsvolles Sortiment und/oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm oder innovative Geschäftsmodelle verfolgen beziehungsweise sich in der Lese- und Literaturförderung für Kinder und Jugendliche engagieren. Der Preis wird seit 2015 in verschiedenen Kategorien verliehen. „Wir wenden uns damit auch gegen die Degradierung des Kulturguts Buch zur bloßen Handelsware und zum Konsumgut“, erklärte die Ministerin.

Die Jury unter Vorsitz der Literaturkritikerin Sandra Kegel („Frankfurter Allgemeine Zeitung“) hatte die prämierten Buchläden aus 434 Bewerbungen für die diesjährige Preisverleihung ausgewählt. Partner des von der Kulturstaatsministerin vergebenen Preises sind die Kurt-Wolff-Stiftung (Leipzig) und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

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