Ravensburger Händler klagen: Nur wenige Kunden in kleinen Gassen

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 Das Modegeschäft Breitengrad in der Rosenstraße schließt, Koller und Co. zwei Häuser weiter macht ebenfalls zu. Die Betreiberin
Das Modegeschäft Breitengrad in der Rosenstraße schließt, Koller und Co. zwei Häuser weiter macht ebenfalls zu. Die Betreiberin des Schokoladens gegenüber sucht einen Nachfolger. (Foto: Lena Müssigmann)

Stadt will Bauantrag für Pinselstriche

Kleine Einzelhändler beklagen, dass die sie allerlei Gebühren an die Stadt Ravensburg zahlen müssen. Thomas Haberland erlebt aktuell einen beispielhaften Fall. Das Bauordnungsamt informierte ihn Ende März, dass es sich bei den Schriftzügen „mmmhh...“ und „bei Thomas“, die er nach eigenen Angaben vor rund vier Jahren mit Pinsel und Farbe an die Hauswand gemalt hat, um Werbeanlagen handle, für die er eine Baugenehmigung brauche. Er könne die Schriftzüge entfernen, ansonsten sei „ein Bauantrag mit Plänen, Beschreibungen, Fotos usw. entsprechend der Verfahrensverordnung bei uns einzureichen“, heißt es in einem Schreiben der Stadt, das der SZ vorliegt. Andernfalls werde man den Erlass einer kostenpflichtigen Verfügung prüfen. Für den Verwaltungsaufwand, der durch die Kontrolle und das zitierte Schreiben an Haberland entstanden sind, verlangt die Stadt 50 Euro von dem Einzelhändler. (len)

Betroffen sind vor allem Läden in der Rosen- und der Adlerstraße. Betreiber erheben auch Vorwürfe an die Stadt.

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Stadt will Bauantrag für Pinselstriche

Kleine Einzelhändler beklagen, dass die sie allerlei Gebühren an die Stadt Ravensburg zahlen müssen. Thomas Haberland erlebt aktuell einen beispielhaften Fall. Das Bauordnungsamt informierte ihn Ende März, dass es sich bei den Schriftzügen „mmmhh...“ und „bei Thomas“, die er nach eigenen Angaben vor rund vier Jahren mit Pinsel und Farbe an die Hauswand gemalt hat, um Werbeanlagen handle, für die er eine Baugenehmigung brauche. Er könne die Schriftzüge entfernen, ansonsten sei „ein Bauantrag mit Plänen, Beschreibungen, Fotos usw. entsprechend der Verfahrensverordnung bei uns einzureichen“, heißt es in einem Schreiben der Stadt, das der SZ vorliegt. Andernfalls werde man den Erlass einer kostenpflichtigen Verfügung prüfen. Für den Verwaltungsaufwand, der durch die Kontrolle und das zitierte Schreiben an Haberland entstanden sind, verlangt die Stadt 50 Euro von dem Einzelhändler. (len)

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