Ravensburger freuen sich über ihr „neues Wahrzeichen“

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Schwäbische Zeitung

Gut 6000 Museen gibt es in Deutschland, darunter seit Freitag ein weiteres, das in Ravensburg steht. Die Eröffnung des Kunstmuseums an der Burgstraße ist für Kultur-Staatsminister Bernd Neumann dennoch „ein in der Republik einzigartiges Ereignis“. Ihr Bekenntnis zur Kultur – „in Serie“ - in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrisen habe der Stadt ein „wunderbares neues Wahrzeichen“ beschert, sagte Neumann in seiner Festrede.

Das vierte Museum in vier Jahren hat Ravensburg mit 150 geladenen Gästen am Freitag offiziell einweihen können. Die Frage, ob sich Kommunen, Länder und der Bund eine umfangreiche kulturelle Infrastruktur weiterhin leisten können, beantwortete Bernd Neumann mit einem dreifachen „Ja“. „Unsere Identität ist mehr als Ökonomie“, so der Gast aus Berlin, der Museen für die „Schatzkammern unserer Identität“ hält. Entgegen der landläufigen Meinung seien sie zudem populär: 14 Millionen Menschen besuchten jedes Jahr ein Spiel der Fußball-Bundesliga, 110 Millionen ein Museum. Neumann reagierte damit auch auf Kritik vom Bund der Steuerzahler am lange wegen der Kosten umstrittenen Ravensburger Kunstmuseum: „Mit Einsparungen in der Kultur lassen sich keine Haushalte sanieren, aber Streichungen richten einen großen Flurschaden an.“ Kultur verdiene um ihrer selbst Willen jede Unterstützung, sei aber längst auch ein harter Standortfaktor für Kommunen. Neumanns Botschaft deshalb am Freitag an den Rest des Landes: „Macht es wie die Ravensburger, setzt noch eins drauf.“

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