Ravensburger Bahnhofsumfeld soll attraktiver werden

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 So könnte der neue Ravensburger Bahnhof (rechts) aussehen. Das ist zumindest der Vorschlag des Siegers beim städtischen Ideenw
So könnte der neue Ravensburger Bahnhof (rechts) aussehen. Das ist zumindest der Vorschlag des Siegers beim städtischen Ideenwettbewerb für dieses Areal. Die Idee: Das Bahnhofsgebäude wird höher, aber schmaler. Das Gebäude würde nach diesem Entwurf ein weites Vordach erhalten, das bis über die Fußgängerunterführung hinaus reicht. (Foto: Grafik: Stadt Ravensburg)
stellv. Redaktionsleiter

Die Arbeiten des Ideenwettbewerbs sind Vorschläge für eine mögliche Bebauung, keine entgültige Planung. Sie sind auf der städtischen Homepage www.ravensburg.de einsehbar.

In einem Ideenwettbewerb hat die Stadt Ravensburg Vorschläge erarbeiten lassen, wie das Bahnhofsumfeld attraktiver gestaltet werden könnte. Die Ergebnisse stellte sie in dieser Woche in einer Bürgerinformation vor. Das Interesse war verhalten. Dabei gibt es durchaus spannende Ideen für die Aufwertung des Bahnhofareals.

Grundgedanke des Wettbewerbs war die Schaffung einer attraktiven Entréesituation am Ravensburger Bahnhof; gleichzeitig sollte die jenseits der Gleise gelegene und bisher kaum wahrgenommene Schussen an die Stadt angebunden und als Freizeitbereich erlebbar gemacht werden.

Die Architekten und Landschaftsplaner – insgesamt wurden zehn Vorschläge eingereicht – befassten sich mit einem rund viereinhalb Hektar großen Areal. Dieses umfasst folgende Bereiche:

Bahnhof, Bahnhofsvorplatz, Zufahrtbereich und die südlich angrenzenden Flächen (Straße und Parkplätze): Hier ging es unter anderem um die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Frage, ob der alte Bahnhof erhalten oder abgerissen wird sowie die Anordnung von Parkmöglichkeiten.

Gleiskörper nördlich des Bahnhofs mit Escher-Wyss-Querung und Unterführung: Hier war die Vorgabe, eine zweite Querung der Bahntrasse nördlich des Bahnhofs zu planen.

Bereich zwischen Gleisen und Schussen: Dieser Bereich sollte neu gestaltet und aufgewertet werden, unter anderem durch eine Neuordnung der Stellplätze.

Schussen: Hier wurden von den Planern Vorschläge erwartet, wie die Schussen besser zugänglich und visuell erlebbar gemacht werden kann – und wie man den Uferbereich als Aufenthaltsort nutzen kann.

Die Ergebnisse der Planungsbüros fielen ganz unterschiedlich aus. Ein Entwurf sieht mehrere massive Baukörper vor, ein anderer einen „Schussenturm“ mit Gastronomie und Gewerbe, auch der alte Eschersteg taucht wieder auf: Entweder in Form des historischen Bauwerks oder als moderner Neubau.

Am besten gefiel dem Preisgericht ein Entwurf, der das alte Bahnhofsgebäude abbrechen und durch einen siebenstöckigen Neubau ersetzen will. Das neue Gebäude soll kürzer sein als das jetzige, sodass in Richtung ein überdachter Vorplatz ensteht, der sich in Richtung Süden eines neuen viergeschossigen Parkhauses zieht.

Auf der anderen Seite der Gleise würden die Planer die Escher-Wyss-Straße direkt an die Bahnlinie verlegen, um Platz für einen Park an der Schussen zu schaffen, und zwar mit einem kreuzungsfreien und gefahrlosen Zugang zum Ufer, wo der Entwurf eine großzügige Stufenanlage zum Wasser vorsieht. Im Norden und Süden der Grünanlage sind ein Kaffeehaus und ein Bürogebäude angedacht.

Auf einen neuen oder alten Eschersteg verzichten die Gewinner des Ideenwettbewerbs. Sie setzen stattdessen auf eine zweite Unterführung nördlich des Bahnhofs.

Die Arbeiten des Ideenwettbewerbs sind Vorschläge für eine mögliche Bebauung, keine entgültige Planung. Sie sind auf der städtischen Homepage www.ravensburg.de einsehbar.

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