Ravensburg zahlt Lehrgeld gegen Steinheim

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Eine klare Heimniederlage kassierten die Ravensburg Rams (Niklas Bruder) in der Landesliga gegen den TV Steinheim.
Eine klare Heimniederlage kassierten die Ravensburg Rams (Niklas Bruder) in der Landesliga gegen den TV Steinheim. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung
Maximilian Kroh

Im Nachholspiel der Handball-Landesliga hat sich der TSB Ravensburg eine deutliche Niederlage eingefangen. Gegen den Tabellensechsten TV Steinheim kassierte Ravensburg eine 25:34-Klatsche und scheiterte dabei vor allem an seiner schlechten Chancenverwertung.

„Wir müssen mit der Niederlage leben“, sagte TSB-Trainer Levente Farkas. „Allerdings liegen zwischen den beiden Mannschaften sicher keine neun Tore.“ In der nervösen Anfangsphase mit vielen Unsicherheiten auf beiden Seiten hielt Ravensburg noch gut mit, nach acht Minuten stand es 4:4. Die Gäste zeigten ein kreislastiges Angriffsspiel, spielten zu Beginn sogar mit zwei Kreisläufern. Ravensburg gelang es gut, die Abwehr der Gäste herauszulocken und sich so Räume zu verschaffen. Ole Gohmann und Dominik Hensel warfen in der zehnten Minute eine 6:4-Führung heraus. Dann machte der TSB drei Fehler und lag drei Minuten nach der Führung 6:7 zurück.

Probleme in der Abwehr

Kurz darauf gerieten die Ravensburger in doppelte Unterzahl, überstanden diese aber mit nur einem Gegentreffer. Simon Schmiedel vergab einen Siebenmeter, auf der Gegenseite parierte Joachim Neff aber stark. Steinheims Abwehr stabilisierte sich am Kreis, ließ sich nicht mehr so herauslocken und Ravensburg fehlten Coolness und Konzentration. Auch eine doppelte Überzahl für die Rams brachte nichts ein außer ein Gegentor zum 7:12. In der Abwehr fanden die Ravensburger körperlich keine Mittel, den stämmigen Kreisläufer Jan Philipp Terbeck zu halten. In der 22. Minute nahm Farkas beim Stand von 8:14 bereits seine zweite Auszeit. Viel änderte sich nicht, auch weil beim TSB die Abschlüsse nicht saßen. In die Halbzeit ging es mit 9:18. „Mich hat die Art und Weise gestört, wie wir verteidigt haben“, meinte Farkas. „Unsere Abwehr war nicht wurfarmorientiert, unsere Unterbrechungen kamen zu spät.“

Defensiv klappte es in der zweiten Hälfte besser. „Unsere offensive 3-3-Abwehr hat gut funktioniert“, meinte Farkas. „Die Mannschaft hat defensiv das umgesetzt, was wir in der Pause besprochen haben.“ Die Ravensburger offenbarten allerdings Schwächen im Abschluss, die Angriffe wirkten kompliziert und mutlos. Erst in der 36. Minute gelang Simon Schmiedel der erste Treffer im zweiten Durchgang zum 10:21. Steinheim präsentierte sich im Abschluss effizient, Ravensburg hatte vor allem über die Außen große Probleme, den Ball am großen TVS-Torhüter Paul Dommer vorbeizubringen. Dommer verkürzte mit seinem Körper geschickt die Winkel, Ravensburg fand kein Mittel dagegen. „Im Zweikampf gegen einen solchen Torhüter ist es immer Konzentrationssache“, ärgerte sich Farkas. „Die Konzentration hat ein bisschen gefehlt.“

In der Schlussviertelstunde ließ sich Ravensburg zwar nicht mehr so auf die Außen drängen, nahm sich aber selbst alle Chancen. Ravensburg fehlten Abschlussglück und Ruhe, so blieb es beim 25:34. „Klar ist: Steinheim spielt nicht in unserer Liga. Sie sind vorne dabei, wir spielen gegen den Abstieg“, meinte Farkas. „Die zweite Halbzeit war in Ordnung, wir ziehen unsere Schlüsse und werden daraus lernen.“

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