„Ravensburg spielt“ soll digitaler werden

Lesedauer: 4 Min
„Ravensburg spielt“ soll sich verändern und dadurch auch für Jugendliche attraktiver werden.
„Ravensburg spielt“ soll sich verändern und dadurch auch für Jugendliche attraktiver werden. (Foto: Felix Kästle)
Redaktionsleiter

Bei „Ravensburg spielt“ wird sich einiges verändern: Im 31. Jahr ihres Bestehens soll die Ravensburger Großveranstaltung modernisiert und weiterentwickelt werden. Der Prozess soll allerdings ohne radikalen Schnitt und in mehreren Schritten vorangetrieben werden. Am Montag diskutiert der Bildungs- und Kulturausschuss des Gemeinderates erstmals das neue Konzept, das die Rottweiler Agentur „Trendfactory“ erabeitet hat (16 Uhr, Großer Sitzungssaal des Rathauses).

Wie die „Schwäbische Zeitung“ berichtete, soll das Spielefest vor allem für Jugendliche attraktiver werden. Dazu passt, dass künftig das digitale Spielen eine stärkere Rolle spielen wird. Das Image Ravensburgs als „Stadt der Spiele“ soll damit weiter aufpoliert werden und jährlich Familien aus einem noch weiteren Umkreis als bislang in die Innenstadt locken. „Ravensburg spielt“ sei ein „Leuchtturm im Kulturkonzept der Stadt“, aber einer, „der viel leuchtender sein könnte“, glaubt Ravensburgs Erster Bürgermeister Simon Blümcke.

Das gemeinsame Spielen, das „Mitmachen“, soll als Stärke der Veranstaltung beibehalten werden. Auch „Ankerpunkte“ wie das Kärrelesrennen und der Viehathlon werden nicht abgeschafft. Anspruch des neuen Konzeptes ist aber, vor allem eine Verbindung von analogem und digitalem Spielen zu schaffen. „Ravensburg spielt“ habe sich zwar zunehmend zu einem Fest entwickelt, bei dem sich Eltern, Kinder und Großeltern wohlfühlen. Doch habe man auf der anderen Seite Jugendliche immer weniger erreicht, lautet die Analyse. Das liege daran, dass das Fest im Bereich Technologie und Computerspiele zu wenig mit der Zeit gegangen sei. Die Bestandsaufnahme des Kulturamts: „Neuere Formen des Spiels sind zu wenig präsent.“ Es brauche „unbedingt neue Impulse“. 23500 Euro stehen für zündende Ideen bereit.

Mit Gerold Häring hatte nach dem Jubiläum 2018 der Mann aufgehört, der in den vergangenen 15 Jahren für die Organisation von „Ravensburg spielt“ zuständig war. Abgesehen von diesem Generationswechsel und der inhaltlichen Neuausrichtung wird es auch immer schwieriger, freiwillige ehrenamtliche Helfer für das Fest zu bekommen. Probleme machen zudem die Finanzen.

„Ravensburg spielt“ findet traditionell am letzten Wochenende der Sommerferien statt. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 60 Spielstationen in der Innenstadt – auf dem gesamten Marienplatz, im Hirschgraben, in der Kirch- und Herrenstraße sowie auf dem Holzmarkt.

Der Bildungs- und Kulturausschuss beschäftigt sich am Montag mit weiteren Themen. Unter anderem geht es um die Musikschule, das Stadtorchester und die Medien-Entwicklungsplanung an den Grundschulen. Der Streetworker der Arkade wird außerdem einen Tätigkeitsbericht geben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen