Ravensburg ist „Digitale Zukunftskommune@bw“

Lesedauer: 4 Min
Bei der Preisverleihung in Stuttgart trafen Carola Grabherr (Projektteam Hauptamt Ravensburg) und Ralph Pohl (interner Digitalis
Bei der Preisverleihung in Stuttgart trafen Carola Grabherr (Projektteam Hauptamt Ravensburg) und Ralph Pohl (interner Digitalisierungsbeauftragter der Stadt Ravensburg) auch auf Innenminister Thomas Strobl (rechts). (Foto: Stadt)
Schwäbische Zeitung

Das Land hat im vergangenen Jahr den Wettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw“ gestartet, um die Digitalisierung in den Kommunen und Landkreisen weiter voranzubringen. Die Stadt Ravensburg hatte sich mit dem Projekt „digital@rv – Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie“ beworben. Bei der Preisverleihung im Innenministerium ist Ravensburg jetzt mit 50 weiteren Kommunen und fünf Großprojekten ausgezeichnet worden. Die Förderung für das in den nächsten zehn Monaten abzuwickelnde Projekt beläuft sich auf 40 000 Euro.

Die zu erstellende Digitalisierungsstrategie soll laut Mitteilung der Stadt die bessere (digitale) Vernetzung und den Abgleich der bereits laufenden sowie geplanten Digitalisierungsaktivitäten unterstützen. Mit dem Projekt „digital@rv“ solle das Ziel verfolgt werden, die Rolle Ravensburgs als innovatives und dynamisches Oberzentrum zu stärken und die Vorbildfunktion für die gesamte Region weiter zu befördern. Ebenso solle der Standort Ravensburg für die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft gesichert und die Attraktivität des Wohnens und Lebens in der Stadt weiter ausgebaut werden.

Höhere Lebensqualität durch Digitalisierung

Im Mittelpunkt der Digitalisierungsoffensive stehen laut Mitteilung vorrangig die Bürger, die durch den Einsatz moderner und intuitiv bedienbarer digitaler Technologien eine Verbesserung der Lebensqualität verspüren sollen. Gleichzeitig solle das Digitalisierungsprojekt zum praktischen Mitmachen ermutigen und Nährboden für kreative Entwicklungen und innovative Geschäftsmodelle sein. Außerdem sollen die digitalen Dienste explizit auch diejenigen Personen aktivieren, die bisweilen nicht oder nur selten an Kommunalpolitik und Kommunalentwicklung beteiligt sind.

Das Projekt „digital@rv“ wird auf ersten innovativen Ansätzen innerhalb der Stadtverwaltung Ravensburg fußen. Allen voran sei die Beteiligung der Stadt als Pilotkommune zur Entwicklung von Standardprozessen für das landesweite Portal service-bw.de hervorzuheben, heißt es. Als zentraler Bestandteil des Vorhabens wird im Rahmen eines Teilprojekts die Modernisierung der Stadtverwaltung inklusive des Ausbaus von E-Government-Diensten fokussiert. Weitere Teilprojekte beschäftigen sich mit den Themenfeldern Bildung, Wirtschaft und Handel sowie Gesundheit und Pflege. Auch die Bereiche Stadtentwicklung, Mobilität und Energie sowie Breitbandinfrastruktur seien aufgrund aktueller ortsspezifischer Herausforderungen als separate Teilprojekte definiert worden.

Die Beteiligung der Ravensburger Bürger soll auf der Basis des Stadtentwicklungskonzepts „Ravensburg 2030“ weitergestaltet werden. In das Projekt eingebunden werden auch zahlreiche Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft. Zudem werden alle Sieger des Landeswettbewerbs wissenschaftlich vom Fraunhofer-Institut begleitet.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen