Ravensburg holt Ndriqim Halili

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Ndriqim Halili spielte für den VfB Stuttgart in der Jugend, jetzt kehrte er zu seinem Heimatverein FV Ravensburg zurück.
Ndriqim Halili spielte für den VfB Stuttgart in der Jugend, jetzt kehrte er zu seinem Heimatverein FV Ravensburg zurück. (Foto: Alexander Tutschner/Archiv)
Maxi Kroh

Völlig überraschend hat der FV Ravensburg kurz vor dem 1:0-Sieg über die Neckarsulmer Sport-Union im Fußball-Verbandspokal am Mittwoch seinen ehemaligen Jugendspieler Ndriqim Halili verpflichtet. Nun steht am Samstag um 15.30 Uhr das nächste Heimspiel in der Fußball-Oberliga gegen den SV Sandhausen II an.

„Wir haben Ndriqim am Wochenende zu uns geholt“, sagte FV-Trainer Wolfram Eitel. Halilis Vertrag beim albanischen Erstligisten FK Kukësi war nicht verlängert worden und es sei sein Wunsch gewesen, wieder in die Heimat zurückzukehren. „Rahman Soyudogru stand am Mittwoch aus familiären Gründen nicht zur Verfügung, alle Spieler haben zuletzt sehr viel gespielt und Ndriqim hat am Dienstag im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, begründete Eitel seine Entscheidung, den Stürmer bei dessen Comeback gleich in die Startelf zu stellen. „Er hat uns mit seiner Spritzigkeit und seinem Offensivdrang enorm geholfen.“

Halili, der als riesiges Talent galt, war 2007 als B-Jugendlicher vom FV zum VfB Stuttgart gewechselt, bei dem er bis 2012 spielte. Anfang 2013 wechselte der in der Zwischenzeit Vereinslose in die zweite Mannschaft des Hamburger SV, wo sein Vertrag im Juli 2014 ebenfalls auslief. Im Januar 2015 ging es für den Deutsch-Albaner zum FK Kukësi nach Albanien. Dort spielte er noch im August in der Europa-League-Qualifikation gegen Legia Warschau. Nun kehrt Halili zu seinem einstigen Jugendverein FV Ravensburg zurück.

Wenige Gedanken um Gegner

Für den FV geht es am Samstag im Ligaalltag weiter. Gegner ist die zweite Mannschaft des SV Sandhausen, die furios mit einem 8:0-Sieg über Germania Friedrichstal in die Saison startete, momentan mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 11:8 aber nur auf Tabellenplatz elf rangiert. Für den FV ist dennoch Achtung geboten, denn den zweiten Saisonsieg holte die Zweitliga-Reserve beim Karlsruher SC II, der den FV mit 3:1 besiegte.

„Sie sind sehr schwierig einzuschätzen, im Prinzip stehen bei Sandhausen immer unterschiedliche Mannschaften auf dem Platz. Es kann immer sein, dass da viele Zweitligaspieler mitspielen, gerade jetzt, wo die Zweite Liga Länderspielpause hat“, warnt der FV-Coach. Man mache sich deswegen gar nicht viele Gedanken um den Gegner, sondern versuche, selber wieder ein besseres Spiel abzuliefern als noch am Mittwoch im Pokal. „In Neckarsulm war es ein glücklicher, aber nicht unverdienter Arbeitssieg. Ich denke, wir hatten über 90 Minuten die klareren Torchancen. Ich habe der Mannschaft aber mit Blick auf das Spiel gegen Sandhausen gesagt, dass das Glück jetzt aufgebraucht ist“, so Eitel.

Bis auf die langzeitverletzten Harun Toprak und Ralf Heimgartner, den gesperrten Moritz Jeggle und Axel Maucher, der weiter Leistenprobleme hat, stehen Eitel alle Spieler zur Verfügung. Haris Mesic wird am Freitag bei der U 23 im Tor stehen. Rotationen seien Eitel zufolge weiter möglich, „wer den frischesten Eindruck macht, spielt“. Der Trainer ist sich sicher: „Wir werden wieder eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen.“

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