Rams landen „Big Point“ im Abstiegskampf

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Überlegen: Christian Herter (am Ball) und seine Ravensburger Handballer schlagen die HSG Friedrichshafen-Fischbach.
Überlegen: Christian Herter (am Ball) und seine Ravensburger Handballer schlagen die HSG Friedrichshafen-Fischbach. (Foto: Alexander Hoth AH Sportgrafie alex_hoth@hotmail.com)
Schwäbische Zeitung

Der TSB Ravensburg hat sich im Saisonendspurt der Handball-Landesliga eine richtig gute Ausgangsposition auf den Klassenerhalt erkämpft. Beim knappen 23:22-Erfolg im Kellerduell bei der HSG Friedrichshafen-Fischbach I überstanden die Rams auch kritische Phasen und hatten in Eric Sangry einen bärenstarken Rückhalt zwischen den Pfosten.

Dieser war von TSB-Chefcoach Levente Farkas noch in der Anfangsphase für Joachim Neff ins Ravensburger Gehäuse geschickt worden und vereitelte – sehr zur Freude des zahlreich mitgereisten Anhangs – zahlreiche Großchancen der Hausherren, die drei Sekunden vor dem Abpfiff noch einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Diesen blockte die Abwehrmauer der Rams jedoch ab, sodass wenige Augenblicke später grenzenloser Jubel ausbrach. Und das nicht zu Unrecht, schließlich machte der neue Tabellenzehnte in der Summe vieles besser.

Insbesondere die Abschlussquote des TSB war deutlich höher als die des Häfler Schlusslichtes, das nun nur noch theoretische Chancen auf den Ligaverbleib hat. Dabei hatten die HSG-Handballer in einem total ausgeglichenen und hart umkämpften Lokalderby selbst mehrfach die Chance, sich etwas abzusetzen. Doch, es sollte anders kommen: So wie beispielsweise in der 17. Minute beim 6:4-Zwischenstand aus Sicht des Gastgebers, der drei Minuten später – auch aufgrund technischer Fehler und wichtigen Paraden von Sangry – den 6:6-Ausgleich kassierte. Zur Halbzeit führte Ravensburg mit 12:11, setzte sich dann in Minute 46 auf 19:17 ab und zwang die HSG-Verantwortlichen Rolf Nothelfer und Ingo Ortlieb zu einer Auszeit. Während die TSB-Fans „Auf geht’s Ravensburg, kämpfen und siegen!“ intonierten, machte sich im Fanlager des Gegners Ernüchterung breit. Es sollte zu dieser Partie und der mit ihr verbundenen Brisanz passen, dass in der 51. Minute plötzlich wieder Friedrichshafen-Fischbach die Nase vorne hatte – 20:19.

Starke Defensivarbeit

Die endgültige Entscheidung zugunsten der Gäste fiel dann vier Minuten vor der Schlusssirene, als der Kontrahent vom Bodensee mal wieder seinen Meister in Eric Sangry fand und zwei Treffer in Serie von Mario Geiß zum 20:22-Rückstand schluckte. Mit der nötigen Aggressivität und dank einer starken Defensivarbeit brachten die TSB-Handballer auch ohne Torgarant Simon Schmiedel den Vorsprung über die Zeit. Und das auch, weil Klemen Kotnik mit seinem Wurf in der Mauer der Rams hängen geblieben war. „Das war definitiv ein großer Schritt für uns, der uns auch aufgrund einer tollen Mannschaftsleistung gelungen ist“, sagte Günter Niederer, Sportlicher Leiter der Rams. Und die HSG FF? Die wird sich nun so langsam mit dem Gedanken anfreunden müssen, in der kommenden Saison wieder Bezirksligist zu sein. „Ich denke, dass es das für uns war in Sachen Klassenerhalt“, kommentierte Rolf Nothelfer: „Wir haben wieder zu wenig aus unseren Chancen gemacht und waren in engen Situationen nicht clever genug.“

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