Rams finden Kreisläufer in Wangen

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Trainer Levente Farkas (links) und der Sportliche Leiter Günter Niederer freuen sich über den Rams-Zugang Lukas Paul.
Trainer Levente Farkas (links) und der Sportliche Leiter Günter Niederer freuen sich über den Rams-Zugang Lukas Paul. (Foto: Thorsten Kern)
Sportredakteur

In der Schlussphase der Vorbereitung können sich die Ravensburg Rams doch noch über einen neuen Kreisläufer freuen. Weil Lukas Paul beim Handball-Württembergligisten MTG Wangen den Sprung in den Kader nicht schaffte, wechselte er zwei Wochen vor Saisonbeginn zum Landesligisten Ravensburg.

Während des größten Teils der Vorbereitung ging Lukas Paul davon aus, auch in der kommenden Saison das Trikot der MTG tragen zu können. „Zwei Wochen vor Saisonbeginn hatte ich mit so einer Nachricht nicht gerechnet“, gibt Paul zu. Doch der neue MTG-Trainer Gabriel Senciuc und der Sportliche Leiter Arno Uttenweiler teilten dem 21-Jährigen dann mit, dass er nur für die zweite Mannschaft eingeplant sei.

Das war das Glück der Rams. „Mit Günter Niederer hatte ich regelmäßig Kontakt“, sagt Paul. Der Sportliche Leiter der Ravenburger wollte den jungen Kreisläufer schon früher verpflichten. „Schade für ihn, ich hätte es ihm gegönnt, in Wangen in den Kader zu kommen“, sagt Niederer. „Aber natürlich bin ich sehr froh, dass wir ihn jetzt doch bekommen konnten.“

Denn auf der Position des Kreisläufers und auch in der Abwehr hatten die Rams akuten Handlungsbedarf. Eigentlich waren sich Niederer und Trainer Levente Farkas mit zwei Ungarn über einen Wechsel einig. Doch es folgten kurzfristige Absagen. „Das hat uns schon ein bisschen aus der Bahn geworfen“, sagt Niederer. „Wir haben uns zu sicher gefühlt und dann hat die Zeit gedrängt.“

Wichtig auch in der Abwehr

Seit Montag ist Lukas Paul im Training der Rams. „Er ist zwar erst 21 Jahre alt, hat aber schon Erfahrung in der Württembergliga“, sagt Farkas. „Er bringt uns weiter, er hat Qualitäten am Kreis, er kann im rechten Rückraum spielen und er wird uns auch in der Abwehr helfen.“ Lukas Paul soll Lukas Haefele ersetzen, der auf Weltreise ist. Zusammen mit seinen neuen Teamkollegen will Paul als erstes Ziel den Klassenerhalt in der Landesliga schaffen. Los geht es für die Rams am Samstag, 15. September, mit dem Derby in der Kuppelnauhalle gegen die TG Biberach. Farkas erwartet eine härtere Saison als im Vorjahr - wo der TSB erst ganz zum Schluss den Klassenerhalt perfekt machte. Der TSV Bad Saulgau stieg aus der Württembergliga ab, die Aufsteiger TSG Söflingen II, SG Bettringen und VfL Kirchheim bringen Qualität mit. „Aber ich will mich verbessern“, meint Farkas. „Mein Ziel ist Platz sieben oder acht.“

Paul will sich in der Saison „körperlich und charakterlich“ verbessern. Einen großen Vorteil hat sein Wechsel übrigens. Der 21-Jährige macht in Weingarten eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und wohnt in Baienfurt. Eine Rückkehr zur MTG ist dennoch möglich. „Schauen wir mal, was nach der Saison ist.“

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