Rams feiern wichtigen Sieg im Kellerduell

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Dank des Sieges gegen den TSV Bartenbach dürfen die Handballer des TSB Ravensburg (Torwart Joachim Neff) weiter auf den Klassen
Dank des Sieges gegen den TSV Bartenbach dürfen die Handballer des TSB Ravensburg (Torwart Joachim Neff) weiter auf den Klassenerhalt in der Landesliga hoffen. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung
Maximilian Kroh

TSB Ravensburg – TSV Bartenbach 33:29 (16:8) – TSB: Neff, Sangry, Merk; Langlois (6/2), Haefele (8), Bruder (5), Hensel (4), Frank (4), Geiß (3), Ober (1), Farkas (1), Müller (1), Schmiedel, Naumann, Gohmann.

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Die Handballer des TSB Ravensburg haben den Abstiegskrimi in der Landesliga gegen den TSV Bartenbach mit 33:29 gewonnen. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten die Ravensburger eine starke Leistung, waren klar die bessere Mannschaft. Für den Sieg zahlte der TSB aber einen hohen Preis: Simon Schmiedel verletzte sich bereits in der ersten Minute.

Schon nach etwa 30 Sekunden der Schock für Ravensburg: Beim ersten Wurf des Spiels verletzte sich Schmiedel, signalisierte sofort, dass es für ihn nicht weiterging. „Es ist irgendwas am Sprunggelenk, vermutlich an den Bändern“, sagte Co-Trainer Christian Herter nach Spielende. „Es sieht nicht besonders gut aus.“ Aller Voraussicht nach ist die Saison für Schmiedel gelaufen.

Ravensburg ließ sich von der Verletzung aber nicht beeindrucken, startete trotzdem extrem gut in die Partie. Bereits nach drei Minuten lag der TSB mit 4:1 in Führung. Die Gastgeber waren sehr aufmerksam, eroberten immer wieder den Ball im Spielaufbau Bartenbachs und trafen dann über schnelle Tempogegenstöße. „Wir wollten von Anfang an Vollgas geben, aufs Tempo drücken“, sagte Herter. „Das hat sehr gut geklappt und davon haben wir auch das ganze Spiel über profitiert.“ Bereits in der fünften Minute nahmen die Gäste eine Auszeit.

Anfangs klappt fast alles

Besser wurde es dadurch nicht. Keine Minute später hielt TSB-Torhüter Joachim Neff einen Siebenmeter von Andreas Rapp. Bei Ravensburg dagegen klappte beinahe alles, es war ein absoluter Traumstart. Nach elf Minuten stand es 8:3. Vor allem gegen die Tempogegenstöße fanden die Gäste überhaupt kein Mittel, zudem stand Ravensburgs Defensive extrem sicher. In der 18. Minute war der TSB auf 12:4 davongezogen, erst nach 20 Minuten nahmen die Rams das Tempo ein bisschen heraus. Bis dahin hatte Bartenbach überhaupt nicht ins Spiel gefunden, erst jetzt kam auch von den Gästen mehr – nach 22 Minuten verkürzte der TSV auf 7:12. In den Minuten vor der Pause kam von beiden Mannschaften ziemlich wenig, Ravensburg wirkte in manchen Aktionen fast schon etwas leichtsinnig. Mit dem Pausenpfiff warf Bartenbachs Sven Stadelmaier einen Siebenmeter an den Pfosten, mit 16:8 für Ravensburg ging es in die Pause.

Ravensburg ging nach einer Strafe für Niklas Bruder in Unterzahl in Durchgang zwei, verpatzte die Anfangsphase völlig. Nach fünf Minuten Spielzeit war Bartenbach auf 12:17 herangekommen, schwächte sich dann aber selbst: Nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe flog Timo Bofinger vom Platz. Trotzdem fiel unmittelbar danach das 14:17 – Bartenbach war wieder voll da, so schien es zumindest. Allerdings wachte auch Ravensburg jetzt wieder auf, Dominik Hensel und zweimal Lukas Haefele warfen bis zur 40. Minute wieder ein 20:14 heraus.

Julian Langlois wurde in der Mitte in Manndeckung genommen, dazu Schmiedels Verletzung, das bedeutete natürlich einen herben Qualitätsverlust. Trotzdem zeigte sich, dass Ravensburg am Samstag in der Kuppelnauhalle klar die bessere Mannschaft war und das Spiel nun wieder im Griff hatte. Niklas Bruder eröffnete die Schlussviertelstunde mit dem Treffer zum 24:17. Angeführt vom überragenden Kreisläufer Lukas Haefele ließ sich der TSB auch von einer doppelten Unterzahl nach Strafen gegen Maximilian Ober und Ole Gohmann nicht mehr beeindrucken.

Gute Ausgangsposition

Bartenbach versuchte nochmal alles, nahm in den Schlussminuten neben Langlois auch Claudius Frank in enge Manndeckung. So kamen die Gäste nochmal ein bisschen heran, am Ende siegte Ravensburg aber hochverdient mit 33:29 und hat nun vor den Spielen in Friedrichshafen und Lauterstein sowie gegen Brenz eine gute Ausgangsposition. „Niemand darf im Abstiegskampf ein Feuerwerk erwarten“, sagte Herter. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, den Sieg haben wir uns verdient.“

TSB Ravensburg – TSV Bartenbach 33:29 (16:8) – TSB: Neff, Sangry, Merk; Langlois (6/2), Haefele (8), Bruder (5), Hensel (4), Frank (4), Geiß (3), Ober (1), Farkas (1), Müller (1), Schmiedel, Naumann, Gohmann.

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