Radler bekommen ihren Leistungsstand schwarz auf weiß

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crossmedia Volontärin

Anfänger, bereits geübtere Radler oder echte Profis – die diesjährigen Teilnehmer des Radsportprogramms „Move“ stehen bereits in den Startlöchern: Bevor es am kommenden Samstag jedoch zur ersten Ausfahrt auf die Straßen Oberschwabens geht, wurden alle gründlich von Sportmedizinern durchgecheckt. Denn bei der sogenannten Leistungsdiagnostik entscheidet sich auch, in welcher Gruppe die Hobbysportler mitfahren.

Für Claudia Lange aus Oberteuringen ist die Leistungsdiagnostik nichts Neues. Schließlich sei sie schon zum achten Mal bei „Move“ dabei, erzählt sie, während sie in der Ravensburger Sportklinik gleichmäßig in die Pedale tritt.

Neu ist allerdings die Technik, die dabei in diesem Jahr erstmals zum Einsatz kommt: Auf ihrem Oberschenkel ist ein kleiner, runder Sensor angebracht, der Werte wie Blutdruck und Herzfrequenz misst. Bisher wurden diese Daten mittels eines Bluttests ermittelt, wofür den Teilnehmern alle paar Minuten ein kleiner Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen werden musste.

Wann Schluss ist, entscheiden die Radfahrer selbst

Auf einem Gestell werden die Fahrräder festgeschraubt. Je nach Alter und Trainingsstand beginnen die Teilnehmer mit einer bestimmten Wattzahl – also einem gewissen Widerstand, gegen den es in die Pedale zu treten gilt. „Alle zwei Minuten wird eine Stufe höher gestellt“, erklärt Bernd Reutemann, Teammanager beim Mountainbiketeam Centurion Vaude.

Rund eine halbe Stunde lang dauert die Leistungsdiagnostik. Wann Schluss ist, entscheiden die Radfahrer selbst: „Man geht bis zum Wohlfühlfaktor und dann noch ein bisschen drüber“, so beschreibt es Claudia Lange.

„Gegen Ende geht es schon ziemlich schwer, aber es macht Spaß, an seine Grenzen zu gehen“, sagt die 22-Jährige Hannah Längin. Trotzdem mache sie sich keinen Druck, bei der Leistungsdiagnostik ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Zum zweiten Mal fährt sie bei „Move“ mit. „Ich bin durch Freunde dazu gekommen, man kann wunderbar abschalten, wenn man durch die Natur radelt“ erzählt die Eriskircherin.

325 Teilnehmer erhalten am Ende ihren Leistungsstand

Insgesamt 325 Hobbysportler nehmen in diesem Jahr an dem Radsportprogramm teil. Am Ende der Testfahrt in der Sportklinik bekommt jeder Teilnehmer seinen Leistungsstand schwarz auf weiß: In Form eines Kurvendiagramms, das Muskelaktivitäten und andere Ergebnisse im Detail zeigt. Das stellt wiederum die Basis dar, nach der die Radsportler in die verschiedenen Leistungsgruppen eingeteilt werden. Je nach Gruppe wird unterschiedlich intensiv trainiert.

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