Polizei nimmt mehrere Rutenfest-Besucher in Gewahrsam

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Menschenmasse in Innenstadt
Die Polizei hat am ersten Abend des Rutenfestes gleich drei Personen in Gewahrsam genommen. (Foto: Siegfried Heiss)
Schwäbische Zeitung

Die Polizei hat gleich zu Beginn des Ravensburger Rutenfestes mehrere Besucher in Gewahrsam genommen. Die Gründe dafür: Alkohol und Aggressionen.

Am Freitagabend ereignete sich der erste Fall gegen 21 Uhr im Bereich des Schalmeienzeltes: Nach einer Auseinandersetzung wurde einer Person ein Platzverweis erteilt, wie die Polizei mitteilte. Eine halbe Stunde später beleidigte der Störer erneut Polizisten und wurde wegen seiner Aggressivität in Gewahrsam genommen.

Gegen 23.15 Uhr wurde ein 30-Jähriger nach mehreren Platzverweisen in Gewahrsam genommen, der auf dem Weg zur Wache in den Dienstwagen spuckte. Der Dritte, den die Polizei mitnahm, war ein 22-jähriger Betrunkener: Er hatte Polizisten beleidigt und sich nicht an den Platzverweis gehalten.

Insgesamt waren nach Einschätzung der Polizei am Freitag 35 000 bis 40 000 Besucher auf dem Festgelände unterwegs. Für den Samstag schätzte die Polizei die Besucherzahl auf 20 000 bis 25 000. In der Nacht auf Sonntag kam es laut Polizei zu drei Auseinandersetzungen mit jeweils Leichtverletzten.

Die Polizei habe am Samstag drei Jugendliche mit hohem Alkoholpegel aufgegriffen. Außerdem wurden Jugendlichen in 32 Fällen von der Polizei branntweinhaltige Getränke abgenommen und in 20 Fällen Zigaretten, die sie wegen ihres Alters noch nicht rauchen durften.

Auch in der Notaufnahme des Ravensburger Krankenhauses ging es rund: Von Freitag auf Samstag mussten insgesamt zwölf Festbesucher die Hilfe der Ärzte und Pflegekräfte in Anspruch nehmen, wie Kliniksprecher Winfried Leiprecht mitteilte.

Von Samstag auf Sonntag kamen demnach 17 Festbesucher ins Krankenhaus. Die häufigste Ursache für den Weg vom Fest in die Notaufnahme ist mit insgesamt 16 Fällen laut Mitteilung ein Sturz oder eine Platzwunde am Kopf. In der Nacht von Samstag auf Sonntag mussten zudem vier Opfer von Schlägereien versorgt werden.

Sechs Besucher der Notaufnahme an den ersten beiden Rutenfestabenden hatten zu viel Alkohol getrunken. Trotz der hohen Temperaturen vor allem am Samstagnachmittag wurde nur ein Patient mit Herz-KreislaufProblemen eingeliefert, so Leiprecht.

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