Pfuderers letzter Einsatz

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 Oberzells Daniel Marin (links) im Zweikampf mit dem Kißlegger Maik Aschenbrenner.
Oberzells Daniel Marin (links) im Zweikampf mit dem Kißlegger Maik Aschenbrenner. (Foto: Josef Kopf)
Klaus Eichler

Elf der 18 Fußball-Bezirksligisten mussten unter der Woche im Bezirkspokal ran, fünf sind schieden aus, darunter auch Spitzenreiter TSV Heimenkirch. Auch der fünfte Spieltag in der Bezirksliga ist ein dreigeteilter. Drei Spiele finden am Samstag statt, fünf mit dem Fupa-Spiel der Woche VfL Brochenzell gegen den TSV Eschach am Sonntag. Los geht’s schon am Freitag (18.30 Uhr) mit der besonderen Begegnung Oberzell gegen Fronhofen.

Besonders deshalb, weil Trainer Achim Pfuderer beim SV Oberzell aufhört. Nach der Begegnung gegen den SV Fronhofen ist Schluss. „Die beruflichen Rahmenbedingungen haben sich bei mir grundlegend geändert, hat also nichts mit dem Verein zu tun“, sagte Pfuderer, nach der 3:4-Niederlage im Bezirkspokal beim A-Ligist SG Baienfurt. Neuer Trainer wird Thomas Gadek, der zuletzt den SV Weingarten trainierte. Ein letztes Mal gilt für Achim Pfuderer volle Konzentration auf den Gegner Fronhofen. „Oberzell hat viel Qualität“, lobt Coach Gerhard Schmitz: „Der Druck liegt eindeutig beim Gegner.“

2018 musste der TSV Ratzenried unter Trainer Markus Steidle nach nur einer Spielzeit wieder aus der Bezirksliga absteigen. „Da waren wir noch viel zu grün für diese Liga“, sagt Steidle, „aber wir haben viel mitgenommen, wie sich jetzt zeigt“. Sieben Punkte aus den ersten vier Spielen können sich sehen lassen. „Mental war der Start wichtig, wir haben gezeigt dass wir mithalten können“, sagt Steidle. Defensiv steht der TSV gut „und wir machen keine einfachen Fehler mehr“. Mit dem SV Maierhöfen-Grünenbach kommt ein Gegner, der zu Hause noch keine Punkte geholt hat, aber in den zwei Auswärtsspielen immer gepunktet hat.

Auch die SG Argental tut sich zu Hause beim Punkten schwer, was Niederlagen gegen Fronhofen und Bad Wurzach beweisen. In Maierhöfen gab es die ersten drei Punkte. „Wir haben ein paar Umstellungen vorgenommen“, sagt Trainer Peter Riedlinger, „die haben gefruchtet und wir hatten mal das Glück auf unserer Seite“. Gegen Spitzenreiter TSV Heimenkirch sollen endlich die Punkte in Laimnau bleiben. Heimenkirch unterlag im Bezirkspokal A-Ligist TSV Stiefenhofen mit 2:3. „Stiefenhofen hat verdient gewonnen“, ärgerte sich Heimenkirchs Coach Daniel Feistle, „so darf man nicht auftreten. Mund abwischen und weiter geht’s“.

Einen guten Start legte Aufsteiger SV Achberg hin. „Ohne die drei Punkte am Grünen Tisch sähe es nicht so gut aus“, gibt Trainer Michael Riechel zu. „Wir haben aber auch gezeigt, dass wir mit unseren Gegnern mithalten können“, sagt Riechel, „aber das ein oder andere Mal auch Lehrgeld bezahlt“. Dass hat Mitaufsteiger TSG Bad Wurzach auch, der nächste Gegner von Achberg.

Der SV Beuren erwartet die SG Kißlegg. „Ein Spiel mit viel Brisanz“, prophezeit Beurens Trainer Patrick Mayer, „das wird ein sehr intensives Spiel für uns“. Während die SG erst einen Dreier eingefahren hat, stehen beim SV Beuren schon drei Siege zu Buche. Der SV musste sich bisher nur dem FC Leutkirch geschlagen geben.

„Nach zwei Klatschen macht man sich schon so seine Gedanken“, sagt Trainer Thomas Hess vom SV Seibranz, der im Bezirkspokal beim SV Kressbronn mit 2:1 gewann. „Mal wieder ein gutes Gefühl und gut fürs Selbstvertrauen“, Seibranz ist ein Spätstarter, das war in der vergangenen Saison nicht anders. Auch da sagte Hess: „Wir müssen Ruhe bewahren“, was sich am Ende der Saison mit Tabellenplatz sieben auszahlte. „Jetzt gegen den SV Mochenwangen einen Sieg nachlegen“, sagt Hess, „und es geht wieder in die richtige Richtung“.

Das einige Mannschaften den Fokus in erster Linie auf die Meisterschaft legen und nicht auf den Bezirkspokal, ist kein Geheimnis. Dazu zählt auch der TSV Meckenbeuren, der beim A-Ligist TSV Tettnang mit 0:8 unterlag. „Ich bin froh, dass der Wettbewerb für uns vorbei ist und wir uns voll auf die Liga konzentrieren können. „Die Jungs haben genug englische Wochen gehabt“, sagt TSV-Trainer Kevin Blaser vor der Begegnung gegen den FC Leutkirch.

Während sich der SV Kressbronn im einzigen Bezirksligaduell im Bezirkspokal dem SV Seibranz geschlagen geben musste, schaffte Aufsteiger SV Bergatreute mit einem 4:1 beim A-Ligisten FC Wangen II den Einzug ins Achtelfinale. Nach dem Punktabzug ging es für den SV Bergatreute in der Tabelle ordentlich nach unten. Kressbronn fuhr am vergangenen Spieltag den ersten Dreier ein, beide treffen schon am Samstag aufeinander.

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