Oberzell will den Spitzenreiter ärgern

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 Einer der Oberzeller Erfolgsgaranten: Omar Jatta (rechts, hier im Zweikampf mit Sy Cheick Alassane Savane vom SV Maierhöfen-Grü
Einer der Oberzeller Erfolgsgaranten: Omar Jatta (rechts, hier im Zweikampf mit Sy Cheick Alassane Savane vom SV Maierhöfen-Grünenbach). Jattas Einsatz gegen Heimenkirch ist noch nicht sicher. (Foto: Florian Wolf)
Klaus Eichler

In der Fußball-Bezirksliga steht wieder einmal eine englische Woche an. Am Donnerstag 3. Oktober, geht es mit dem neunten Spieltag weiter, an dem unter anderem der SV Oberzell Spitzenreiter TSV Heimenkirch empfängt. Bis auf das Frühschoppenspiel SV Achberg gegen die SG Argental (11 Uhr) finden alle Spiele um 15 Uhr statt. Eröffnet wird der Spieltag am Mittwoch (18.30 Uhr) mit der Begegnung TSV Meckenbeuren gegen den TSV Eschach.

Der TSV Heimenkirch steht seit dem ersten Spieltag unangefochten auf Tabellenplatz eins. Bisher gelang es nur Aufsteiger TSV Ratzenried, dem Führenden einen Punkt abzujagen. Der nächste Gegner, der es versucht, ist der SV Oberzell. „Oberzell ist natürlich schon eine andere Hausnummer“, sagt TSV-Coach Daniel Feistle, „bei allem Respekt gegenüber den anderen Gegnern, die wir hatten.“ Oberzell könnte mit einem Sieg zu Heimenkirch aufschließen. „Wir wollen die drei Punkte unbedingt“, sagt Feistle, mit einem Punkt möchte man sich erst gar nicht zufrieden geben. Der TSV strotzt vor Selbstvertrauen. Bis auf Alex Hutter kann Feistle personell aus dem Vollen schöpfen. „Alle Mann sind an Bord, da gibt’s keine Ausreden.“ Auch wenn in diesem Spiel nicht die Meisterschaft entschieden wird. „Wir sind Erster und wollen Erster bleiben“, sagt Feistle. Es wird sich zeigen, ob der SV Oberzell den Allgäuern Paroli bieten kann. „Das kann man sicher nicht von einem Spiel abhängig machen“, meint Oberzells Coach Thomas Gadek. „Es gibt drei Punkte zu gewinnen, mehr nicht.“ Die Favoritenrolle liegt für Gadek eindeutig bei den Gästen. „Ärgern wollen wir den Tabellenführer natürlich schon“, sagt Gadek, „wir werden uns mit allem, was uns zur Verfügung steht gegen diesen Gegner stemmen.“ Hinter dem Einsatz von Omar Jatta steht noch ein kleines Fragezeichen. Dafür ist Sergen Leyla wieder zurück aus dem Urlaub.

Der Tabellensechste SV Fronhofen hat die zweistellige Pokalschlappe beim A-Ligisten TSV Tettnang verdaut. „Es war wichtig, dass aus den Köpfen der Spieler zu bekommen“, sagt Trainer Gerhard Schmitz. Am Donnerstag geht’s zum Tabellennachbarn FC Leutkirch, der das Spiel der Absteiger in Kißlegg binnen Minuten spektakulär für sich entschied. Was die Auswärtssiege angeht, wandelt Leutkirch auf den Spuren des Spitzenreiters, zu Hause allerdings hat der FC drei von vier Spielen verloren.

Was die Auswärtssiege angeht, reiht sich der Tabellendritte TSV Eschach hinter dem Führungsduo ein. Nur ein Spiel von fünf ging verloren, da hieß der Gegner allerdings SV Beuren. „Auch wir haben im Moment einen Lauf“, sagt Trainer Philipp Meißner vor der Aufgabe am Mittwochabend beim TSV Meckenbeuren. Während sich der TSV im Mittelfeld eingerichtet hat, will Eschach vorne dranbleiben.

Konstanz ist beim SV Seibranz weiter nicht in Sicht. Auf Sieg folgt Niederlage. „Wir kassieren zu viele Tore“, sagt der Seibranzer Trainer Thomas Hess. Nach dem 1:5 beim Aufsteiger SV Bergatreute – nicht die erste Klatsche in dieser Saison – wartet mit dem TSV Ratzenried ein weiterer Aufsteiger, der auf Tabellenplatz fünf steht. „Es bleibt eigentlich keine Zeit, den momentan guten Lauf zu genießen“, sagt Trainer Markus Steidle.

Beim SV Maierhöfen-Grünenbach werden Erinnerungen an die vergangene Saison wach. Vier Punkte aus sieben Spielen ist mehr als dürftig. Schwer zu glauben, dass Punkte beim SV Beuren dazukommen. „Eine schwierige Phase für uns im Moment“, gibt Trainer Florian Meffert zu, „wenn wir nicht 100 Prozent auf den Platz bringen, wird’s eben nichts.“

Der SV Bergatreute hat sich mit zwei Siegen von den Abstiegsplätzen befreit. „Wir haben unsere Taktik etwas verändert“, verrät Trainer Norbert Badstuber, „haben uns richtig gefunden und sind im Moment stabil.“ Was man von der SG Kißlegg nicht behaupten kann. Sieben Niederlagen, nur drei Punkte, dazu 27 Gegentore kassiert – der Druck nimmt zu.

Druck verspürt auch Aufsteiger TSG Bad Wurzach, der beim SV Kressbronn antritt. „Wir haben zuletzt gegen Beuren ordentlich gespielt“, sagt Trainer Roman Hofgärtner, „hätten in Führung gehen müssen.“ Das Tor aber machte Beuren. „Danach läufst du natürlich wieder hinterher“, ärgert sich Hofgärtner.

Auch der VfL Brochenzell tut sich weiterhin schwer. „Doch das Ergebnis beim Spitzenreiter lässt Raum für Hoffnung“, sagt Trainer Rolf Weiland. Gegner SV Mochenwangen hat nach fünf sieglosen Spielen die Kurve gekriegt.

Nach drei Niederlagen in Folge hat der gute Start beim Aufsteiger SV Achberg, der die SG Argental erwartet, leichte Kratzer bekommen. Argental offenbarte mit 17 Gegentoren in vier Spielen große Probleme in der Defensive.

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