Oberzell derzeit nur noch Mittelmaß

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 Fabio Maucher (rechts) vom SV Oberzell kann Ostrachs Ladislav Varady nicht am zweiten Gegentreffer hindern.
Fabio Maucher (rechts) vom SV Oberzell kann Ostrachs Ladislav Varady nicht am zweiten Gegentreffer hindern. (Foto: Klaus Eichler)
Klaus Eichler

SV Oberzell – FC Ostrach 1:2 (1:2) – Tore: 0:1 Ladislav Varady (28.), 1:1 Dominik Boos (38.), 1:2 Varady (42.) – Zuschauer: 210 – Schiedsrichter: Fabio Grillo (Ulm) – SVO: Mähr, Fink, Ata (46. Deniz), Gomes Dos Santos, Tremmel (63. Freisinger), Maucher, Pohl (80. Müller), Birinci (46. Frank), Polczynski.

Einen Rückschlag in die Anfangszeiten der Saison musste der SV Oberzell am achten Spieltag der Fußball-Landesliga hinnehmen. Die Mannschaft von Achim Pfuderer und Oliver Wittich unterlag zu Hause dem FC Ostrach in einem emotionslosen Spiel mit 1:2. Der Aufwärtstrend des SVO – vier Spiele ohne Niederlage – wurde damit erst mal gestoppt. Der Gast aus Ostrach baute dagegen seine Serie als beste Auswärtsmannschaft – vier Siege und ein Unentschieden – aus und rückte bis auf Tabellenplatz zwei vor. Der Ravensburger Vorstadtklub ist derzeit dagegen nur noch Mittelmaß.

Dementsprechend ernüchternd fiel die Spielanalyse von Trainer Achim Pfuderer aus. „In Sachen Zweikampfverhalten, Aggressivität und Leidenschaft konnten wir nicht den Anspruch für uns erheben, ein gleichwertiger Gegner zu sein. Ostrach war uns haushoch überlegen.“ Pfuderer bemängelte zudem: „Wir haben uns wenig bis gar nicht bewegt.“

Auf das Abwehrbollwerk der Gäste – eine Vierer- vor der Fünferkette – hatte der SV Oberzell über 90 Minuten wenig Antworten zu bieten, schon gar keine Ideen oder gar Lösungen. Mehrmals forderte Co-Trainer Oliver Wittich sein Team lautstark auf: „Mehr Bewegung Männer, wir stehen nur rum“ – Gehör fand Wittich allerdings nicht. Damit baute der SVO den Gegner, der nur mit Samuel Gugglielmo in der Sturmspitze auflief, von Minute zu Minute auf, was schließlich in der 28. Minute zum 1:0 durch Ladislav Varady führte. Nach einer Flanke hatte Varady am Oberzeller Strafraum nur wenig Gegenwehr von SVO-Kapitän Daniel Marin – dass dann auch noch Torhüter Kai Mähr getunnelt wurde, passte ins Bild. Die Oberzeller Offensive fand bis zu diesem Zeitpunkt schlichtweg nicht statt. Nur einmal schaffte es der SVO, sich durchzukombinieren. Felix Tremmel, von Anderson Gomes dos Santos bedient, brachte den Ball von der Grundlinie in den Rücken der Ostracher Abwehr, Dominik Boos traf in der 38. Minute zum 1:1.

Varady hat zu viel Platz

Wer allerdings dachte, der SV Oberzell sei jetzt im Spiel, sah sich vier Minuten später getäuscht. Wieder war Varady der Nutznießer, der nach einer Flanke mit nur einem Haken Fabio Maucher ins Leere laufen ließ und Ostrach mit 2:1 in Führung schoss. Kurz vor der Pause musste der Ostracher Johannes Immler nach einem Eckball noch einen Oberzeller Kopfball für seinen Torhüter auf der Linie klären.

In Hälfte zwei kontrollierte der FC Ostrach kompromisslos das Spiel, beschränkte seine Aktivitäten auf wenige Konter. Bis auf zwei Kopfbälle des eingewechselten David Frank und einen Distanzschuss von Daniel Marin war Gästetorhüter Thomas Löffler nahezu beschäftigungslos. „Ich habe Oberzell gegen Kehlen und Mengen gesehen“, sagte Christian Söllner vom Ostracher Trainerstab, „sie haben so gespielt, wie wir es erwartet haben.“ Dass Geßler und Wellhäuser beim SVO gefehlt hätten, „hat uns zusätzlich in die Karten gespielt“. In den Schlussminuten packte der Gastgeber noch die Brechstange aus, aber auch da mangelte es den Oberzellern Fußballern an Kreativität.

SV Oberzell – FC Ostrach 1:2 (1:2) – Tore: 0:1 Ladislav Varady (28.), 1:1 Dominik Boos (38.), 1:2 Varady (42.) – Zuschauer: 210 – Schiedsrichter: Fabio Grillo (Ulm) – SVO: Mähr, Fink, Ata (46. Deniz), Gomes Dos Santos, Tremmel (63. Freisinger), Maucher, Pohl (80. Müller), Birinci (46. Frank), Polczynski.

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