Noch gibt es keinen Zeitplan für den Umbau der Räuberhöhle

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 Das Vorstandsteam der Freunde der Räuberhöhle (von links): Andrea Pross, Frieder Bertele, Rudi Österle, Martin Sickinger und As
Das Vorstandsteam der Freunde der Räuberhöhle (von links): Andrea Pross, Frieder Bertele, Rudi Österle, Martin Sickinger und Astrid Meger. (Foto: Made Höld)
Franziska Stölzle

Der Verein „Freunde der Räuberhöhle 2012“ hat wieder seinen Widerstandspreis verliehen: In diesem Jahr bekam ihn die Landtagsabgeordnete Petra Krebs (Grüne), die dafür am Sonntagabend zur Hauptversammlung des Vereins nach Ravensburg gekommen war.

Die nach Vereinsangaben freiheitliche und antifaschistische Auszeichnung wurde zum fünften mal verliehen.

Die Politikerin Krebs, die in Wangen wohnt, wurde als Preisträgerin ausgewählt, weil sie das Bündnis „Landkreis Ravensburg Nazifrei“ initiiert hat. Dessen Ziel ist es, rechtsradikale Aktivitäten im Landkreis Ravensburg aufzudecken, öffentlich zu kritisieren und vor allem zu verhindern.

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen, Gewerkschaften, kulturellen und kirchlichen Einrichtungen sowie Parteien. Mit Infoveranstaltungen macht Petra Krebs auf das Thema Neonazismus in der Region aufmerksam. „Ich sehe das als meine Aufgabe als Landtagsabgeordnete“, erklärte sie. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Verabschiedung von Markus Meyer

„Das Geld wird für die nächste Veranstaltung des Bündnisses verwendet“, sagte Petra Krebs. Bei der Hauptversammlung des Vereins „Freunde der Räuberhöhle 2012“ gab es außerdem Veränderungen im Vorstand.

Das dreiköpfige Vorstandsteam, bestehend aus Andrea Proß, Martin Sickinger und Rudolph Österle, hat den Vorstandsvorsitzenden Markus Meyer verabschiedet. Dieser legte im Juni dieses Jahres sein Amt aus persönlichen Gründen ab. Einstimmig hat sich der Verein für Frieder Bertele als seinen Nachfolger entschieden. Er will den Verein im selben Sinn weiterführen. „Es bleibt alles beim Alten“, erklärt er nach seiner Wahl.

Baugenehmigung fehlt

Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Veranstaltungen, wie im Rückblick berichtet wurde. Neben der Ehrenamtsmesse, der Silvesterparty und einem Weihnachtsessen fand es erstmals ein Vereinsausflug ins Allgäu statt. Zudem wurde das Vereinsziel „Die Höhle muss bleiben“ aufs Neue gesichert.

„Wir haben nicht geschlafen“, sagte Vorstandsmitglied Andrea Proß. Für das kommende Jahr sei aber bisher nichts Außergewöhnliches geplant. „Wir sind ein spontaner Verein“, erklärt sie und lacht.

Die Umbaupläne für die Höhle stecken ihren Angaben zufolge immer noch in der Planungsphase. Zunächst müsse die Baugenehmigung her. „Ich schätze das ganze nächste Jahr wird sich nichts tun“, sagt Pächterin Birgit Bachmann.

Für alle Mitglieder des Vereins zählt nur, dass die Höhle bleibt. Der Verein „Freunde der Räuberhöhle 2012“ wurde vor sieben Jahren gegründet um das Gasthaus zu erhalten. Mittlerweile zählt er über 800 Mitglieder, dadurch gehört der Verein zu einem der größten in Ravensburg.

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