Neuordnung der Verwaltungsstandorte verzögert sich

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In Ravensburg verändern sich die Standorte der Verwaltung.
In Ravensburg verändern sich die Standorte der Verwaltung. (Foto: Felix Kästle)
Karin Kiesel

In den Gebäuden der Ravensburger Stadtverwaltung wird seit Monaten kräftig umgebaut, vor allem die Bauarbeiten am Rathaus auf dem Marienplatz sind kaum zu übersehen. Auch im Lederhaus schreitet die Generalsanierung voran. Dennoch wird sich das Gesamtprojekt, die Neuordnung der Verwaltungsstandorte, um sechs Monate verzögern. Grund dafür ist der Neubau in der Seestraße 7-9, der später fertig wird. Zudem hat die Verwaltung derzeit Probleme, Handwerker für ihre Aufträge zu finden.

„Die Firmen sind momentan ausgelastet. Auf einige Ausschreibungen haben wir keine Angebote bekommen und mussten neu ausschreiben“, erklärt Baubürgermeister Dirk Bastin auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“. Betroffen davon seien beispielsweise die Verlegung von Fliesen in der Seestraße und im Lederhaus. Da es sich beim Rathaus und dem Lederhaus um denkmalgeschützte Gebäude mit historischer Bausubstanz handelt, gebe es zudem auch immer wieder Unwägbarkeiten, auf die beim Umbau reagiert werden müsse. Am weitesten entfernt vom ursprünglichen Zeitplan sei der Neubau in der Seestraße. Anstatt Ende März werden laut Bastin die Ämter erst Ende Juni 2017 einziehen können. Auch der Kostenrahmen von ursprünglich geplanten 6,2 Millionen Euro kann nicht eingehalten werden und steigt um 250 000 Euro auf 6,45 Millionen Euro (siehe Kasten).

Aktueller Stand

So sieht der aktuelle Stand der Bauarbeiten an den drei Standorten aus:

Rathaus: Der Umbau des Erdgeschosses, in das im Frühjahr das Bürgeramt und das Standesamt einziehen werden, ist in vollem Gange. Ursprünglich war das für Ende 2016 vorgesehen. Derzeit wird der neue Aufzug installiert, der den alten aus den 1960er-Jahren ersetzt. Zudem werden die Decken eingebaut sowie Heizungen und eine neue Lüftung.

Lederhaus: Das Erdgeschoss im Lederhaus musste vollständig entkernt werden. Weil es Risse in der Außenfassade gab und sich ein Gebäudeteil gesenkt hat, musste die Statik komplett neu angepasst werden. Ebenso am Brandschutz musste nachgebessert werden.

Derzeit finden die letzten Arbeiten der Kernsanierung im Erdgeschoss statt. Im Januar oder Februar zieht dann die Tourist Information ein. Auch das Obergeschoss soll saniert werden. Das geht allerdings erst, wenn das Sozialamt in den Neubau in der Seestraße umgezogen ist. Danach ziehen das Amt für Schule, Jugend, Sport sowie das Stadtmarketing mit Wirtschaftsförderung ab Anfang 2019 in die oberen Stockwerken ein.

Seestraße 7-9: Da die Stadt Probleme hat, Firmen für ihre Aufträge zu finden, verschiebt sich derzeit der Bauzeitplan. Wegen kontaminiertem Aushub hatte sich bereits der Baubeginn verzögert. Nun ist der Rohbau fast abgeschlossen. Anstatt Ende März werden nun Ende Juni das Sozialamt, das Ordnungs- und das Kulturamt einziehen.

Weingartner Hof: Wird nun noch bis Ende Juni benötigt, bis der Neubau in der Seestraße fertig ist. Derzeit sind dort die Tourist Information, das Bürgeramt und Standesamt sowie das Kulturamt und das Ordnungsamt untergebracht. Wer dann als neuer Mieter einziehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

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