Neue Humpis-Chefin bei Museumsgesellschaft

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 Der Vorstand der Museumsgesellschaft: (Von links) Michael Gresens, Elsbeth Rieke, Sabine Mücke, Angelika Rückstieß-Vollmer, Ing
Der Vorstand der Museumsgesellschaft: (Von links) Michael Gresens, Elsbeth Rieke, Sabine Mücke, Angelika Rückstieß-Vollmer, Ingrid Staudacher und Anne Merkt. (Foto: Christoph Stehle)

Neben den Berichten über die Aktivitäten der Museumsgesellschaft stellte sich bei der Mitgliederversammlung der Humpis Museumsgesellschaft auch Sabine Mücke vor. Sie wird ab Mitte Juli Direktorin des Museums Humpis-Quartier.

Aktuelle Fragestellungen seien ein attraktiver Ansatz, um gerade bei den jährlich zwei Sonderausstellungen im Museum Humpis-Quartier breites Interesse für historische Themen zu finden, erklärte die aus Ravensburg stammende Historikerin Mücke bei der wieder gut besuchten Jahreshauptversammlung der Museumsgesellschaft.

Mücke hat die letzten 14 Jahre am, gegenüber dem Humpis-Quartier deutlich größeren, Zeppelin-Museum in Friedrichshafen gearbeitet und tritt die Leitung in Ravensburg zum 15. Juli an. Sie folgt auf Andreas Schmauder, der im Dezember als Direktor ans Landesmuseum in Koblenz wechselte.

Eine aktuelle Fragestellung könne beispielsweise die Klimageschichte sein, legte Mücke dar, um am Beispiel Ravensburgs unterschiedliche Ausprägungen und Auswirkungen auf die Gesellschaft darzustellen. Ein weiterer Ansatzpunkt, den Mücke vorgestellt hat, ist das Verständnis eines Museums als Lernort und Bildungsplattform für ganz unterschiedliche Zielgruppen. Daher spiele nicht nur die Präsentation, sondern die Vermittlung eine zentrale Rolle. Als großen Vorteil für ihre Arbeit bezeichnete Mücke auch die Zusammenarbeit mit einem so aktiven Förderverein wie der Museumsgesellschaft.

Bei der Mitgliederversammlung begrüßte die Vorsitzende Ingrid Staudacher auch Laura Pölloth, die jüngst die Betriebsführung im Museum übernommen hat.

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Simon Blümcke auf den Papiermühlenweg ein, der im Zuge der aktuellen Sonderausstellung „Roh-Stoff-Papier“ konzipiert worden ist, für den es auch Führungen gibt und der ein dauerhaftes Angebot bleiben soll.

Auch bei der Museumsgesellschaft hat es jüngst einige Wechsel gegeben. So sind letztes Jahr Ingrid Staudacher und Angelika Rückstieß-Vollmer neu in den Vorstand eingetreten. Als Förderverein des Humpis-Quartiers hat die Museumsgesellschaft außerordentlich den Betrag von 3000 Euro gespendet, um das Montags-Forum, eine Art Studium Generale, das derzeit zur dritten Themenreihe stattfindet, zu fördern. Hinzu kommt die seit Jahren reguläre Spende von rund 20 000 Euro zur Finanzierung der Sonderausstellungen.

Diese Mittel erwirtschaftet die Museumsgesellschaft durch Spenden und durch ihre Angebote. Da ist zunächst das Team vom Laden Trödel & Antik rund um Elsbeth Rieke nennen, der eine namhafte Adresse für Antiquitäten ist. Zum Spendenaufkommen tragen auch die von Rückstieß-Vollmer koordinierten Kulturveranstaltungen bei, teils auf der Humpis-Bühne oder wie der Krippenspaziergang oder die Humpis-Fasnet in der Stadt.

Neben der Aufgabe als Förderverein des Museum stellt im Verein die Museumspädagogik die zweite Säule der Aktivitäten dar, die Anne Merkt betreut. Dabei geht es um buchbare Angebote für Grundschulklassen (2018 kamen 600 Kinder) sowie offene Veranstaltungen für alle Interessierten an den Samstagen (250 junge Teilnehmer). Im Mittelpunkt stehen dabei Angebote wie Papierschöpfen und die Schreibwerkstatt.

Gesellschaft hat 370 Mitglieder

Zusammenfassend stellte Ingrid Staudacher die große Bandbreite an Möglichkeiten vor, die es bei der Museumsgesellschaft gibt, um sich ehrenamtlich einzubringen. Dies tut auch ein größerer Teil der derzeit 370 Mitglieder.

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