Neue Generation an Slammern

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 Felicitas Müller-Wiegräfe
Felicitas Müller-Wiegräfe (Foto: Jakob Groth)
Schwäbische Zeitung

Yes, they can! Bei dem New Generation Poetry Slam am vergangenen Freitag im Neuen Kunstverein Ravensburg haben Jugendliche in ausverkauftem Haus das Publikum in ihren Bann gezogen. Wie die Veranstalter mitteilen, kamen die jungen Poeten aus Ravensburg, Biberach, Lörrach, Ulm und Alpirsbach. Gekonnt und witzig wurde der Abend von Tobias Heyel moderiert.

Im Poetry Slam gibt es nur wenige Regeln: Eine der wichtigsten lautet, dass der Text selbst geschrieben sein muss, Inhalt und Form sind demgegenüber frei. Die Protagonisten schöpften diese Bandbreite laut Mitteilung kreativ aus. So bekamen die Zuhörer in gereimten oder prosaischen Texten Nachdenkliches über den Verlust geliebter Menschen oder Freundschaft zu hören, ebenso politisch kämpferische Texte über LGBTQ und charmant Witziges über Ulm oder eine fiktive Bewerbung bei dem Magazin „Beef!“ als ironische Anmerkung zu Männlichkeit und Fleisch. Das Finale zwischen Felicitas Müller-Wiegräfe aus Bad Waldsee und Jonas Neuhäuser aus Ulm konnte Felicitas mit einer engagierten und kritischen Betrachtung über die AfD für sich entscheiden. Bereits am Tag zuvor gewann sie den Ulmer Hörsaal-Slam.

Doch im Grunde waren alle Poeten Gewinner, denn jeder Text begeisterte und berührte. Der Abend hinterließ nur glückliche Gesichter. Für August plant der Ravensburger Verein „sprachmächtig“ in Zusammenarbeit mit dem KultuReservoir Biberach und dem Neuen Ravensburger Kunstverein bereits den nächsten U20-Slam.

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