Nach Messerattacke: Kundgebung und Gegendemo am Montag

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 Blick auf den Gespinstmarkt in Ravensburg, wo für Montag eine Kundgebung mit Bezug zur Messerattacke eines psychisch kranken A
Blick auf den Gespinstmarkt in Ravensburg, wo für Montag eine Kundgebung mit Bezug zur Messerattacke eines psychisch kranken Asylbewerbers angemeldet ist. (Foto: Katrin Neef)

In Ravensburg finden am Montag, 15. Oktober, zwei Kundgebungen statt. Beide Veranstaltungen stehen in Zusammenhang mit der Messerattacke auf dem Marienplatz am 28. September, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Um 19 Uhr beginnt den Angaben zufolge eine von den Veranstaltern so betitelte „Mahnwache wegen der Messerstecherei in Ravensburg“ auf dem Gespinstmarkt. Sie soll eine Stunde dauern. Die private Anmelderin rechnet mit 500 bis 1000 Teilnehmern.

Eine weitere Kundgebung sei zwischen 18.30 Uhr und 20 Uhr auf dem Marienplatz vor dem Lederhaus geplant, so Pressesprecher Alfred Oswald. Hinter der ebenfalls privaten Anmelderin stehen das Bündnis für Bleiberecht Oberschwaben Bodensee und die Gruppe „Oberschwaben ist bunt“. Die Veranstalter titeln nach eigenen Angaben mit dem Spruch „#wirsindmehr – Aufstehen für Vielfalt gegen Rassismus“.

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Angemeldet ist die Kundgebung mit bis zu 200 Personen, die Organisatorin rechnet aber ebenfalls mit mehr Teilnehmern und ist nach eigenen Angaben weiter mit der Stadt im Gespräch darüber. Bei der Messerattacke vor zwei Wochen hatte ein 21-jähriger psychisch kranker Asylbewerber aus Afghanistan drei Menschen verletzt, darunter zwei syrische Flüchtlinge.

 Großes Polizeiaufgebot hat es am Freitag, 28. September, auf dem Marienplatz in Ravensburg gegeben. Aufgrund eines Berichts de
Schauplatz eines Verbrechens: Ein Großaufgebot der Polizei war am 28. September in der Ravensburger Innenstadt im Einsatz, nachdem ein offenbar psychisch kranker Mann drei Passanten mit einem Messer verletzt hatte. (Foto: Felix Kästle)

Bereits für den vergangenen Montag war in sozialen Netzwerken eine „Mahnwache“ in der Ravensburger Innenstadt angekündigt, zwischenzeitlich aber wieder abgesagt worden. Als Vorsichtsmaßnahme hatte die Polizei den Marienplatz mit mehreren Beamten kontrolliert.

Wegen der beiden Kundgebungen am kommenden Montag kann der Stadtbus (Linie 3) laut städtischer Mitteilung nicht den südlichen Marienplatz befahren und wird über den Hirschgraben beziehungsweise die Seestraße umgeleitet. Die Linien über die Bachstraße sind nicht betroffen. Außerdem wird die Zufahrt zur Oberstadt ab 17 Uhr gesperrt, auf dem Gespinstmarkt ist das Parken bis längstens 15 Uhr möglich, in der Herren- und Kirchstraße bis 16 Uhr, wie es in der Mitteilung heißt.

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