Nach Messerattacke: Demo gegen Asylpolitik der Bundesregierung abgesagt

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 Aus dem Ravensburger Rathaus verlautet, dass es gar nicht erst zur Anmeldung der Demonstration gekommen ist.
Aus dem Ravensburger Rathaus verlautet, dass es gar nicht erst zur Anmeldung der Demonstration gekommen ist. (Foto: Felix Kaestle)

Eine im Internet für Montagabend angekündigte Kundgebung auf dem Marienplatz gegen die Asylpolitik der Bundesregierung findet nach Angaben der Stadtverwaltung nicht statt. Die offizielle Anmeldung der Kundgebung sei nicht zustande gekommen, teilte ein Stadtsprecher mit.

Im sozialen Netzwerk Facebook hieß es seitens derjenigen, die die Demonstration angekündigt hatten, zur Begründung ihres Rückzuges: „Es wurde mit wesentlich weniger Leuten gerechnet, die kommen wollen.“

Weiter wurde erklärt, dass man bei einer größeren Teilnehmerzahl weitere Ordner organisieren müsse. Deshalb wolle man einen neuen Termin ansetzen. Die Gruppe nennt sich auf Facebook „Heimatbewegung Ravensburg“.

Auch die Polizei bestätigt, dass der Veranstalter die Demo gegen Asylpolitik gestrichen hat. Es sei nicht auszuschließen, dass trotzdem Personen auftauchen. „Dass die Polizei das beobachtet, ist keine Frage“, so Polizeisprecher Markus Sauter. Auch die Planung einer Gegendemo wurde offenbar eingestellt.

Die Asylbewerberhilfe Ravensburg schrieb auf Facebook: „Die für Montag geplante Demonstration in RV findet nicht statt! Eine Gegenveranstaltung ist deshalb hinfällig und auch weder sinnvoll noch produktiv!“

Messerangriff in Ravensburg
Polizisten stehen am abgesperrten Tatort auf dem Marienplatz in Ravensburg. (Foto: Felix Kästle / DPA)
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