Nach dem Debakel: SV Oberzell will gegen Weiler punkten

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 Ernste Mienen auf der Oberzeller Bank: Achim Pfuderer und Oliver Wittich.
Ernste Mienen auf der Oberzeller Bank: Achim Pfuderer und Oliver Wittich. (Foto: Christian Metz)
Christian Metz

Der SV Oberzell tritt am Samstag um 15.30 Uhr beim FV Rot-Weiß Weiler an. Nach dem 0:5-Debakel im Derby gegen Berg geht es darum, sich mit einem starken Auftritt beim Tabellenzweiten wieder Mut zu machen für die restlichen Partien im Abstiegskampf.

Das Restprogramm der Oberzeller hat es in sich. Weil das Derby gegen den FV Ravensburg II auf den Ostersamstag vorgezogen wurde, hat der SVO noch vier Spiele, um den Klassenerhalt in der Landesliga zu sichern: Vor dem Duell bei der bereits abgestiegenen SG Kißlegg am letzten Spieltag bekommen es die Oberzeller nacheinander mit der aktuellen Nummer zwei (Weiler), der Nummer vier (Biberach) und der Nummer drei (Friedrichshafen) der Liga zu tun. Das Ziel ist klar: Mindestens den aktuellen Tabellenplatz elf gegen die Verfolger aus Balingen und Leutkirch verteidigen.

„Aktuell stehen wir nicht auf einem Abstiegsplatz“, macht Co-Trainer Oliver Wittich denn auch sich und seinem Team Mut. „Wir haben unsere Chance, in Weiler zu punkten.“ Das ist nicht einmal weit hergeholt. Gegen kaum ein anderes Team in der Liga haben die Oberzeller auswärts eine bessere Bilanz: Acht Punkte hat der SVO in den letzten vier Partien im Allgäu geholt.

Und seit dem vergangenen Wochenende kann Weiler auch nicht mehr mit einer tadellosen Bilanz auftrumpfen: Die 1:3-Niederlage beim FC Leutkirch beendete eine beeindruckende Erfolgsserie – bis dahin waren Trainer Jürgen Kopfsguter und sein Team im Jahr 2019 ohne Niederlage geblieben und hatten sieben Partien in Folge gewonnen.

Um an die Erfolgsserie der letzten Jahre in Weiler anzuknüpfen, müssen die Oberzeller allerdings den Auftritt gegen Berg vergessen machen. „So dürfen wir uns nicht mehr präsentieren“, fordert Oliver Wittich. „Viel zu weit weg vom Gegner, schwaches Zweikampfverhalten, ängstlich, ,bitte spiel mich nicht an’“ – gerade für die Anfangsphase stellt der Coach seinem Team zurecht ein schlechtes Zeugnis aus.“ Weil Achim Pfuderer erkrankt ausfiel, leitete Wittich das Montagstraining allein und redete seinen Spielern angesichts von gerade mal 29 Punkten und nur noch vier ausstehenden Spielen ins Gewissen. „Im Training hat die Mannschaft die richtige Reaktion gezeigt – darauf können wir für die Partie gegen Weiler aufbauen.“

Wittich selbst wird den Verein zum Saisonende verlassen und als Cheftrainer zum SV Kressbronn in die Bezirksliga wechseln. Wiedersehen will der Trainer sein jetziges Team dort nicht: „Ich will nicht als Absteiger in Oberzell aufhören und ich werde alles dafür tun, dass wir die Klasse halten“ – genau diese Einstellung fordert Wittich auch von den Spielern.

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