Mit Radprofi Daniel Gathof gegen den Corona-Frust

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 Radprofi Daniel Gathof hat Bürgermeister Blümcke gerade einen Aktions-Aufkleber für sein Pedelec gegeben.
Radprofi Daniel Gathof hat Bürgermeister Blümcke gerade einen Aktions-Aufkleber für sein Pedelec gegeben. (Foto: Maria Anna Blöchinger)
Maria Anna Blöchinger

Die Abschlussveranstaltung zur Aktion #cyclingforculture ist am Freitag, 19. Juni, von 14 bis 18 Uhr auf der „Süh“ bei Wolfegg. Den Teams wird dabei die Gelegenheit geboten, nochmal eine schöne letzte Etappe zu absolvieren und auf ihrer Tour am Meeting-Point vorbeizukommen, so Sandra Gohm von Enerquinn. Darüber hinaus hätten alle Fahrer die Chance, die Profis auf dem von ihnen erstellten Strava-Segment „Süh“ zu schlagen. „Vor Ort halten wir für alle Radfahrer Getränke sowie ein GoodieBag mit allerlei Radler-Equipment bereit. Gleichzeitig besteht die Gelegenheit, die Teilnehmer kennenzulernen und auch seitens Presse ins Gespräch zu kommen“, berichtet Gohm. Eine Siegerehrung sei bis dahin noch nicht möglich, da auf den ersten Plätzen zurzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen herrsche und bis Freitagnacht noch Kilometer gesammelt werden könnten. Bisher hätten die 168 Jugendlichen 55 000 Kilometer und die 157 erwachsenen Radler knapp 41 200 Kilometer erzielt. „Mit dem 19. Juni ist der Aktionszeitraum von #cyclingagainstcorona erst einmal beendet. Wir können uns aber durchaus vorstellen, dass die Aktion zu einem späteren Zeitpunkt ein Revival erlebt“, sagen die Veranstalter. Mehr Informationen gibt es auf den Webseiten www.cyclingagainstcorona.de und www.danielgathof.de

Noch sind Schulsport und Vereinssport wegen der Virenpandemie leider drastisch eingeschränkt. Der Vogter Radprofi Daniel Gathof hat mit seiner Radsport-Aktion „cyclingagainstcorona“ ursprünglich beabsichtigt, Schüler ab der Klasse 9 vom Sofa weg und zum Sport hin zu holen. Von Anfang an hat er dabei aber auch eine Unterstützung der Kultur im Auge. Da nun auch die Erwachsenen dabei sind, klappt das. Noch ist Zeit zum Einsteigen.

„Beim Radfahren können Jugendliche einen Freiheitsgewinn erfahren“, sagte Bürgermeister Simon Blümcke beim Treffen am Lederhaus in Ravensburg. Er findet es toll, dass die Aktion die Jugendlichen erreicht. Radprofi und Vater Daniel Gathof ist stolz, dass so viele 14 bis 19-Jährige eifrig mitmachen. Er hat gehofft, auch Jugendliche zu begeistern, die eher unsportlich durch die Krise gehen, und ist sicher: „Die Jugendlichen werden dabeibleiben.“ Schon elf Jugend-Teams haben die 1900-Kilometer-Grenze geknackt.

Kilometer sammeln per App

Radprofi Daniel Gathof, Jahrgang 1981, brennt hauptberuflich fürs Radfahren. Außer der Teilnahme an Wettkämpfen berät er Firmen und organisiert Workshops in Gesundheitsförderung der Mitarbeiter und Umweltschutz durch Radsport. 168 Jugendliche hat Gathof mit seiner Aktion für Schulen und Jugendeinrichtungen aus dem Landkreis Ravensburg inzwischen motiviert, sich auf das Fahrrad zu schwingen und per Smartphone Kilometer zu sammeln. Über eine App kommen die Kilometer für jedes Team in einen gemeinsamen Topf. Am Ende zählt jeder gesammelte Kilometer für das Team – egal, ob die Fahrt zum Bäcker ging, in die Schule oder eine ausgiebige Radtour war. Übrigens sind auch E-Bikes gestattet.

Ab 1900 gesammelten Kilometer kommt ein Team unter die möglichen Gewinner. Der Radprofi bringt den ersten Teams, die die Marke von 1900 Kilometern knacken, selber einen Preis, Frage- und Autogrammstunde inklusive. Als Hauptpreis winkt dem Team mit den meisten Kilometern ein Bike-Tag mit abschließender Grillparty. Daneben gibt es einen Kinoabend oder Bargeld zu gewinnen.

Weiter als der Profi

Nachdem Gathof 168 Jugendliche zum Radeln motiviert hat, kamen die Großen dran. Radtreffs, Firmen-Radteams und Vereine sollten für die Kultur im Landkreis Ravensburg Kilometer und Spenden sammeln. Zum Ansporn radeln auch Radprofi Gathof und sein KJC-Kollege Marco Mathis mit. Wer ihre Kilometerleistung übertrifft, kann am Ende Preise gewinnen. Noch bis Freitag kann man für eine selber gewählte Kultureinrichtung in Form von Radkilometern spenden.

Die Jugendlichen sind bisher knapp über 55 000 Kilometer gefahren, die Erwachsenen knapp 38 000 Kilometer. Da bei ihnen pro Kilometer 10 Cent an die Kultur gehen, sind das bereits 3800 Euro. Bürgermeister Blümcke hob hervor, dass die Aktion so viele Aspekte vereint: Sportgeist, Gesundheit, Umweltschutz und Kultursponsoring. Ihr Grundgedanke aber, ihre Symbolik sei: „Ich habe noch Energie, etwas zu machen!“

Die Abschlussveranstaltung zur Aktion #cyclingforculture ist am Freitag, 19. Juni, von 14 bis 18 Uhr auf der „Süh“ bei Wolfegg. Den Teams wird dabei die Gelegenheit geboten, nochmal eine schöne letzte Etappe zu absolvieren und auf ihrer Tour am Meeting-Point vorbeizukommen, so Sandra Gohm von Enerquinn. Darüber hinaus hätten alle Fahrer die Chance, die Profis auf dem von ihnen erstellten Strava-Segment „Süh“ zu schlagen. „Vor Ort halten wir für alle Radfahrer Getränke sowie ein GoodieBag mit allerlei Radler-Equipment bereit. Gleichzeitig besteht die Gelegenheit, die Teilnehmer kennenzulernen und auch seitens Presse ins Gespräch zu kommen“, berichtet Gohm. Eine Siegerehrung sei bis dahin noch nicht möglich, da auf den ersten Plätzen zurzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen herrsche und bis Freitagnacht noch Kilometer gesammelt werden könnten. Bisher hätten die 168 Jugendlichen 55 000 Kilometer und die 157 erwachsenen Radler knapp 41 200 Kilometer erzielt. „Mit dem 19. Juni ist der Aktionszeitraum von #cyclingagainstcorona erst einmal beendet. Wir können uns aber durchaus vorstellen, dass die Aktion zu einem späteren Zeitpunkt ein Revival erlebt“, sagen die Veranstalter. Mehr Informationen gibt es auf den Webseiten www.cyclingagainstcorona.de und www.danielgathof.de

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