Mister 44 Prozent: Aulendorfs Andreas Krenzler trifft und trifft

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 Andreas Krenzler, Torjäger.
Andreas Krenzler, Torjäger. (Foto: Archiv: Rolf Schultes)
Maximilian Waibel

Nach nur zwei Spielen steht die SG Aulendorf bereits mit sechs Punkten und ganzen 15 Treffern an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A1. Wie in den vergangenen Jahren gibt es einen Hauptverantwortlichen dafür: Andreas Krenzler. Der Spielertrainer und ehemalige Oberliga-Spieler traf bereits fünf Mal und legte zwei Tore auf. Somit war er fast an der Hälfte aller Tore direkt beteiligt, was auch den Schnitt seiner Zeit in Aulendorf Aulendorf wiederspiegelt: an 136 der insgesamt 306 Tore der SGA war Krenzler in den vergangenen sechs Jahren direkt beteiligt.

Die Vorbereitung der SGA lief im Gegensatz zum Saisonstart eher holprig, wobei sie meist auf höherklassige Gegner traf. Nach der Niederlage gegen Landesligist Bad Schussenried im WFV-Pokal, verabschiedete sich die Mannschaft im Elfmeterschießen gegen Baienfurt auch aus dem Bezirkspokal. Da das Ziel allerdings klar auf dem Aufstieg liegt, ist das Ausscheiden aus den beiden Pokalwettbewerben zu verschmerzen. „Die Erfahrungen, die wir aus den Spielen ziehen konnten, brachten uns schon jetzt sehr viel weiter“, sagt Krenzler. Die aktuelle Form sieht der Spielertrainer als Resultat der guten Trainingsbeteiligung und der dadurch vorhandenen Konkurrenzsituation. Auch personelle Verstärkungen, wie Rückkehrer Felix Steinhauser, der Regionalliga-Erfahrung in die Mannschaft bringt, seien zu spüren. „Vor allem die jungen Spieler schauen zu ihm auf und wir alle freuen uns, mit ihm spielen zu dürfen“, berichtet Krenzler und ergänzt, dass sich Steinhauser noch nicht bei 100 Prozent befinde und deshalb sogar noch steigere.

Dass Andreas Krenzler einer der besten Fußballer der Region ist, steht außer Frage. An unglaublichen 44 Prozent der Tore der SG Aulendorf war der Top-Stürmer seit 2013 durch eigene Treffer oder Vorlagen beteiligt. Nicht nur deshalb hat er maßgeblichen Anteil am Erfolg der SGA, sondern auch durch seine Position als Spielertrainer, die er nun in der dritten Saison bekleidet. Dabei war er zunächst nur die Notlösung, da der eigentlich vorgesehene Trainer erst später einsteigen konnte. Aus der Notlösung wurde ein Erfolgsmodell, so darf Krenzler schon auf einen Bezirkspokaltitel und einen fünften Platz in der Kreisliga A zurückblicken. Als Vorteil sieht er vor allem die Nähe zu seinen Mannschaftskollegen: „Ich kann die anderen Spieler gut einschätzen, nicht nur sportlich sondern auch menschlich.“ Angesprochen auf seine tragende Rolle bei der SG Aulendorf meint Krenzler, dass es natürlich wichtig sei, einen Spieler zu haben, der konstant trifft. „Dennoch darf man sich nicht nur darauf verlassen“, wirft der Top-Scorer ein, meint jedoch, dass die SGA sein Fehlen auch durch ein starkes Team kompensieren könne.

Duell mit Jakob Schuschkewitz

Für seine Tore würde Krenzler in den meisten anderen Kreis- oder Bezirksligen wohl die Torjägerkanone abstauben. In den vergangen Jahren machte ihm allerdings Jakob Schuschkewitz vom SV Haisterkirch oft einen Strich durch die Rechnung. „Ich würde lügen, würde ich sagen, ich schaue nie auf seinen aktuellen Torestand. Sowas spornt wahrscheinlich nicht nur mich an und ich wäre auch nicht traurig, wenn ich die Kanone am Ende der Saison in den Händen halten dürfte“, sagt Krenzler über Schuschkewitz, der auch in der vergangenen Saison drei Treffer vor dem Aulendorfer lag.

Mit Blick auf die Defensive sieht Krenzler schon einige Besserungen hin zum letzten Spiel gegen Reute, an welche man gegen die SGM Dietmanns/Hauerz anschließen will. „Bis auf den Beginn der zweiten Halbzeit standen wir sehr stabil“, lobt Krenzler seine Hintermannschaft. Im Hinblick auf das Auswärtsspiel kann die SGA zudem wieder auf Routinier Andreas Stöckler zurückgreifen, der ebenfalls Stabilität ins Abwehrspiel des Tabellenführers bringen soll. Weiterhin fehlen allerdings Alexander Allgäuer und Daniel Thomas, der derzeit eine muskuläre Verletzung auskuriert. Dennoch will und kann das Team um Andreas Krenzler mit breiter Brust nach Dietmanns fahren. „Wir kennen die SGM nicht wirklich und sind deshalb auf alles vorbereitet“, sagt Krenzler. Die SGM Dietmanns/Hauer steht ohne die noch immer gesperrten Spieler Thomas Reich und Andreas Butscher vor einer Mammutaufgabe. Anpfiff in Dietmanns ist am Sonntag, 8. September, um 15 Uhr.

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