Mietpreise in Ravensburg explodieren

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Ravensburg ist ein teures Pflaster. Zumindest, was Wohnen angeht. Innerhalb von zwei Jahren ist die durchschnittliche Nettomiete um mehr als 11 Prozent gestiegen. Das geht aus dem neuen Mietspiegel hervor, der am Montag im Gemeinderat behandelt wird. Um Mietwucher zu verhindern, erstellt die Stadt seit 2013 alle zwei Jahre einen Mietspiegel, nach dem sich Vermieter richten sollen und Mieter ablesen können, ob ihre Miete im grünen Bereich der „ortsüblichen Vergleichsmiete“ liegt.

Ravensburg ist ein teures Pflaster. Zumindest, was Wohnen angeht. Innerhalb von zwei Jahren ist die durchschnittliche Nettomiete (= Kaltmiete ohne Nebenkosten, Garage oder Stellplatz) um 11,2 Prozent gestiegen. Das geht aus dem neuen Mietspiegel hervor, der am Montag im Gemeinderat behandelt wird.

Um Mietwucher zu verhindern, erstellt die Stadt seit 2013 alle zwei Jahre einen Mietspiegel, nach dem sich Vermieter richten sollen und Mieter ablesen können, ob ihre Miete im grünen Bereich der „ortsüblichen Vergleichsmiete“ liegt. Anhand von mehr als tausend Daten wurden zwischen Februar und April 2017 die aktuellen Mietpreise erhoben.

Zahlreiche Kriterien

Dabei werden verschiedene Aspekte berücksichtigt: unter anderem das Baujahr (je neuer eine Wohnung ist, desto besser ist meist der Zustand), die Größe (je kleiner, desto teurer der Quadratmeter), die Lage (die Innenstadt ist teurer als Gornhofen oder Schmalegg) und die Ausstattung. Nicht einbezogen werden mietpreisgebundene Sozialwohnungen, möblierte Wohnungen (mit Ausnahme von Einbauküchen) und Einzelzimmer, die Teil einer kompletten Wohnung sind (zum Beispiel in Wohngemeinschaften von Studenten).

Bei der aktuellen Erhebung kam heraus: Die Durchschnittsmiete ist seit 2015 von 6,97 Euro pro Quadratmeter auf 7,75 Euro gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 11,2 Prozent.

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum

Neben dem Mietspiegel wird der Gemeinderat am Montag auch das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum behandeln. Es hat sich herausgestellt, dass die Vorgaben zu unkonkret waren und enger gefasst werden müssen. Das Bündnis sieht vor, dass bei Neuvorhaben mit mehr als zehn Wohneinheiten 20 Prozent der Fläche mindestens 14 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete angeboten werden müssen. Künftig soll diese Regel ab 800 Quadratmetern Wohnfläche angewandt werden – auch wenn weniger als zehn Wohnungen entstehen.

Die Gemeinderatssitzung am Montag beginnt um 16 Uhr im Rathaus. Weitere Themen sind unter anderem der Haushalt für das Jahr 2018 und die Sanierung der Ringgenburghalle in Schmalegg.

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