Mesale Tolu stellt ihr Buch vor

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 Mesale Tolu war eine prominente deutsche Geisel der türkischen Regierung.
Mesale Tolu war eine prominente deutsche Geisel der türkischen Regierung. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die deutsche Journalistin und Übersetzerin kurdischer Herkunft, Mesale Tolu, kommt am Mittwoch, 9. Oktober, nach Ravensburg. Auf Einladung der Buchhandlung Ravensbuch präsentiert sie im Schwörsaal ihr Buch „Mein Sohn bleibt bei mir. Als politische Geisel in türkischer Haft – und warum es noch nicht zu Ende ist“ (Rowohlt Verlag). Die von Ludger Möllers von der „Schwäbischen Zeitung“ moderierte Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

Mesale Tolu war laut Pressemitteilung eine prominente deutsche Geisel der türkischen Regierung: Als angebliche Terrorunterstützerin saß sie seit April 2017 mit ihrem kleinen Sohn in Haft. Danach wurde ihr die Ausreise aus der Türkei verweigert. Ihr Schicksal und das anderer in der Türkei inhaftierter Journalisten hätten zahlreiche Medienberichte, Unterstützerkampagnen und diplomatische Aktivitäten ausgelöst, heißt es. Im Dezember 2017 wurde Mesale Tolu unter Auflagen aus der Haft entlassen, im August 2018 hob ein Gericht die Ausreisesperre gegen sie auf, erst zwei Monate später die gegen ihren ebenfalls inhaftierten Ehemann Suat Çorlu.

Jetzt, wieder in Deutschland, berichtet Mesale Tolu über diese Zeit: über die Brutalität von Polizei und Justiz, das Alltagsleben in der politischen Gefangenschaft zwischen Hoffnung und Verzweiflung, ihren Kampf um Freiheit für ihre Familie und ihren Einsatz für die Pressefreiheit. „Mein Sohn bleibt bei mir“ ist laut Mitteilung ein sehr persönliches Buch, das zugleich deutlich mache, wie das Regime in Ankara mit seinen Kritikern umgeht. Mesale Tolu wuchs in Ulm auf und studierte in Frankfurt Ethik und Spanisch. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Neu-Ulm.

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