Marienplatzgarage: Jetzt fallen die Entscheidungen

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In den nächsten Wochen entscheidet sich, wie die Stadt die Sanierung der maroden Marienplatzgarage stemmen will.
In den nächsten Wochen entscheidet sich, wie die Stadt die Sanierung der maroden Marienplatzgarage stemmen will. (Foto: Archiv: Felix Kästle)

Im Oktober fallen die politischen Entscheidungen zur Sanierung der maroden Marienplatztiefgarage in Ravensburg. Dann sollen endlich auch die Kosten und der Zeitplan für das Großprojekt auf dem Tisch liegen. Die Verwaltung plant derweil am 18. Oktober eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger, betroffene Geschäftsleute und Gastronomen.

Wie mehrfach berichtet, muss die Marienplatztiefgarage wegen Korrosionsschäden grundlegend saniert und dafür im kommenden Jahr vorübergehend voll gesperrt werden. In den nächsten Wochen liegt das Sanierungskonzept der Fachbüros mit konkreten Daten vor. Nach Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ rechnet die Verwaltung inzwischen mit Kosten in Höhe von 12 bis 15 Millionen Euro, nachdem erste Schätzungen noch von 8 bis 10 Millionen Euro ausgegangen waren.

Das ist der Zeitplan

Die größte Unwägbarkeit ist noch die Beschaffenheit der Decke, also des südlichen Marienplatzes selbst. Hier laufen die letzten Untersuchungen gerade. Theoretisch kann es laut Baubürgermeister Dirk Bastin notwendig werden, die Decke komplett abzunehmen, neu abzudichten und wieder zu schließen und neu zu pflastern. Dann wären selbst 15 Millionen Euro nicht mehr ausreichend. Vier Millionen Euro sollen für 2017 in den Haushalt eingestellt werden, damit die Arbeiten beginnen können.

So sieht der Zeitplan aus: Am 5. Oktober berät zunächst der Werksausschuss über die Umsetzung des so genannten „Instandsetzungskonzepts“. In der öffentlichen Sitzung geht es auch um die Zeit- und Finanzplanung dieser aufwendigen und komplizierten Maßnahme im Herzen der Stadt. Klar ist bereits heute, dass die Marienplatztiefgarage für rund 14 Monate voll gesperrt werden muss. Insgesamt dauert die Sanierung fast drei Jahre. Wann die Arbeiten konkret beginnen, entscheidet sich laut Verwaltung wohl erst im Laufe der Ausschreibungen der verschiedenen Baumaßnahmen. „Fachleute rechnen aber mit Frühling oder Frühsommer 2017“, heißt es. Vermutlich wird die Vollsperrung dann gleich am Beginn der Maßnahmen stehen.

Informationsveranstaltung für interessierte Bürger

Bis dahin läuft der Parkhausbetrieb zunächst unverändert weiter. Laut Stadtverwaltung werden derzeit Pläne ausgearbeitet, mit günstigen Ersatzparkplätzen und einer Pendelbusanbindung an den Stadteingängen im Norden und Süden einen Teil des „Parkdrucks“ aufzufangen. Nach Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ handelt es sich bei den Flächen um den Park-and-ride-Parkplatz in Weißenau sowie das Rundel-Areal vor dem „Bauhaus“. „Zusammen mit den rund 2000 Parkplätzen in den anderen Parkhäusern an der Altstadt bleibt Ravensburg damit immer gut erreichbar“, so die Stadt.

Am Dienstag, 18. Oktober, gibt es im Schwörsaal (Waaghaus) eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger, für ansässige Händler, Gastronomen und alle Gewerbetreibende, die von der Parkhaussperrung betroffen sein werden. Das Wirtschaftsforum pro Ravensburg (Wifo) hatte auf eine schnelle Lösung und kreative Ersatzmaßnahmen gedrängt.

Einwohnerfragestunde

Am Montag, 24. Oktober, wird sich schließlich der Ravensburger Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen, um die notwendigen Entscheidungen zum Sanierungskonzept zu treffen. Dann können die Ausschreibungen vorbereitet werden.

Die erste Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause steht am Montag, 26. September (16 Uhr), an. Es geht unter anderem um den Sportentwicklungsplan der Stadt. Auch eine Einwohnerfragestunde steht auf der Tagesordnung.

Die marode Marienplatztiefgarage muss für 14 Monate komplett schließen.
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