Marie-Luise Heilig-Duventäster: Schon wieder beste deutsche Bergläuferin

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 Sie sammelten erneut Medaillen auf internationaler Berglauf-Bühne (von li.): Uschi Bergler, Marie-Luise Heilig-Duventäster und
Sie sammelten erneut Medaillen auf internationaler Berglauf-Bühne (von li.): Uschi Bergler, Marie-Luise Heilig-Duventäster und Brigitte Hoffmann von der LG Welfen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Marie-Luise Heilig-Duventäster von der LG Welfen ist beim Saisonhöhepunkt im italienischen Gagliano del Capo Vizeweltmeisterin der Altersklasse W55 im Berglauf geworden. Auf einer der technisch anspruchsvollsten Strecken in der 19-jährigen WM-Historie im Berglauf schaffte die Läuferin aus Berg zum vierten Mal in Folge das beste Einzelergebnis aller deutschen Athleten. Uschi Bergler und Brigitte Hoffmann landeten in der W60 auf den Plätzen sieben und neun. In der Mannschaftswertung holten die beiden LG-Welfen-Läuferinnen mit Carmen Fuhrmann die Silbermedaille.

Die 5000-Einwohner-Gemeinde an der Adria stand über drei Tage im Zeichen der Berglauf-Weltmeisterschaften der Masters. Für die Athleten der Altersklassen 60 und älter ging es am ersten Wettkampftag über 6,5 Kilometer (330 Höhenmeter bergauf und 207 Höhenmeter bergab). Für die Altersklassen 35-55 standen am zweiten Tag 10,9 Kilometer (496 Höhenmeter bergauf, 374 Höhenmeter bergab) an.

Strecke sorgt für Kopfschütteln

Schon bei der Besichtigung gab es bei manchem Sportler Kopfschütteln ob der zu laufenden Strecke. Extrem steile und felsige Bergabpassagen, bei denen sich so mancher Wettkampf entschied, gepaart mit fast flachen Straßenabschnitten, waren die Herausforderung für die mehr als 900 Teilnehmer. Dazu kamen Temperaturen um die 30 Grad, die zusätzlich Kraft kosteten.

42 Läuferinnen starteten in der W60 auf der 6,5 Kilometer langen Strecke. Eine Klasse für sich war die Italinienerin Giovanna Cavalli, die in überragenden 37:45 Minuten zum Weltmeistertitel lief. Uschi Bergler, die mit der Hitze zu kämpfen hatte, erreichte das Ziel in Gagliano del Capo als Siebtplatzierte in 45:59 Minuten. „Das war echt hart, ich bin froh, dass ich ohne Sturz durchgekommen bin“, sagte die Läuferin aus Grünkraut. Für Brigitte Hoffmann, die bereits kurz nach dem Start mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, endete das Rennen nach 48:30 Minuten auf Platz neun. „Im Einzel war das nichts, trotzdem hat es sich gelohnt, für die Mannschaft zu kämpfen“, meinte Hoffmann.

74 Läuferinnen gingen in der W50 und der W55 auf die kräftezehrenden zweieinhalb Runden mit 10,9 Kilometern. Schon kurz nach dem Start entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen der Italienerin Elisa Pellicioli und Heilig-Duventäster. Den Vorsprung, den die Deutsche bergauf und in der Ebene herauslief, verlor sie wieder bei den steilen Bergabpassagen. In der letzten Runde konnte die vielfache Weltmeisterin dem hohen Tempo der Italienerin bergab nicht mehr folgen. Somit ging in 1:07,34 Stunden auch der W55-WM-Titel nach Italien. In 1:09,13 Stunden war der zweite Platz von Heilig-Duventäster mit einem Vorsprung von sieben Minuten auf die Drittplatzierte allerdings nie gefährdet.

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