Marco Osterroth gewinnt einen kompletten Medaillensatz

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Marco Osterroth aus Horgenzell hat bei den Special Olympics in Südkorea Gold, Silber und Bronze gewonnen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Gold, Silber und Bronze: Marco Osterroth hat bei den „Special Olympics World Winter Games“ im südkoreanischen Pyeongchang einen kompletten Medaillensatz gewonnen. Der Schüler der Horgenzeller Heimsonderschule Haslachmühle war einer von 71 deutschen Athleten, die an den Winterspielen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung teilnahmen. Die Gesamtzahl in Südkorea: 2300 Sportler aus 111 Ländern.

Die deutsche Delegation gewann 83 Medaillen (30 Gold-, 30 Silber- und 23 Bronzemedaillen). Der 21-jährige Osterroth gewann den Super-G in 36,51 Sekunden. Der Horgenzeller war dabei nur sieben Hundertstel Sekunden schneller als sein deutscher Kollege Marcel Körner. Auf den zweiten Rang fuhr Osterroth im Slalom. 45,57 Sekunden im ersten Lauf und 43,08 Sekunden im zweiten benötigte Osterroth. Nur der Pole Patryk Czaplicki (41,49 und 41,88 Sekunden) war in dieser Disziplin schneller. Dritter wurde Bryce Fuller aus Australien.

Und auch in der dritten Disziplin, in der Osterroth an den Start ging, gewann er eine Medaille. Im Riesenslalom wurden ebenfalls zwei Durchgänge gefahren. Der Starter der Haslachmühle benötigte 37,52 und 37,05 Sekunden. In der Addition bedeutete dies 1:14,57 Minuten und Rang drei hinter dem Australier Bryce Fuller (1:11,92 Minuten) und dem Polen Dawid Kujawowicz (1:12,30 Minuten).

Möglichst homogene Gruppen

Bei den Special Olympics werden durch Klassifizierungen möglichst homogene Leistungsgruppen gebildet. „Aus sportlicher Sicht gilt es festzuhalten, dass die Entwicklung im Sport für Menschen mit geistiger Behinderung weltweit weiter an Dynamik gewinnt“, sagte Deutschlands Delegationsleiter Sven Albrecht laut Pressemitteilung der Special Olympics. Der Geschäftsführer von Special Olympics Deutschland sagte weiter: „Die Spiele haben wieder einmal gezeigt, welche Leistungen Menschen mit geistiger Behinderung erbringen können. Hier sind wir in Deutschland alle gemeinsam gefordert, dass der Sport für Menschen mit geistiger Behinderung weiter ausgebaut (...) wird.“

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