Marcel Sökler macht den Unterschied

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 Burhan Soyudogru schoss den FV Ravensburg in Führung, am Ende jubelte aber der SGV Freiberg (rechts Ali Ferati).
Burhan Soyudogru schoss den FV Ravensburg in Führung, am Ende jubelte aber der SGV Freiberg (rechts Ali Ferati). (Foto: Thorsten Kern)
Sportredakteur

FV Ravensburg – SGV Freiberg 1:3 (1:2) – Tore: 1:0 Burhan Soyudogru (19.), 1:1, 1:2 Marcel Sökler (26., 27.), 1:3 Hakan Kutlu (83.) – Schiedsrichter: Andreas Iby (Neuhausen) – Zuschauer: 300 – FV: Mesic – S. Boneberger (66. Zimmermann), Jeggle (89. Fetscher), Altmann, Strauß – Reiner (89. Chrobok), Gbadamassi (73. Hörtkorn) – B. Soyudogru, Schachtschneider, Schäch – R. Soyudogru.

Nach drei Heimsiegen in Folge hat der FV Ravensburg in der Cteam-Arena mal wieder verloren. Im letzten Spiel des Jahres in der Fußball-Oberliga unterlag der FV am Samstag dem Tabellenführer SGV Freiberg mit 1:3. Ravensburg machte ein gutes Spiel, die Freiberger drehten die Partie aber – auch dank ihres überragenden Stürmers.

Die Ravensburger gingen im 4-2-3-1-System früh drauf, störten die Freiberger damit im Aufbauspiel. Dazu zeigte der FV schöne Spielzüge. Den bis dahin schönsten gab es vor dem 1:0. Maschkour Gbadamassi schickte Felix Schäch auf der linken Seite. Schäch brachte den Ball flach rein, Rahman Soyudogru ließ geschickt durch und Burhan Soyudogru traf mit rechts ins rechte Kreuzeck. „Ein geiles Tor“, lobte Freibergs Trainer Ramon Gehrmann. Kurze Zeit später nahm Rahman Soyudogru den Ball volley, verpasste das Freiberger Tor aber knapp. „Es war mehr drin als das eine Tor“, meinte FV-Trainer Steffen Wohlfarth.

„Zwei Minuten verpennt“

Danach wurde der Druck der Freiberger größer – Gbadamassi und Philipp Altmann klärten zunächst noch stark im eigenen Fünfmeterraum. Doch zweimal ließen die Ravensburger dem SGV einen Tick zu viel Platz. Das nutzten die Gäste. Besser gesagt: Das nutzte Marcel Sökler. Der Freiberger Stürmer tat das, was er am liebsten macht, nämlich Tore schießen. In der 26. Minute flankte Patrick Fossi von der rechten Seite, Sökler traf flach links zum 1:1. Keine Minute später dieselbe Kombination von der anderen Seite. Fossi flankte dieses Mal hoch, Sökler köpfte unbedrängt ein zum 2:1 für Freiberg. Es waren seine Saisontore 18 und 19 im 18. Spiel. „Wir verpennen zwei Minuten, leider nicht zum ersten Mal in dieser Saison“, haderte Wohlfarth. „Und Sökler braucht eben nur anderthalb Chancen für zwei Tore.“

Ravensburg musste sich kurz sortieren, zeigte sich aber durchaus ebenbürtig mit dem Spitzenreiter. Als Schäch den Ball von rechts in den Strafraum brachte, nahm ihn Gbadamassi mit der Brust an, drehte sich und schoss direkt. Doch SGV-Torwart Thomas Bromma war schnell im Eck und klärte zur Ecke.

Auch nach der Pause ging es munter weiter. Daniel Schachtschneiders Pass von der Grundlinie schoss Schäch drüber. Nach einem Freistoß von Burhan Soyudogru unterlief Maximilian Rohr in der 51. Minute beinahe ein Eigentor. Der FV begann wie in der ersten Halbzeit schwungvoll und hatte mehr Ballbesitz. Aber die Ravensburger belohnten sich nicht für ihren couragierten Auftritt. „20 Minuten lang mussten wir die eine oder andere brenzlige Situation überstehen“, sagte Gehrmann. Nach gut 65 Minuten waren die Freiberger aber kurz vor der Vorentscheidung. Sökler traf aus kurzer Distanz jedoch nur den Pfosten, Hakan Kutlu schoss den Ball freistehend so hoch, dass er auf dem Voith-Gelände landete.

Dass er besser schießen kann, zeigte Kutlu rund zehn Minuten vor dem Ende. Sein Freistoß ging zwar wieder vorbei, aber um einiges knapper. Die Freiberger bekamen gegen Ende ihre Konterchancen – und sie sorgten für die Entscheidung. In der 83. Minute war Kutlu schneller am Ball als Sebastian Reiner und traf mit links rechts unten zum 3:1. Wieder ein ärgerliches, weil vermeidbares Gegentor für den FV. Aber eines, das letztlich nicht entscheidend war. „Es war mehr drin, die Niederlage ist frustrierend“, meinte Wohlfarth. „Schade, dass wir nun mit einem Negativerlebnis in die Pause gehen.“

Die Freiberger jubelten und tanzten. Sie haben die Tabellenführung behauptet. „Wir sind im Pokal-Viertelfinale und Erster in der Liga, darauf können wir stolz sein“, sagte Gehrmann. „Wo unser Weg hinführt, kann ich aber noch nicht sagen, dazu ist die Liga zu ausgeglichen.“

FV Ravensburg – SGV Freiberg 1:3 (1:2) – Tore: 1:0 Burhan Soyudogru (19.), 1:1, 1:2 Marcel Sökler (26., 27.), 1:3 Hakan Kutlu (83.) – Schiedsrichter: Andreas Iby (Neuhausen) – Zuschauer: 300 – FV: Mesic – S. Boneberger (66. Zimmermann), Jeggle (89. Fetscher), Altmann, Strauß – Reiner (89. Chrobok), Gbadamassi (73. Hörtkorn) – B. Soyudogru, Schachtschneider, Schäch – R. Soyudogru.

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