Lesen, bis die Augen zufallen

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Eine Überraschungslesung von Kinderbuchautorin Charlotte Habersack hat es beim Lesefestival im Museum Ravensburger gegeben.
Eine Überraschungslesung von Kinderbuchautorin Charlotte Habersack hat es beim Lesefestival im Museum Ravensburger gegeben. (Foto: Anja Koehler)
Hannah Bucher

Das sechste Ravensburger Lesefestival ist am Freitagabend zu Ende gegangen. Veranstaltet wurde das Festival von der Stadtbücherei Ravensburg und dem Ravensburger Buchverlag Otto Maier. Ganze vier Tage konnten Kinder, von der Vorschule bis zur zehnten Klasse, in 23 verschiedenen Veranstaltungen Autoren kennenlernen, an Lesungen oder einer musikalischen Bücherreise teilnehmen sowie einen Kunst-Workshop oder eine Bücherausstellung besuchen. Den Abschluss des Lesefestivals bildete die Büchernacht.

Die Buchhandlung Anna Rahm organisierte dafür eine Nachtwanderung. 19 Kinder, ausgestattet mit Taschenlampen, Papier und Stiften, wanderten von der Buchhandlung, über die Veitsburg, bis zu einem geheimen Garten. Dort angekommen gab es für die Kinder eine Lesung am Lagerfeuer. Passend zum Wanderthema Elfen und Gnome lasen Anna Rahm und Monika Schlenker aus dem Buch „Baum der Wünsche“ vor. Anschließend konnten die Kinder aus gesammelten Naturfundstücken eigene Wunschwichtel basteln. Am Ende waren die Kinder müde, aber glücklich. „Es war ein schönes gemeinsames Leseabenteuer“, erzählt Anna Rahm.

Überraschungslesung im Museum Ravensburger

Auch im Museum Ravensburger gab es am Freitagabend für viele Kinder etwas zu erleben. Neben einer Tiptoi-Schnitzeljagd durch das ganze Museum, probierten die Kinder bis 23 Uhr alle möglichen Brettspiele aus oder spielten im Labyrinth der Museumsräume Verstecken. Höhepunkt des Abends war die Überraschungslesung von Charlotte Habersack. Im Nest des Leseraben wartete die Kinderbuchautorin, um aus den ersten drei Bänden ihrer „Bitte nicht öffnen“-Buchreihe vorzulesen. Während der Lesung durften die kleinen Zuhörer eifrig miterzählen, mitraten und mitfiebern. Als am Ende alle wissen wollten, ob es eine Fortsetzung der Geschichte rund um Nemo und seine Freunde Oda und Fred gibt, hat die Autorin sogar ein kleines Geheimnis verraten: „Ich schreibe sogar schon am fünften Teil. Der vierte Band ist schon fertig und erscheint Ende Juni. Er trägt den Titel ,Bitte nicht öffnen: Feurig!‘“

Köpfchen und Teamgeist sind gefragt

In der Buchhandlung Ravensbuch hat auf 16 Kinder ein ganz besonders Abenteuer gewartet. Die Buchhändlerinnen haben einen Escape-Room vorbereitet. Nun waren Köpfchen und Teamgeist gefragt: Eingeteilt in drei Gruppen, hatten die Kinder je eine Stunde Zeit, um gemeinsam mit ihrem Team die Rätsel rund um einen ägyptischen Pharao zu lösen und aus dem Raum freizukommen. „Es gab einen mit Hieroglyphen verschlüsselten Text, und wir mussten in den Büchern nach Hinweisen für den Schlüssel suchen“, erzählen Fiona, Caoimhe und Mina nachdem sie den Escape-Room erfolgreich gemeistert hatten. „Die Aufgaben waren schwer, aber es hat Spaß gemacht“, so die drei Mädchen. Doch nach dem Spiel mussten die Kinder noch lange nicht nach Hause gehen. Sie durften in der Buchhandlung übernachten. Bis nach Mitternacht konnten sich die jungen Leseratten Bücher aus dem Laden aussuchen und in die Geschichten eintauchen. Als um halb eins das Licht gelöscht wurde, war manchen aber noch nicht nach schlafen zu Mute. Sie lasen mit Taschenlampe weiter, bis ihnen die Augen zufielen.

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