Laurin Voth – Ein Ravensburger im Nationaltrikot

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 Der Ravensburger Laurin Voth durfte bei der Trophy of Nations für die deutsche Mannschaft starten.
Der Ravensburger Laurin Voth durfte bei der Trophy of Nations für die deutsche Mannschaft starten. (Foto: Peter Schröder)
Schwäbische Zeitung

Der letzte Lauf der Enduro World Series ist seit vielen Jahren der Höhepunkt am Ende der Weltcupsaison der Mountainbiker. Dieses Jahr fand das letzte Enduro-Weltcuprennen der Saison allerdings in Zermatt in der Schweiz statt. Dafür wurde abschließend die neu ins Leben gerufene Trophy of Nations in Finale-Ligure an der Riviera ausgetragen. Drei Fahrer einer Nation mussten gemeinsam die fünf anspruchsvollen Downhillstages absolvieren. Das ist ein völlig neues Format für die Fahrer, die gewöhnlich alleine auf die Jagd nach guten Zeiten gehen. Für Deutschland hatten sich in der U21 Laurin Voth vom Schneelaufverein Ravensburg, Valentin Schleicher (Regensburg) und Tom Hoinkis (Arnstadt) qualifiziert.

Eine spannende Konstellation, da diese drei in den vergangenen Jahren bei deutschen Meisterschaften und Rennserien gegeneinander um die Podiumsplätze der Juniorenklasse gekämpft haben. Während des Trainings konnten Voth, Schleicher und Hoinkis die fünf Wertungsstages jeweils einmal trainieren und mussten sich eine Strategie für das ungewohnte Fahren zurechtlegen. Die Trophy-Regeln sind strikt: Die Startzeit auf der 58 Kilometer langen Runde ist für jede der fünf Stages auf die Minute festgelegt. Wer nicht rechtzeitig am Start ankommt, ist aus dem Rennen. Die drei Fahrer einer Nation müssen innerhalb dieser einen Minute in die Strecke starten, die Zeiten der drei Rennfahrer werden zusammengezählt. Fällt ein Fahrer wegen Sturz oder technischem Defekt aus, ist das ganze Team ausgeschieden.

Vor allem technische Defekte auf den felsigen Trails von Finale Ligure warfen mehrere Teams aus dem Rennen. Schon auf Stage eins gab es Ausfälle, was bei den später startenden Nationen natürlich schnell die Runde machte. Die drei Deutschen versuchten deshalb, Geschwindigkeit und niedriges Risiko miteinander zu verbinden. Am Ende wurde es Platz neun. Das Regenbogentrikot als U21-Mannschaftsweltmeister bekam Neuseeland, Platz zwei ging an Italien, Kanada wurde Dritter.

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